Ex-US-Präsident Bill Epstein-Skandal“>Clinton hat jede Kenntnis von den Epstein-Verbrechen bestritten und die Befragung seiner Frau kritisiert.
Am Freitag, dem 27. Februar, hat sich der frühere US-Präsident Bill Clinton, 79, in seinem Wohnort Chappaqua im Bundesstaat New York der lange erwarteten Befragung durch den Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses gestellt. Im Zentrum: sein Verhältnis zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019). Die Aussage fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – sein Eingangsstatement veröffentlichte Clinton jedoch zeitgleich auf der Plattform X.
„Ich bin heute aus zwei Gründen hier“, begann er. „Der erste ist, dass ich mein Land liebe. Amerika wurde auf der Idee gebaut, dass niemand über dem Gesetz steht – auch Präsidenten nicht. Vor allem Präsidenten nicht.“
In der Sache blieb Clinton bei seiner bekannten Linie: Er habe „keine Ahnung“ von Epsteins Verbrechen gehabt. „Egal wie viele Fotos Sie mir zeigen – ich weiß, was ich gesehen habe, und wichtiger noch, was ich nicht gesehen habe. Ich habe nichts gesehen und nichts Falsches getan.“ Aufnahmen aus dem Beweismaterial des US-Justizministeriums zeigen Clinton in vertraut wirkenden Situationen mit dem Financier, der 2019 in Untersuchungshaft durch Suizid starb. Der Ex-Präsident betonte, der Kontakt habe lange vor Epsteins erster Verurteilung 2008 geendet.
Besonders aufsehenerregend war ein persönliches Eingeständnis: „Als jemand, der in einem Zuhause mit häuslicher Gewalt aufgewachsen ist, wäre ich nicht nur nicht in sein Flugzeug gestiegen, wenn ich auch nur die geringste Ahnung gehabt hätte – ich hätte ihn selbst angezeigt.“ Zugleich warnte er den Ausschuss, seine Antworten dürften mitunter unbefriedigend ausfallen: „Sie werden mich oft sagen hören, dass ich mich nicht erinnere.“ Er wolle nicht „24 Jahre später Detektiv spielen“.
Noch vor der eigentlichen Befragung ging Clinton die republikanische Ausschussmehrheit frontal an. Besonders erzürnte ihn, dass seine Frau Hillary Clinton, 78, am Tag zuvor hatte aussagen müssen. „Sie haben Hillary hergebracht. Sie hatte nichts mit Jeffrey Epstein zu tun. Nichts.“ Die frühere Außenministerin hatte bei ihrer Befragung bestätigt, sich nicht einmal an eine Begegnung mit Epstein erinnern zu können – und gefordert, dass auch US-Präsident Donald Trump, 79, unter Eid zu seinen Kontakten aussagen solle.
Quelle: Gala
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