Seit Jahrzehnten spricht Rudi Cerne im Fernsehen über Verbrechen. Doch der „Aktenzeichen XY“-Moderator wurde auch selbst schon zum Opfer. Bei einem Onlinekauf fiel er auf Betrüger herein und verlor mehrere tausend Euro.
Für Millionen Fernsehzuschauer:innen ist Rudi Cerne, 67, das Gesicht von „Aktenzeichen XY… ungelöst“. Monat für Monat moderiert er im ZDF die Fahndungssendung, in der echte Verbrechen rekonstruiert werden. Doch nur, weil Cerne sich beruflich viel mit Kriminalität beschäftigt, ist er nicht automatisch vor Betrüger:innen geschützt. Das musste der Moderator am eigenen Leib erfahren.
In einem Interview erinnert sich der ehemalige Eiskunstläufer an einen Vorfall, der ihn bis heute äußerst vorsichtig macht. Er hatte im Internet Designermöbel bestellt – einen Tisch und vier Stühle. Rund 2500 Euro zahlte er dafür. Doch was nach einem ganz normalen Einkauf klang, entpuppte sich als Falle.
„Das Geld wurde sofort von meiner Kreditkarte abgebucht“, erzählt Rudi Cerne rückblickend. Doch die bestellte Ware kam nie an.
Der Moderator merkte schnell, dass etwas nicht stimmte und reagierte sofort. Weil er mit Kreditkarte gezahlt hatte, konnte er den Betrag über die Kreditkartenversicherung zurückholen. Trotzdem blieb der Schreck. Kurz nachdem er seine Karte sperren ließ, versuchten die Betrüger offenbar erneut, Geld abzubuchen. Seitdem geht Cerne beim Online-Shopping deutlich vorsichtiger vor.
Gerade für jemanden, der seit Jahrzehnten über Betrugsmaschen berichtet, war der Vorfall eine besondere Erfahrung. Schließlich zeigt „Aktenzeichen XY … ungelöst“ regelmäßig Fälle, in denen Menschen durch Täuschung oder Tricks um ihr Geld gebracht werden.
Der Moderator sagt selbst, dass ihn seine Arbeit ohnehin vorsichtig gemacht habe. In der Sendung begegnet er regelmäßig den dunkelsten Seiten menschlichen Handelns, von Betrug über Raub bis hin zu schweren Gewaltverbrechen. Umso mehr hat ihn die eigene Erfahrung sensibilisiert.
Sein Rat: Genauer hinschauen! Beim Online-Shopping besonders aufmerksam zu sein, sei heute wichtiger denn je. Am besten sei es jedoch, wieder vermehrt in lokalen Geschäften zu shoppen. „Zum einen unterstützt man damit den Einzelhandel, was ich grundsätzlich wichtig finde. Zum anderen kann man sich im Internet leicht täuschen lassen.“
Verwendete Quellen: funkuhr.de
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