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Kleinanzeigen Betrug KI: So Schützen Sie sich vor der Falle

Da KI inzwischen technisch so weit fortgeschritten ist, haben auch Betrüger Anwendungsgebiete für Künstliche Intelligenz ausgemacht. Aktuell trifft das etwa Verkaufsportale.

Symbolbild: Kleinanzeigen Betrug KI (Bild: Picsum)

Auf Flohmarktportalen wie „Kleinanzeigen“ häufen sich Berichte über eine neue Generation von Betrugsversuchen, bei denen Kriminelle künstliche Intelligenz einsetzen, um Käuferinnen und Käufer zu täuschen. Das Muster: Ein attraktives Angebot wirkt verlockend, der Preis stimmt – doch hinter dem Inserat steckt kein echter Verkäufer, sondern ein automatisiertes System aus KI-generierten Bildern und KI-gesteuerten Chatantworten. Gezahlt werden soll vorab – das Geld verschwindet sodann ohne Gegenleistung.

Denn das angebotene Objekt gibt es in diesem Fall gar nicht. Genauer gesagt: Der angebliche Verkäufer hat es nie besessen. Betrüger nutzen KI, um täuschend echt wirkende Produktfotos zu erstellen. Und in manchen Fällen übernehmen gar Chatbots die gesamte Kommunikation – freundlich, fehlerlos und so gut, dass selbst Vorsichtige darauf hereinfallen können.  (Lesen Sie auch: Schnelles Quiz: Teste Dein Wissen und Deine…)

Mit den entsprechenden Kenntnissen und genügend Skrupellosigkeit lassen sich so mit wenig Aufwand massenhaft gefälschte Angebote schalten und Interessenten in Vorkasse locken.

Kleinanzeigen-Betrug mit KI

Skeptische Käufer fordern manchmal sogenannte Beweisfotos an – Fotos etwa, die das Produkt zusammen mit einem individuellen Element zeigen sollen, wie einem handgeschriebenen Zettel mit aktuellem Datum. Das ist eine gute Idee, denn KI-Bildgeneratoren stoßen dabei momentan noch auf Schwierigkeiten, zum Beispiel bei der korrekten Darstellung von Texten, Logos oder Hologrammen auf Ausweisdokumenten. 

Hinweise, wie unnatürlich weiche Hauttexturen, unrealistische Licht- und Schattenverhältnisse oder eine zu gleichmäßige Bildtiefe können dann auf KI-Erstellung hindeuten – für Laien sind solche Feinheiten jedoch kaum erkennbar. Und die Qualität von KI-generierten Bildern verbessert sich rasant. Deshalb wird dieser Schritt wohl schon bald keine Absicherung mehr bieten. Immer mehr Fachleute betonen, dass es selbst ihnen bisweilen schwerfällt. (Lesen Sie auch: Apple neue Emojis: iOS 26.4: bringt neue…)

So erkennen Sie den KI-Betrug

Wer auf Kleinanzeigen-Plattformen sicher einkaufen möchte, sollte deshalb einige Schutzmaßnahmen beachten. Erstens empfiehlt es sich grundsätzlich, Käufe über den plattformeigenen Käuferschutz abzuwickeln und Verkäufern, die diesen ablehnen („zu umständlich“), mit Skepsis zu begegnen. 

Zweitens lohnt bei angeforderten Beweisfotos ein kritischer Blick auf Details wie Textur oder Schriftzüge. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät, auch auf wiederkehrende Muster im Bildhintergrund zu achten: Fliesenfugen, Holzmaserungen oder Bodendielen sollten realistisch aussehen und konsistent verlaufen, auch wenn Objekte sie teilweise verdecken. Eine weitere Faustregel: Zu perfekte Bilder sind verdächtig – echte Handfotos zeigen Falten, ungleichmäßige Fingernägel, Licht und Schatten.

Am Ende helfen Vernunft und gesunde Skepsis

Drittens greift fast immer die altehrwürdige Weisheit: Wenn etwas zu gut erscheint, um wahr zu sein – dann ist es das auch. Ist also ein begehrter Gegenstand ungewöhnlich günstig, dann kann es natürlich sehr verlockend sein, hier alle Alarmsignale zu ignorieren. Das sollte man aber nicht. Stattdessen lieber einmal durchatmen und so realistisch und vernünftig wie möglich darüber nachdenken, ob ein Angebot Sinn macht und ein Verkäufer solide wirkt. Meist ist die Erkenntnis: nein. (Lesen Sie auch: Warnung vor Phishing-Angriffen auf WhatsApp)

Symbolbild: Kleinanzeigen Betrug KI (Bild: Picsum)

Die Plattformbetreiber selbst setzen mittlerweile ebenfalls KI ein, um solche Fälschungen zu erkennen, und betonen, dass vollautonome KI-Scams derzeit noch kein Massenphänomen seien. Wachsamkeit und ein gesundes Misstrauen bleiben auch in Zukunft die wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen solchen Betrug.

Ursprünglich berichtet von: Stern

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