Phosphorbomben Israel: Aufnahmen israelischer Kampfflugzeuge, die möglicherweise mit Phosphorbomben bestückt sind, haben Besorgnis ausgelöst. Die Bomben könnten bei Angriffen auf Ziele im Iran eingesetzt worden sein, wobei es Berichte über großflächige Brände gibt. Die Verwendung von weißem Phosphor ist international umstritten, insbesondere in bewohnten Gebieten.
Nach der Veröffentlichung eines Fotos der Israelischen Luftwaffe (IAF) auf X, das einen Piloten vor einer F-16C/D „Barak“ zeigt, haben Waffenexperten des Open Source Munitions Portal (OSMP) auf möglicherweise vorhandene Phosphorbomben unter den Tragflächen des Flugzeugs hingewiesen. Es gibt Berichte über Brände in Zielen im Iran, die möglicherweise durch diese Waffen verursacht wurden. Die israelische Luftwaffe selbst hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert.
Das Open Source Munitions Portal (OSMP), das seit 2023 Bildmaterial zu Waffen, Munition und deren Auswirkungen auswertet, analysierte das von der IAF veröffentlichte Foto. Den Experten fielen die Farbmarkierungen auf einer 2000 lbs (907 Kilogramm) schweren Bombe unter der Tragfläche des Flugzeugs auf. Neben einem gelben Band wies die Bombe ein rotes Band sowie eine rote Markierung auf der Nase auf. Laut US-Standard für Munitionsmarkierungen deutet Gelb auf hochexplosiven Sprengstoff hin, während Rot für einen entzündlichen Stoff steht. Human Rights Watch hatte bereits im Oktober 2023 den Einsatz von weißem Phosphor durch israelische Streitkräfte im Gazastreifen und im Libanon dokumentiert. (Lesen Sie auch: Apple Datenschutz Wettbewerb: Kartellstreit um Anti-Tracking?)
Phosphorbomben sind keine reinen Brandbomben, sondern Munition, die mit Sprengkraft in Ziele eindringt und dort weißen Phosphor freisetzt. Diese Chemikalie entzündet sich bei Kontakt mit Sauerstoff selbst und brennt mit einer Temperatur von rund 1300 Grad Celsius. Das Löschen von brennendem weißen Phosphor gestaltet sich äußerst schwierig. Die Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat ein Factsheet zum Einsatz von weißem Phosphor in Konflikten veröffentlicht.
Der Einsatz von Phosphorwaffen ist nicht grundsätzlich verboten. Allerdings ist ihr Einsatz in bewohnten Gebieten durch die Genfer Konventionen von 1977 geächtet. Weißer Phosphor verursacht selbst in geringen Mengen schwere Verbrennungen und kann zu langfristigen Gesundheitsschäden führen. Der Einsatz solcher Waffen ist daher völkerrechtlich umstritten, insbesondere wenn Zivilisten gefährdet werden. Ein Bericht von Amnesty International aus dem Jahr 2009 thematisierte bereits den Einsatz von weißem Phosphor im Gazastreifen und dessen Auswirkungen auf Zivilisten.
Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme der israelischen Regierung oder des Militärs zu den Vorwürfen des Einsatzes von Phosphorbomben im Iran. Die Berichte und die Analyse des Bildmaterials durch das OSMP haben jedoch international Besorgnis ausgelöst. Sollte sich der Einsatz von Phosphorbomben bestätigen, könnte dies zu weiteren diplomatischen Spannungen führen. Auch die Organisation Human Rights Watch hatte sich bereits zu den Vorwürfen geäußert und eine Untersuchung gefordert. Wie Stern berichtet, brennen viele Ziele im Iran, möglicherweise durch Phosphorbomben entfacht. (Lesen Sie auch: Smartphone Nachts Ausschalten: Besser Schlafen, Gesünder Leben?)
Die Genfer Konventionen von 1977 verbieten den unverhältnismäßigen Einsatz von Waffen, die unnötiges Leid verursachen, in bewohnten Gebieten. Der Einsatz von weißem Phosphor ist besonders umstritten, da er schwere Verbrennungen verursacht und schwer zu löschen ist.
Eine Phosphorbombe enthält in der Regel weißen Phosphor, einen Stoff, der sich bei Kontakt mit Sauerstoff selbst entzündet und sehr heiß brennt. Zusätzlich enthält sie Sprengstoff, um den Phosphor zu verteilen.
Weißer Phosphor verursacht schwere, tiefgreifende Verbrennungen, die schwer zu behandeln sind. Die Dämpfe können zudem die Atemwege reizen und zu langfristigen Gesundheitsschäden führen.
Der Einsatz von Phosphorbomben ist nicht generell verboten, aber ihre Verwendung in bewohnten Gebieten ist durch die Genfer Konventionen geächtet, da sie unverhältnismäßiges Leid verursachen können. (Lesen Sie auch: Kimberly Van der Beek: Tochter Emilias Rührende…)
Organisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International haben den Einsatz von Phosphorwaffen in Konfliktgebieten wiederholt kritisiert und Untersuchungen gefordert, um mögliche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht aufzudecken.
Vorwürfe des Einsatzes von Phosphorbomben führen oft zu internationaler Besorgnis und Forderungen nach Aufklärung. Die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen können Untersuchungen einleiten und Resolutionen verabschieden.
Paukenschlag in der 2. Bundesliga: Heiner Backhaus wurde am 10.03.2026 bei Eintracht Braunschweig entlassen. Lesen…
Jessie Buckley, die gefeierte Schauspielerin, die für ihre Rolle in "Hamnet" von Kritikern und Publikum…
Der Gorch Fock Steward Burkhart Kempcke verlässt nach fast vier Jahrzehnten das Segelschulschiff. Er legte…
Das von Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) lange erwartete Klimaschutzgesetz liegt nun in einem Entwurf vor,…
Laut Insidern soll die Beziehung zwischen TV-Megastar Kim Kardashian und Formel-1-Pilot Lewis Hamilton ganz anders…
Ein buntes Sommerprogramm erwartet die Besucher beim Benefizkonzert Grossräschen, präsentiert vom LPO. Die Veranstaltung verspricht…