Fotografie der winterlichen Altstadt, verschneite Bäume und Kirche, ruhige Winteratmosphäre.
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Wintereinbruch Deutschland – was Meteorologen für Januar 2026 prognostizieren, könnte Geschichte schreiben. Nach jahrelangen milden Wintern deuten aktuelle Wettermodelle auf den härtesten Wintereinbruch seit 15 Jahren hin. Experten rechnen mit Temperaturen bis zu -20 Grad und Schneemengen von bis zu 60 Zentimetern in den Mittelgebirgen.
Die letzten Wochen des Jahres 2025 zeigten bereits einen deutlichen Vorgeschmack: Über die Weihnachtsfeiertage erreichte arktische Kaltluft weite Teile Deutschlands und ließ die Temperaturen in den Keller stürzen. Doch das war möglicherweise nur der Anfang einer längeren Kältephase, die sich bis weit in den Januar 2026 erstrecken könnte.
Die aktuellen Berechnungen der großen Wettermodelle sorgen für Aufsehen in der meteorologischen Fachwelt. Sowohl das amerikanische GFS-Modell als auch das europäische ECMWF-Modell haben ihre Prognosen in den letzten Tagen deutlich nach unten korrigiert. Statt des erwarteten milden Atlantikwinters zeichnet sich nun ein völlig anderes Szenario ab.
Besonders bemerkenswert ist die Konsistenz der Kältesignale: Sämtliche Wochen bis Ende Januar 2026 werden plötzlich als zu kalt gegenüber dem Mittel von 1991 bis 2020 berechnet. Es handelt sich nicht um einzelne Kaltphasen, sondern um eine durchgehende negative Temperaturabweichung.
„Solche Signale entstehen meist dann, wenn sich großräumige Zirkulationsmuster stabilisieren. Statt wechselhafter Westlagen rücken blockierende Hochdruckgebiete in den Fokus, die kalte Luft über Mitteleuropa festsetzen können.“
— Diplom-Meteorologe Dominik Jung, wetter.net
Der prognostizierte Wintereinbruch Deutschland wird nicht alle Regionen gleich treffen. Die aktuellen 42-Tage-Trends zeigen deutliche Unterschiede zwischen Nord, Süd, Ost und West.
| Region | Erwartete Tiefsttemperatur | Schneemenge | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Norddeutschland | bis -10°C | 5-15 cm | Küstennahe Bereiche etwas milder |
| Ostdeutschland | bis -15°C | 10-25 cm | Längste Schneedecke erwartet |
| Süddeutschland | bis -12°C | 20-40 cm | Alpennähe bis 60 cm möglich |
| Westdeutschland | bis -8°C | 0-10 cm | Geringste Schneemengen |
| Mittelgebirge | bis -20°C | 40-60 cm | Schwarzwald, Erzgebirge, Harz |
Die meteorologische Konstellation für Januar 2026 unterscheidet sich grundlegend von den vergangenen Jahren. Eine scharfe Nord-Süd-Trennung in den Wettermodellen zeigt: Während Skandinavien und der hohe Norden ungewöhnlich mild bleiben, rutscht Mittel- und Südosteuropa in ein Kältefenster.
Dieses Muster spricht für sogenannte Blockadelagen, bei denen Hochdruck über Nordeuropa oder Russland die Westströmung abwürgt. Die Folge: Kalte Kontinentalluft kann weit nach Westen und Süden ausgreifen. Für Deutschland bedeutet das wiederholte Winterphasen und erhöhte Schneerisiken.
Interessanterweise erinnern die großräumigen Wetterlagen erstmals seit Jahrzehnten wieder an den legendären Winter 1978/79, der als einer der härtesten in der deutschen Nachkriegsgeschichte gilt. Damals führten ähnliche Blockadelagen zu wochenlanger Kälte mit Temperaturen unter -10°C und meterhohen Schneeverwehungen.
Sollte sich das prognostizierte Szenario bestätigen, hätte dies spürbare Konsequenzen für viele Lebensbereiche:
Gleichzeitig gibt es auch positive Aspekte: Schnee und Frost würden endlich wieder für stabile Schneedecken in den Mittelgebirgen sorgen. Landwirtschaftlich wäre ein echter Winter sogar positiv, da Schädlinge reduziert und Böden regeneriert werden.
Wer sich für historische Winterlandschaften interessiert, findet übrigens auch in vielen historischen Kirchen und Kathedralen beeindruckende Darstellungen von Winterszenen in der sakralen Kunst.
Ein entscheidender Faktor für die Winterentwicklung ist der Polarwirbel. Dieser Kaltluftkörper über der Arktis kann bei Instabilität seine Kälte nach Süden abgeben. Meteorologen beobachten aktuell Anzeichen für eine solche Schwächung des Polarwirbels.
Plötzliche stratosphärische Erwärmungen können zu kalter Luft aus dem Norden und längeren Kälteperioden führen. Nach Einschätzungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) steigt die Wahrscheinlichkeit für solche Ereignisse im Januar 2026 deutlich an.
Angesichts der Prognosen empfehlen Experten rechtzeitige Vorbereitungen:
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Nach aktuellen Wettermodellen wird der intensive Wintereinbruch Deutschland voraussichtlich in der ersten Januarwoche 2026 einsetzen. Bereits zu Silvester könnte sich die Großwetterlage umstellen, wobei kalte Luft aus Norden oder Osten nach Deutschland strömt. Die kälteste Phase wird für das zweite Januardrittel erwartet.
Die Wettermodelle prognostizieren Tiefsttemperaturen von bis zu -20 Grad in den Mittelgebirgen und im Osten Deutschlands. Im Flachland sind Werte zwischen -10 und -15 Grad möglich. In den Bergen könnten sogar Temperaturen unter -30 Grad erreicht werden. Tagsüber bleiben die Höchstwerte vielerorts im Minusbereich (Dauerfrost).
Die Schneemengen variieren je nach Region erheblich. In den Mittelgebirgen werden 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee berechnet, direkt an den Alpen sogar bis zu 60 Zentimeter. Im Flachland des Ostens und Südens sind 10 bis 25 Zentimeter möglich. Der Westen Deutschlands wird voraussichtlich weniger Schnee abbekommen.
Nach den Langzeitprognosen des europäischen ECMWF-Modells könnte die Kältephase bis Ende Januar 2026 andauern. Es handelt sich nicht um einzelne Kaltphasen, sondern um eine durchgehende negative Temperaturabweichung über mehrere Wochen. Ob sich die Blockadelage bis in den Februar verlängert, ist noch unsicher.
Der Winter 1978/79 war extrem kalt und schneereich mit wochenlangem Dauerfrost und meterhohen Schneeverwehungen. Ein exakter Vergleich ist derzeit nicht möglich, aber die großräumige meteorologische Logik erinnert erstmals seit Jahrzehnten wieder an jene Muster. Die Blockadelagen und die Kältesignale zeigen ähnliche Strukturen.
Bei Dauerfrost und Schneefall ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Glättegefahr besteht besonders in den Morgenstunden. In Mittelgebirgslagen können Straßensperrungen notwendig werden. Der ADAC empfiehlt, Winterreifen zu montieren, Frostschutzmittel zu überprüfen und bei extremen Bedingungen nicht notwendige Fahrten zu vermeiden.
Der Wintereinbruch Deutschland im Januar 2026 hat das Potenzial, als Wendepunkt in die Wettergeschichte einzugehen. Nach Jahren milder Winter deuten die aktuellen Prognosen auf eine fundamentale Änderung der Großwetterlage hin. Ob am Ende ein nachhaltiger Wintereinbruch entsteht oder nur einzelne Überraschungen folgen, bleibt offen – doch die Konsistenz der Kältesignale ist bemerkenswert.
Bürgerinnen und Bürger sollten sich rechtzeitig auf mögliche Kälte- und Schneephasen vorbereiten. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Deutschland tatsächlich den härtesten Wintereinbruch seit 15 Jahren erlebt.
Über den Autor: Dieser Artikel wurde von der Redaktion altstadtkirche.de auf Basis aktueller Wetterprognosen und meteorologischer Quellen zusammengestellt. Wir berichten regelmäßig über aktuelle Themen aus Gesellschaft, Kultur und Wissen. Stand: Dezember 2025.
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