Man geht ans Telefon, aber niemand scheint dran zu sein. Was gruselig wirken kann, ist meist eine schnöde Betrugstaktik. Hier erfahren Sie mehr zu den Hintergründen.
Das Telefon klingelt. Man nimmt den Anruf an, fragt vielleicht mehrmals: „Hallo?“ – doch am anderen Ende bleibt es stumm. Keine Begrüßung, kein Hintergrundgeräusch. Nur Stille. Nach wenigen Sekunden wird die Verbindung getrennt. Was war das denn? Wenn jemand einen versehentlichen „Hosentaschenanruf“ tätigt, ohne es zu merken, hört man doch zumindest ein Knacken und Rauschen? (Lesen Sie auch: Telefon-Betrüger: „Silent Calls“: Was es heißt, wenn…)
Nein – so ein „Silent Call“ (stiller Anruf) ist in den meisten Fällen kein Versehen und auch kein Zufall. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System, das weit mehr über den Angerufenen herausfinden soll, als diesem bewusst ist. Denn Menschen reagieren unterschiedlich auf einen solchen Anruf: Manche fragen höflich mehrmals nach, ob jemand dran ist, einige legen sofort wieder auf, andere warten eine Weile, in der Hoffnung, dass sich doch noch jemand meldet. Genau diese Reaktionen helfen den Anrufern weiter.
Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Ping Anrufe: -: Wenn Sie Diese Vorwahl…)
Denn „Silent Calls“ dienen oft dazu, aktive Telefonnummern zu identifizieren. Wer den Anruf annimmt, bestätigt bereits ungewollt, dass seine Nummer tatsächlich genutzt wird und hier ein realer Mensch erreichbar ist. Für Unternehmen im Telefonmarketing, aber auch für Betrüger, sind solche Informationen äußerst wertvoll. Letztere sammeln aktive Nummern, um sie später für Werbeanrufe, Phishing-Versuche oder andere Betrugsmaschen zu nutzen.
Hier spielt dann oft auch die Reaktion des Angerufenen eine Rolle: Wer freundlich und geduldig bleibt, kann auf Listen landen, die auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft werden. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, zukünftig noch häufiger ungebeten kontaktiert zu werden. (Lesen Sie auch: Telekommunikation Staat)
Hinter den stummen Verbindungen steckt meist moderne Software: Callcenter nutzen automatisierte Wählsysteme, die innerhalb kürzester Zeit unzählige zufällige Nummern gleichzeitig anrufen. Aus Sicht des Betroffenen wirkt der Anruf mysteriös, tatsächlich ist er aber bloß das Ergebnis einer automatisierten Massenabfertigung.
Experten empfehlen in einem solchen Fall, keine persönlichen Informationen preiszugeben. Ein schlichtes „Hallo?“ reicht als Begrüßung – meldet sich nach dem Annehmen niemand, sollte das Gespräch einfach zügig wortlos beendet werden. Wiederkehrende Rufnummern lassen sich zudem in nahezu allen modernen Telefonen und Handys ganz leicht blockieren. (Lesen Sie auch: Kampf Funklöchern: Den: Handyverbindung)
61 Prozent unterstützen die Ehe für Alle. Geht es aber um das Hissen der Regenbogenfahne…
Der Inflationsschock wegen des Iran-Kriegs könnte bald überwunden sein, und ein Börsen-Crash wäre konjunkturell nicht…
Zum zweiten Hochzeitstag teilt H. P. Baxxter ein seltenes Foto mit Ehefrau Sara - von…
Zum zweiten Hochzeitstag teilt H. P. Baxxter ein seltenes Foto mit Ehefrau Sara - von…
Die Führerscheinprüfung ist schwerer als gedacht. Ob Sie fit für den Führerschein wären, finden Sie…
Die Führerscheinprüfung ist schwerer als gedacht. Ob Sie fit für den Führerschein wären, finden Sie…