Den PC schneller machen, das wünschen sich viele Nutzer, deren Rechner mit der Zeit langsamer geworden ist. Bevor Sie jedoch über den Kauf eines neuen Geräts nachdenken, gibt es zahlreiche Software-Tricks und gezielte Hardware-Upgrades, mit denen Sie die Leistung Ihres bestehenden Systems oft deutlich verbessern können.
Ein langsamer PC kann verschiedene Ursachen haben. Häufig sind es zu viele Programme, die beim Systemstart automatisch geladen werden und somit Ressourcen beanspruchen. Auch eine fast volle Festplatte, veraltete Treiber oder Schadsoftware können die Performance beeinträchtigen. Eine Fragmentierung der Festplatte, bei der Dateien nicht mehr zusammenhängend gespeichert sind, kann ebenfalls zu Verzögerungen führen. Wie Stern berichtet, muss es aber nicht immer gleich ein neuer PC sein.
Bevor Sie über Hardware-Upgrades nachdenken, sollten Sie zunächst die Software-Seite optimieren. Hier gibt es einige einfache, aber effektive Tricks, um Ihren PC schneller zu machen.
Viele Programme nisten sich ungefragt im Autostart ein und werden beim Hochfahren des PCs automatisch gestartet. Dies kostet wertvolle Ressourcen und verlängert die Bootzeit. Um den Autostart zu bereinigen, öffnen Sie den Task-Manager (Strg+Shift+Esc) und wählen den Reiter „Autostart“. Hier sehen Sie eine Liste aller Programme, die automatisch gestartet werden. Deaktivieren Sie alle Programme, die Sie nicht unbedingt beim Systemstart benötigen. Dazu gehören beispielsweise Messenger, Cloud-Dienste oder Update-Tools von Software-Herstellern. Die Programme bleiben weiterhin installiert, werden aber nicht mehr automatisch gestartet.
Seien Sie vorsichtig beim Deaktivieren von Autostart-Programmen. Einige Programme, wie beispielsweise Antiviren-Software, sollten unbedingt aktiv bleiben, um die Sicherheit Ihres Systems zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Wärmende Kleidung: Wie Sie sich mit einer…)
Gerade bei Notebooks wird im Akkubetrieb oft die Leistung gedrosselt, um die Akkulaufzeit zu verlängern. Am Netzbetrieb können Sie jedoch ein leistungsorientiertes Energieprofil aktivieren, um mehr Leistung aus Ihrem PC herauszuholen. Klicken Sie dazu auf das Batteriesymbol in der Taskleiste und wählen Sie das gewünschte Energieprofil aus. Unter Windows 10 finden Sie die Energieoptionen auch unter „System“ -> „Energie & Akku“ -> „Energiesparmodus“.
Eine fast volle Festplatte kann die Performance Ihres PCs erheblich beeinträchtigen. Löschen Sie daher regelmäßig unnötige Dateien, wie beispielsweise temporäre Dateien, alte Downloads oder ungenutzte Programme. Windows bietet hierfür ein eigenes Tool zur Datenträgerbereinigung. Sie finden es, indem Sie im Startmenü nach „Datenträgerbereinigung“ suchen. Wählen Sie das Laufwerk aus, das Sie bereinigen möchten, und aktivieren Sie die Kontrollkästchen für die Dateitypen, die Sie löschen möchten.
Durch das ständige Speichern und Löschen von Dateien kann es passieren, dass diese fragmentiert werden. Das bedeutet, dass die einzelnen Teile einer Datei nicht mehr zusammenhängend auf der Festplatte gespeichert sind. Dies führt dazu, dass der PC länger braucht, um die Datei zu öffnen. Um die Festplatte zu defragmentieren, suchen Sie im Startmenü nach „Defragmentierung und Optimierung von Laufwerken“. Wählen Sie das Laufwerk aus, das Sie defragmentieren möchten, und klicken Sie auf „Optimieren“.
Microsoft bietet ein eigenes Tool zur Defragmentierung an.
Wenn die Software-Optimierung nicht den gewünschten Erfolg bringt, können Sie über Hardware-Upgrades nachdenken. Hier gibt es einige Komponenten, die sich besonders gut eignen, um Ihren PC schneller zu machen.
Der Einbau einer SSD-Festplatte (Solid State Drive) ist eine der effektivsten Maßnahmen, um Ihren PC spürbar schneller zu machen. SSDs sind deutlich schneller als herkömmliche Festplatten (HDDs), da sie keine mechanischen Teile enthalten und Daten somit blitzschnell lesen und schreiben können. Der Unterschied ist vor allem beim Hochfahren des PCs und beim Starten von Programmen deutlich spürbar. Eine SSD mit 256 GB oder 500 GB ist für die meisten Anwender ausreichend. Installieren Sie das Betriebssystem und die wichtigsten Programme auf der SSD, um von den Geschwindigkeitsvorteilen zu profitieren. (Lesen Sie auch: Mobiler 5G Router: Fünf Top-Modelle für Zuhause…)
Achten Sie beim Kauf einer SSD auf die Kompatibilität mit Ihrem Mainboard. Ältere Mainboards unterstützen möglicherweise nicht die neuesten SSD-Standards wie NVMe.
Wenn Ihr PC über zu wenig Arbeitsspeicher (RAM) verfügt, kann dies ebenfalls zu Performance-Problemen führen. Programme und Daten müssen dann auf die Festplatte ausgelagert werden, was deutlich langsamer ist. Eine RAM-Erweiterung kann hier Abhilfe schaffen. Windows 10 und 11 benötigen mindestens 8 GB RAM, für anspruchsvolle Anwendungen wie Bild- oder Videobearbeitung sind 16 GB oder mehr empfehlenswert. Überprüfen Sie vor dem Kauf, welcher RAM-Typ (DDR4, DDR5) von Ihrem Mainboard unterstützt wird und wie viele RAM-Slots noch frei sind.
Wenn Sie Ihren PC hauptsächlich zum Spielen verwenden, kann eine neue Grafikkarte die Performance deutlich verbessern. Achten Sie beim Kauf auf eine aktuelle Grafikkarte mit ausreichend Speicher und Leistung. Eine leistungsstarke Grafikkarte sorgt für flüssigere Bildraten und höhere Details in Spielen. Überprüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihr Netzteil genügend Leistung für die neue Grafikkarte liefert und ob genügend Platz im Gehäuse vorhanden ist.
ComputerBase bietet umfangreiche Informationen zu Grafikkarten und anderen Hardware-Komponenten.
Veraltete Treiber können ebenfalls zu Performance-Problemen führen. Aktualisieren Sie daher regelmäßig die Treiber für Ihre Grafikkarte, Soundkarte, Netzwerkkarte und andere Hardware-Komponenten. Die neuesten Treiber finden Sie in der Regel auf der Webseite des jeweiligen Herstellers. Windows bietet auch eine automatische Treiberaktualisierung an, die Sie über den Geräte-Manager aufrufen können.
Die Kosten, um einen PC schneller zu machen, können stark variieren, je nachdem, welche Maßnahmen Sie ergreifen. Software-Optimierungen sind in der Regel kostenlos, während Hardware-Upgrades mit Kosten verbunden sind. Eine SSD-Festplatte mit 500 GB kostet beispielsweise zwischen 50 und 100 Euro, eine RAM-Erweiterung von 8 GB auf 16 GB etwa 40 bis 80 Euro. Eine neue Grafikkarte kann je nach Leistung zwischen 150 und mehreren hundert Euro kosten. Es lohnt sich, die Kosten für die einzelnen Maßnahmen zu vergleichen und abzuwägen, welche am meisten Sinn machen. (Lesen Sie auch: Whatsapp: Hat jemand meine Nummer gespeichert? So…)
Die Verbraucherzentrale bietet unabhängige Beratung zu Hard- und Software.
Ursprünglich berichtet von: Stern
Bei herkömmlichen Festplatten (HDDs) ist eine Defragmentierung alle ein bis drei Monate sinnvoll. Bei SSDs ist eine Defragmentierung nicht notwendig und kann sogar schädlich sein, da sie eine begrenzte Anzahl an Schreibzyklen haben.
Ja, viele der genannten Tipps, wie das Deaktivieren von Autostart-Programmen oder das Anpassen des Energieprofils, sind auch für Laien einfach umzusetzen. Bei Hardware-Upgrades sollten Sie sich jedoch im Zweifelsfall von einem Fachmann helfen lassen.
Es gibt viele gute Antiviren-Programme auf dem Markt. Beliebte Optionen sind beispielsweise Bitdefender, Norton, Kaspersky und Avast. Viele dieser Programme bieten auch kostenlose Versionen an, die einen grundlegenden Schutz bieten.
Für einfache Anwendungen wie Textverarbeitung und Surfen im Internet reichen 8 GB RAM in der Regel aus. Für anspruchsvolle Anwendungen wie Bild- oder Videobearbeitung oder zum Spielen sind 16 GB oder mehr empfehlenswert.
Eine SSD (Solid State Drive) ist ein Flash-Speicher, der keine beweglichen Teile enthält und daher deutlich schneller ist als eine herkömmliche HDD (Hard Disk Drive), die mit magnetischen Scheiben arbeitet.
Einen PC schneller machen ist also kein Hexenwerk. Mit den richtigen Software-Tricks und gezielten Hardware-Upgrades können Sie die Leistung Ihres bestehenden Systems oft deutlich verbessern und sich den Kauf eines neuen Geräts sparen. Beginnen Sie mit den einfachen Software-Optimierungen und prüfen Sie anschließend, ob ein Hardware-Upgrade sinnvoll ist.
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