Die jahrelange Überfischung und Ausbeutung des Jangtse-Flusses, Asiens längstem Strom, schien die Fischbestände fast vollständig dezimiert zu haben. Doch eine aktuelle Studie zeigt nun eine deutliche Erholung der Jangtse Fluss Fische. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf ein 2021 in Kraft getretenes Fischereiverbot und umfassende Renaturierungsmaßnahmen zurückzuführen.
Der Jangtse, in China als Chang Jiang („Langer Strom“) bekannt, erstreckt sich über 6.300 Kilometer vom tibetischen Hochland bis nach Shanghai. Jahrzehntelang litt das Ökosystem unter den Folgen der industriellen Entwicklung und intensiver Fischerei. Eine Studie, veröffentlicht im Fachblatt „Science“ von einem Forscherteam um Chen Yushun von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften Wuhan, zeigt nun einen Hoffnungsschimmer: Die Fischbestände erholen sich.
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
Die Wissenschaftler verglichen Daten vor und nach dem Inkrafttreten des Fischereiverbots und stellten fest, dass sich die Fischbiomasse verdoppelt hat. Besonders große und wirtschaftlich wertvolle Fische profitierten von den Schutzmaßnahmen, da ihre Überlebenschancen stiegen. Wie Stern berichtet, wurde der sieben Jahrzehnte währende Verlust von biologischer Vielfalt gestoppt. (Lesen Sie auch: Valentinstag Kuss: Was Steckt Wirklich Hinter dem…)
Die Fischbiomasse im Jangtse hat sich seit 2021 verdoppelt. Dies deutet auf eine deutliche Erholung des Ökosystems hin.
Das im Jahr 2021 eingeführte Gesetz zum Schutz des Jangtse, das ein umfassendes Fischereiverbot beinhaltet, wird als Hauptgrund für die Erholung angesehen. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität und zur Renaturierung der Uferbereiche ergriffen. Auch die Reduzierung des Schiffsverkehrs trug zur Entlastung des Ökosystems bei.
Ein wichtiger Aspekt ist die langfristige Perspektive. „Es ist entscheidend, dass diese Maßnahmen konsequent fortgesetzt werden, um eine nachhaltige Erholung der Fischbestände zu gewährleisten“, betont Professor Li Wei, Experte für Gewässerökologie an der Universität Peking. Er weist darauf hin, dass die Erholung ein fragiler Prozess ist, der ständiger Überwachung und Anpassung bedarf.
Die Renaturierung der Uferbereiche spielt eine entscheidende Rolle. Durch die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume können sich Fische besser vermehren und vor Räubern schützen. Auch die Verbesserung der Wasserqualität, beispielsweise durch den Bau von Kläranlagen, trägt zur Gesundheit der Fischpopulationen bei. Die chinesische Regierung hat hierzu umfangreiche Investitionen getätigt. (Lesen Sie auch: Kalenderblatt 14 Februar: Was an Diesem Tag…)
Die Wasserqualität des Flusses hat sich durch den Bau von Kläranlagen und die Reduzierung industrieller Einleitungen deutlich verbessert. Messungen zeigen einen Rückgang von Schadstoffen wie Ammoniak und Phosphor, was sich positiv auf die Lebensbedingungen der Fische auswirkt. Allerdings gibt es weiterhin Herausforderungen, insbesondere durch die Landwirtschaft, die weiterhin zur Verschmutzung beiträgt.
Der Jangtse ist nicht nur für die Fischerei von Bedeutung, sondern auch für die Trinkwasserversorgung und die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Eine gesunde Flussökologie ist daher von entscheidender Bedeutung für die Lebensqualität der Menschen in der Region.
Seit der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 erlebte der Jangtse eine rasante wirtschaftliche Entwicklung. Der Fluss wurde intensiv als Wasserstraße genutzt, und entlang seiner Ufer entstanden zahlreiche Industriezentren. Metropolen wie Chongqing, Wuhan und Nanjing profitierten von der Nähe zum Fluss, doch der Umweltschutz spielte lange Zeit eine untergeordnete Rolle. Einige Tierarten, wie der Chinesische Flussdelfin (Lipotes vexillifer), sind unter diesen Bedingungen für immer verschwunden.
Die Forscher betonen, dass die jüngsten Erfolge im Naturschutz ein wichtiger Schritt sind, aber noch lange nicht das Ende der Bemühungen bedeuten. Es gelte, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, die sowohl den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Bevölkerung als auch dem Schutz der Umwelt Rechnung trägt. China Dialogue berichtet detailliert über die Herausforderungen des Naturschutzes im Jangtse. (Lesen Sie auch: Lawine Alpen: Fünf Tote Skifahrer in Frankreich,…)
Auch kleine Maßnahmen können einen Beitrag zum Schutz des Jangtse leisten. Vermeiden Sie beispielsweise den Kauf von Produkten, die aus nicht-nachhaltiger Fischerei stammen, und unterstützen Sie Organisationen, die sich für den Schutz des Flusses einsetzen.
Der Drei-Schluchten-Damm, das größte Wasserkraftwerk der Welt, hat einen erheblichen Einfluss auf den Jangtse. Einerseits trägt er zur Stromversorgung und zur Hochwasserkontrolle bei, andererseits verändert er den natürlichen Flusslauf und beeinträchtigt die Fischwanderung. Die Auswirkungen des Damms auf die Fischbestände sind komplex und werden weiterhin intensiv erforscht.
Einige Studien deuten darauf hin, dass der Damm die Laichbedingungen für bestimmte Fischarten verschlechtert hat. Andere Studien betonen, dass der Damm auch positive Auswirkungen haben kann, beispielsweise durch die Schaffung neuer Lebensräume in den Stauseen. Die Frage, ob die Vorteile des Damms die negativen Auswirkungen aufwiegen, ist Gegenstand einer kontroversen Debatte.
Dr. Mei Zhang, Expertin für Flussökologie an der Universität Shanghai, betont, dass eine umfassende Bewertung der Auswirkungen des Drei-Schluchten-Damms erforderlich ist. „Es ist wichtig, die langfristigen Folgen für das Ökosystem zu verstehen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um die negativen Auswirkungen zu minimieren“, so Zhang. (Lesen Sie auch: Karneval Rio: Schlüsselübergabe – Jetzt beginnt die…)
Die Erholung der Jangtse Fluss Fische ist ein positives Signal, das zeigt, dass Naturschutzmaßnahmen erfolgreich sein können. Es ist jedoch wichtig, die Anstrengungen fortzusetzen und die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, um auch andere Flüsse und Ökosysteme zu schützen. Die Herausforderungen sind groß, aber die Erfolge im Jangtse machen Mut.
Die Zukunft des Jangtse hängt von einer nachhaltigen Entwicklung ab, die sowohl den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Bevölkerung als auch dem Schutz der Umwelt Rechnung trägt. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wissenschaft und Bevölkerung. Nur so kann der Jangtse auch in Zukunft ein lebendiger und vielfältiger Fluss bleiben. Die Umweltschutzorganisation WWF engagiert sich seit Jahren für den Schutz des Jangtse und setzt sich für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Flusses ein. Mehr Informationen zum WWF-Engagement im Jangtse-Gebiet finden Sie hier.
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