Bild zeigt ein Amazon-Verpackungskarton mit Fragezeichen in der Altstadt mit Kirche, symbolisiert Online-Bestellung und Lieferung im Stadtzentrum.
📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 29. Dezember 2025
Der Brushing-Betrug versetzt Ende Dezember 2025 Amazon-Kunden in Sorge. Immer mehr Menschen erhalten Pakete, die sie nie bestellt haben – oft gefüllt mit billigem Kleinkram wie Handyhüllen oder Küchengadgets. Was harmlos klingt, ist Teil einer raffinierten Betrugsmasche, die jetzt eine gefährliche neue Dimension erreicht hat: Kriminelle kombinieren Brushing mit QR-Code-Phishing.
Verbraucherschützer warnen aktuell vor einer massiven Betrugswelle, die das Weihnachts-Chaos ausnutzt. Die Täter profitieren von umfangreichen Datenlecks aus dem Jahr 2025 – Deutschland liegt weltweit auf Rang vier der am stärksten betroffenen Länder. In den unbestellten Paketen stecken immer häufiger QR-Codes, die auf Phishing-Seiten führen.
Brushing ist eine Betrugsmasche, bei der Online-Händler unbestellte Waren an fremde Adressen schicken. Der Name stammt vom englischen Wort „brush“ (bürsten) – die Händler „polieren“ damit ihre Bewertungen auf. Das Ziel: Gefälschte positive Rezensionen mit dem begehrten „Verifizierter Kauf“-Siegel erstellen.
Die Masche funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Betrügerische Händler, oft aus Fernost, legen mit gefälschten Accounts Scheinbestellungen an. Sie schicken echte Produkte an reale Adressen, die meist aus geleakten Datenbanken oder illegal gekauften Adresslisten stammen. Nach der erfolgreichen Zustellung können sie unter dem gefälschten Käuferprofil eine „verifizierte“ Bewertung abgeben.
| Merkmal | Details zum Brushing-Betrug |
|---|---|
| Ziel der Täter | Gefälschte „Verifizierter Kauf“-Bewertungen |
| Typischer Paketinhalt | Billige Artikel: Handyhüllen, Küchenutensilien, Elektronik-Gadgets |
| Herkunft der Adressen | Datenlecks, gekaufte Adresslisten, Darknet |
| Neue Gefahr 2025 | QR-Codes mit Phishing-Links in Paketen |
| Rechtliche Lage | Keine Zahlungs- oder Rücksendepflicht (§ 241a BGB) |
| Hauptbetroffene Plattform | Amazon, aber auch andere Marktplätze |
Die Brushing-Masche hat sich 2025 weiterentwickelt. Kriminelle kombinieren den klassischen Paketversand mit sogenanntem „Quishing“ – QR-Code-Phishing. In den unbestellten Sendungen stecken Karten mit QR-Codes, die angeblich zur Absenderinformation oder Produktregistrierung führen sollen.
Das FBI Internet Crime Complaint Center (IC3) warnte bereits im Juli 2025 vor dieser Entwicklung. Wer den Code scannt, landet auf einer gefälschten Website. Diese kann Login-Daten für Online-Shops oder Versanddienstleister abgreifen, Schadsoftware auf dem Smartphone installieren oder kostenpflichtige Abos über die Handyrechnung aktivieren.
Warnung der Polizei:
„Ein echter Paketzusteller verlangt keinen QR-Code-Scan für eine Neuzustellung. Scannen Sie niemals QR-Codes aus unbekannten Quellen.“
Wenn ein Amazon-Paket bei Ihnen ankommt, das Sie nicht bestellt haben, gibt es mehrere mögliche Gründe. In den meisten Fällen handelt es sich um Brushing. Die Täter haben Ihre Adresse aus einem Datenleck erhalten – 2025 war Deutschland weltweit auf Rang vier der am stärksten betroffenen Länder.
Sie können auf Seiten wie Have I Been Pwned prüfen, ob Ihre persönlichen Daten in bekannten Datenlecks aufgetaucht sind. Millionen kombinierter Datensätze aus Namen, Adressen und Telefonnummern kursieren im Darknet und dienen als Grundlage für gezielte Brushing-Kampagnen.
Wer ein unbestelltes Paket erhält, sollte besonnen reagieren. Die gute Nachricht: Laut § 241a BGB besteht keine Zahlungs- oder Rücksendepflicht für unbestellte Ware. Sie dürfen den Inhalt sogar behalten. Dennoch sind einige Schritte wichtig:
Scannen Sie niemals QR-Codes aus dem Paket. Prüfen Sie Ihr Amazon-Konto auf unbekannte Bestellungen. Ändern Sie vorsorglich Ihre Passwörter und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dokumentieren Sie das Paket mit Fotos und melden Sie den Vorfall dem Amazon-Kundenservice über das Formular für unerwünschte Pakete.
| Aktion | Was Sie tun sollten |
|---|---|
| QR-Codes | NIEMALS scannen – führen oft zu Phishing-Seiten |
| Bezahlen | NICHT bezahlen – keine Zahlungspflicht (§ 241a BGB) |
| Rücksenden | Nicht erforderlich – Sie dürfen die Ware behalten |
| Konto prüfen | Amazon-Bestellhistorie auf unbekannte Bestellungen checken |
| Passwörter ändern | Vorsorglich bei Amazon und anderen Online-Shops |
| Melden | Amazon-Kundenservice informieren, ggf. Polizei |
Auf den ersten Blick scheint Brushing harmlos – schließlich erhalten Betroffene kostenlose Ware. Der eigentliche Schaden entsteht jedoch an anderer Stelle. Die gefälschten Bewertungen täuschen andere Käufer und führen zu Fehlkäufen minderwertiger Produkte. Ehrliche Händler werden verdrängt, das Vertrauen ins Bewertungssystem leidet.
Die neue QR-Code-Variante ist deutlich gefährlicher. Hier drohen Identitätsdiebstahl, Kontoübernahmen und finanzielle Verluste. Wer den Code scannt und Daten eingibt, kann schnell Opfer von Betrug werden. Die Täter nutzen die gestohlenen Daten für weitere Straftaten oder verkaufen sie im Darknet weiter.
Amazon erklärt, aktiv gegen Brushing vorzugehen. Der Konzern kann Verkaufsberechtigungen aussetzen oder entziehen, Zahlungen zurückhalten und bei Ermittlungen mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. In der Praxis ist die Bekämpfung jedoch schwierig.
Die Täter operieren oft außerhalb westlicher Rechtsräume, nutzen kurzlebige Konten und wechseln ständig ihre Identitäten. Da kein direkter finanzieller Schaden bei den Empfängern entsteht, kommt es selten zu Anzeigen. Amazon empfiehlt Betroffenen, unerwünschte Pakete über das spezielle Online-Formular zu melden.
💡 Tipp: Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Daten in Leaks aufgetaucht sind. Nutzen Sie für jeden Online-Shop ein eigenes, starkes Passwort und aktivieren Sie wo möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Brushing ist eine Betrugsmasche, bei der Händler unbestellte Pakete an fremde Adressen schicken. Das Ziel: Mit gefälschten Käufer-Accounts können sie anschließend „verifizierte“ positive Bewertungen für ihre Produkte abgeben und so ihr Ranking bei Amazon verbessern.
Nein. Laut § 241a BGB besteht keine Zahlungs- oder Rücksendepflicht für unbestellte Ware. Sie dürfen das Paket behalten. Wenn eine Rechnung beiliegt, ignorieren Sie diese und melden Sie den Vorfall dem Amazon-Kundenservice.
Kriminelle kombinieren Brushing jetzt mit QR-Code-Phishing („Quishing“). In den Paketen stecken QR-Codes, die auf gefälschte Websites führen. Dort werden Login-Daten gestohlen oder Schadsoftware installiert. Das FBI warnte bereits im Juli 2025 vor dieser Entwicklung.
Die Adressen stammen meist aus Datenlecks oder illegal gekauften Adresslisten. Deutschland lag 2025 weltweit auf Rang vier der am stärksten von Datenlecks betroffenen Länder. Millionen Datensätze kursieren im Darknet.
Nutzen Sie das offizielle „Unerwünschte Pakete melden“-Formular auf Amazon. Geben Sie die Trackingnummer an und beschreiben Sie den Vorfall. Amazon untersucht Meldungen und kann Verkäufer sperren. Bei Verdacht auf Identitätsdiebstahl sollten Sie zusätzlich Anzeige bei der Polizei erstatten.
Nein, auf keinen Fall! QR-Codes in unbestellten Paketen führen häufig auf Phishing-Seiten. Dort werden persönliche Daten gestohlen oder Schadsoftware heruntergeladen. Ignorieren Sie alle QR-Codes und Links aus unbekannten Sendungen.
Der Brushing-Betrug ist mehr als nur ein lästiges Ärgernis. Die neue Kombination mit QR-Code-Phishing macht die Masche zu einer echten Gefahr für Verbraucher. Wer ein unbestelltes Paket erhält, sollte keinen QR-Code scannen, keine Zahlung leisten und den Vorfall bei Amazon melden. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko minimieren – Ihr Passwort-Management und die Zwei-Faktor-Authentifizierung sind dabei Ihre wichtigsten Verbündeten.
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