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Offliner Deutschland: So wenige Nutzen das Internet Nie

Nur noch rund drei Prozent der Menschen in Deutschland zwischen 16 und 74 Jahren nutzen das Internet nie. Das entspricht etwa 2,1 Millionen Menschen im Jahr 2025. Der Anteil der sogenannten Offliner in Deutschland sinkt damit kontinuierlich, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von mangelndem Interesse bis hin zu fehlenden Kenntnissen oder Bedenken hinsichtlich der Sicherheit. Offliner Deutschland steht dabei im Mittelpunkt.

Symbolbild: Offliner Deutschland (Bild: Picsum)

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Anteil der Offliner in Deutschland sinkt kontinuierlich.
  • Hauptgrund für die Nicht-Nutzung ist oft das Alter und damit verbundene fehlende Kenntnisse.
  • Die Digitalisierung der Gesellschaft macht den Verzicht auf das Internet zunehmend schwieriger.
  • Es gibt Initiativen und Angebote, um auch ältere Menschen an die digitale Welt heranzuführen.

Der digitale Wandel und seine Schattenseiten

Die Digitalisierung durchdringt immer mehr Lebensbereiche. Online-Shopping, Streaming-Dienste, digitale Behördengänge – all das ist für viele Menschen selbstverständlich geworden. Doch für einen Teil der Bevölkerung bleibt die digitale Welt weiterhin verschlossen. Diese sogenannten Offliner in Deutschland sind Menschen, die das Internet noch nie genutzt haben. Wie Stern berichtet, ist ihr Anteil zwar rückläufig, aber dennoch relevant.

Die Gründe für die Nicht-Nutzung sind vielfältig. Häufig sind es ältere Menschen, die keinen Zugang zum Internet finden oder schlichtweg kein Interesse daran haben. Aber auch mangelnde Kenntnisse, fehlende Geräte oder Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes können eine Rolle spielen.

Wer sind die Offliner in Deutschland?

Wie bereits erwähnt, sind es vor allem ältere Menschen, die das Internet nicht nutzen. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2025 rund zehn Prozent der 65- bis 74-Jährigen noch nie online. In der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen waren es drei Prozent, bei den 16- bis 24-Jährigen zwei Prozent und bei den 25- bis 44-Jährigen ein Prozent.

Diese Zahlen zeigen deutlich, dass das Alter ein entscheidender Faktor für die Internetnutzung ist. Viele ältere Menschen haben keinen Bezug zur digitalen Welt, da sie in einer Zeit aufgewachsen sind, in der das Internet noch keine Rolle spielte. Zudem kann die Bedienung von Computern und Smartphones für ältere Menschen eine Herausforderung darstellen. (Lesen Sie auch: Schulmassaker Kanada: Spielte KI eine Rolle bei…)

💡 Gut zu wissen

Die Europäische Union definiert „Offliner“ als Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren, die noch nie das Internet genutzt haben.

Wie wirkt sich der digitale Ausschluss aus?

Der digitale Ausschluss kann erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben. Viele Dienstleistungen und Informationen sind heute nur noch online verfügbar. Wer keinen Zugang zum Internet hat, ist daher von vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen.

Dies betrifft beispielsweise die Jobsuche, die Kommunikation mit Behörden, den Zugang zu Gesundheitsinformationen oder die Teilnahme am sozialen Leben. Auch der Einkauf von Produkten und Dienstleistungen wird zunehmend online abgewickelt. Wer nicht online ist, hat hier oft das Nachsehen.

Welche Initiativen gibt es, um Offliner zu erreichen?

Es gibt verschiedene Initiativen und Angebote, die darauf abzielen, auch ältere Menschen an die digitale Welt heranzuführen. Volkshochschulen bieten beispielsweise Computerkurse für Senioren an. Auch viele Vereine und Organisationen engagieren sich in diesem Bereich.

Ziel dieser Angebote ist es, älteren Menschen die Grundlagen der Computer- und Internetnutzung zu vermitteln und ihnen die Angst vor der Technik zu nehmen. Oft geht es auch darum, die Vorteile des Internets aufzuzeigen und zu zeigen, wie es den Alltag erleichtern kann. (Lesen Sie auch: Verdi Streik öpnv: Bus und Bahn Ausfälle…)

Das Statistische Bundesamt bietet detaillierte Informationen zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Deutschland.

💡 Tipp

Viele Gemeinden bieten kostenlose oder kostengünstige Schulungen für Senioren an, um den Umgang mit Computern und dem Internet zu erlernen. Informieren Sie sich bei Ihrer Stadtverwaltung oder Volkshochschule.

So funktioniert es in der Praxis: Ein Besuch im Computerclub für Senioren

In vielen Städten und Gemeinden gibt es Computerclubs für Senioren, die eine wichtige Anlaufstelle für Menschen sind, die sich mit der digitalen Welt vertraut machen möchten. Ein Besuch in einem solchen Club zeigt, wie praxisnah und hilfreich diese Angebote sein können. Ehrenamtliche Helfer stehen bereit, um Fragen zu beantworten und bei Problemen zu helfen. Oft werden auch spezielle Kurse angeboten, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Hier lernen die Teilnehmer beispielsweise, wie man E-Mails schreibt, im Internet recherchiert oder Online-Banking betreibt. Die Atmosphäre ist entspannt und es gibt keine dummen Fragen. Im Vordergrund steht der Spaß am Lernen und der Austausch mit Gleichgesinnten.

In den Kursen wird oft mit großen, übersichtlichen Tablets gearbeitet, die speziell für Senioren entwickelt wurden. Diese Geräte sind einfach zu bedienen und bieten eine intuitive Benutzeroberfläche. Auch die Schriftgröße und die Lautstärke können individuell angepasst werden. So können auch Menschen mit Seh- oder Hörproblemen problemlos teilnehmen.

Welche Rolle spielen Smartphones und Tablets?

Smartphones und Tablets sind für viele Menschen der erste Zugang zum Internet. Sie sind handlich, einfach zu bedienen und bieten eine Vielzahl von Apps, die den Alltag erleichtern können. Auch für ältere Menschen können Smartphones und Tablets eine wertvolle Hilfe sein. Es gibt spezielle Apps für Senioren, die beispielsweise die Medikamenteneinnahme erleichtern, an Arzttermine erinnern oder im Notfall Hilfe rufen. (Lesen Sie auch: Riesenhai Kroatien Gesichtet? Experte Entdeckt Markante Flosse)

Symbolbild: Offliner Deutschland (Bild: Picsum)

Allerdings gibt es auch Hürden. Viele ältere Menschen haben Schwierigkeiten, die kleinen Bildschirme zu bedienen oder die komplexen Menüs zu verstehen. Hier sind einfache und intuitive Benutzeroberflächen gefragt. Auch eine gute Beratung und Unterstützung bei der Einrichtung und Nutzung der Geräte ist wichtig.

Vorteile und Nachteile des digitalen Wandels für Offliner

Der digitale Wandel bietet viele Vorteile, aber er birgt auch Nachteile für Menschen, die keinen Zugang zum Internet haben. Hier eine ehrliche Einschätzung:

  • Vorteile:
  • Mehr Informationen: Das Internet bietet einen unbegrenzten Zugang zu Informationen.
  • Bessere Kommunikation: E-Mail, Messenger-Dienste und soziale Medien ermöglichen eine einfache und schnelle Kommunikation mit Freunden und Familie.
  • Mehr Komfort: Online-Shopping, Online-Banking und digitale Behördengänge sparen Zeit und Mühe.
  • Nachteile:
  • Digitaler Ausschluss: Wer keinen Zugang zum Internet hat, ist von vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen.
  • Abhängigkeit: Die zunehmende Digitalisierung macht das Leben ohne Internet immer schwieriger.
  • Datenschutzbedenken: Viele Menschen haben Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit im Internet.

Gibt es Alternativen zum Internet?

Auch wenn das Internet immer wichtiger wird, gibt es noch immer Alternativen für Menschen, die nicht online sein möchten. Informationen können beispielsweise über Bücher, Zeitungen, Zeitschriften oder das Fernsehen bezogen werden. Auch der persönliche Kontakt zu Freunden und Familie ist weiterhin wichtig. Behördengänge können in vielen Fällen auch persönlich erledigt werden. Allerdings ist es unbestreitbar, dass das Leben ohne Internet zunehmend schwieriger wird.

PRODUKT: Senioren-Tablet Emporia Tablet, Emporia, ca. 300 Euro, verfügbar im Fachhandel, Android, einfache Bedienoberfläche, Notruffunktion
SICHERHEIT: Betroffene Systeme: Tablets mit Android-Betriebssystem, Schweregrad: Je nach installierten Apps unterschiedlich, Patch verfügbar?: Regelmäßige Sicherheitsupdates installieren, Handlungsempfehlung: Vorsicht bei der Installation unbekannter Apps
APP: Big Launcher, Android, kostenlos (mit Werbung) / kostenpflichtige Version ohne Werbung, Entwickler: Big Launcher Team, Sicherheitshinweise: Regelmäßige Updates installieren, Berechtigungen prüfen

Vergleich: Leben mit und ohne Internet

Der Unterschied zwischen einem Leben mit und ohne Internet ist heutzutage enorm. Während die einen selbstverständlich online einkaufen, Bankgeschäfte erledigen und mit Freunden in Kontakt bleiben, sind die anderen auf traditionelle Wege angewiesen. Dies kann zu erheblichen Unterschieden im Alltag führen.

Ein Beispiel: Wer eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr kaufen möchte, kann dies in vielen Städten bequem online erledigen. Wer keinen Zugang zum Internet hat, muss hingegen zum Fahrkartenschalter gehen oder einen Automaten nutzen. Dies kann zeitaufwendig und umständlich sein. Ein anderes Beispiel: Wer Informationen zu einem bestimmten Thema sucht, kann diese im Internet schnell und einfach finden. Wer nicht online ist, muss hingegen in die Bibliothek gehen oder Freunde und Bekannte fragen. (Lesen Sie auch: Schneesturm New York: Metropole Versinkt im Schneechaos)

Es ist daher wichtig, dass auch Menschen ohne Internetzugang die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dies kann beispielsweise durch den Ausbau von Beratungsangeboten, die Bereitstellung von öffentlichen Computern oder die Förderung von analogen Kommunikationsformen geschehen.

Die digitale Spaltung darf nicht dazu führen, dass ein Teil der Bevölkerung abgehängt wird. Es ist die Aufgabe der Politik und der Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen – unabhängig davon, ob sie das Internet nutzen oder nicht.

Fazit: Die Herausforderung der digitalen Inklusion

Der sinkende Anteil der Offliner in Deutschland ist ein positives Zeichen. Er zeigt, dass immer mehr Menschen den Zugang zur digitalen Welt finden. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen, auch die verbleibenden Offliner zu erreichen und ihnen die Teilhabe am digitalen Leben zu ermöglichen. Dies erfordert gezielte Maßnahmen, die auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten sind. Es geht darum, Vorurteile abzubauen, Ängste zu nehmen und die Vorteile des Internets aufzuzeigen. Nur so kann die digitale Spaltung überwunden und eine inklusive digitale Gesellschaft geschaffen werden.

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