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Xavier Dupont: Ex-Ermittler glaubt an Überleben

Der Fall Xavier Dupont de Ligonnès, der seit 2011 Frankreich in Atem hält, erlebt eine neue Wendung. Ein ehemaliger Ermittler ist überzeugt: Der Mann, der seine Frau und vier Kinder mutmaßlich ermordet hat, ist noch am Leben. Gilles Galloux, der sich jahrelang mit dem Fall beschäftigte, veröffentlichte nun ein Buch mit seinen Erkenntnissen.

Symbolbild: Xavier Dupont (Bild: Picsum)

Der Fall Xavier Dupont de Ligonnès: Ein Hintergrund

Die Geschichte von Xavier Dupont de Ligonnès ist eine der mysteriösesten Kriminalfälle Frankreichs. Im April 2011 verschwand der damals 50-jährige Geschäftsmann aus Nantes spurlos, nachdem seine Frau und die vier gemeinsamen Kinder tot aufgefunden worden waren. Die Leichen waren unter der Terrasse des Familienanwesens vergraben. Dupont de Ligonnès geriet schnell unter Verdacht, die Morde begangen zu haben, konnte aber nie gefasst werden. Seitdem ranken sich zahlreiche Spekulationen um seinen Verbleib. Es gab immer wieder angebliche Sichtungen, doch keine führte zur Ergreifung des mutmaßlichen Mörders. Der Fall gilt als einer der aufsehenerregendsten der französischen Kriminalgeschichte. (Lesen Sie auch: Hohe Jagd Salzburg: Europas Jagdszene trifft sich)

Ein ehemaliger Ermittler meldet sich zu Wort

Gilles Galloux, ein ehemaliger Ermittler der französischen Polizei, hat sich intensiv mit dem Fall Xavier Dupont de Ligonnès auseinandergesetzt. Laut einem Bericht von 20 Minuten hat er nun ein Buch mit dem Titel «Xavier Dupont de Ligonnès, un flic au cœur de l’affaire» veröffentlicht. Darin schildert er seine Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Ermittlungen. Galloux war bei der Anti-Cyberkriminalität der Polizei für die digitale Spurensuche zuständig.

Die These des Ex-Ermittlers: Dupont de Ligonnès ist am Leben

Anders als viele seiner Kollegen ist Gilles Galloux davon überzeugt, dass Xavier Dupont de Ligonnès noch am Leben ist. Er glaubt, dass dieser seinen Selbstmord nur inszeniert hat, um der Strafverfolgung zu entgehen. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass er alles inszeniert hat und sich nicht umgebracht hat. Ich glaube, er lebt“, wird Galloux in dem Artikel von 20 Minuten zitiert. Um seine These zu untermauern, hat er die Ermittlungen wieder aufgenommen und ist zu dem Hotel Formule 1 in Roquebrune-sur-Argens (Var) zurückgekehrt, wo Dupont de Ligonnès am 15. April 2011 das letzte Mal von einer Überwachungskamera gefilmt wurde. (Lesen Sie auch: Portugiesische Galeere: Warnung vor giftigen Quallen)

Digitale Spuren und 47 Pseudonyme

Ein weiterer Aspekt, dem sich Gilles Galloux widmete, ist die digitale Präsenz von Xavier Dupont de Ligonnès. Laut Paris Match nutzte er im Internet 47 Pseudonyme und etwa 20 verschiedene Identitäten. Diese Erkenntnisse stammen aus den Ermittlungen von Galloux‘ Team bei der Anti-Cyberkriminalität. Die zahlreichen digitalen Spuren deuten laut Galloux darauf hin, dass Dupont de Ligonnès ein ausgeklügeltes Netzwerk aufgebaut hat, um seine Identität zu verschleiern und unterzutauchen.

Die Bedeutung des Falls für die französische Öffentlichkeit

Der Fall Xavier Dupont de Ligonnès hat in Frankreich eine immense Bedeutung. Er berührt viele Menschen, weil er das Bild einer scheinbar perfekten Familie zerstört und die Frage aufwirft, wie ein Mensch zu solch einer grausamen Tat fähig sein kann. Die Tatsache, dass der mutmaßliche Täter bis heute nicht gefasst wurde, verstärkt die Faszination und das Unbehagen, das dieser Fall auslöst. Die französische Polizei hat trotz intensiver Bemühungen und internationaler Zusammenarbeit keine konkreten Hinweise auf den Verbleib von Dupont de Ligonnès gefunden. Dies hat zu zahlreichen Spekulationen und Verschwörungstheorien geführt, die den Fall zusätzlich komplizieren. (Lesen Sie auch: Horoskop Morgen: Was die Sterne am 21.…)

Die Arbeit der Polizei und die Schwierigkeiten der Ermittlungen

Die Ermittlungen im Fall Xavier Dupont de Ligonnès gestalten sich äußerst schwierig. Zum einen liegt der Tatzeitpunkt bereits über ein Jahrzehnt zurück, was die Spurensuche erschwert. Zum anderen hat der mutmaßliche Täter offenbar sehr professionell agiert und versucht, seine Spuren zu verwischen. Die französische Polizei hat in den vergangenen Jahren immer wieder neue Ansätze verfolgt, um den Fall aufzuklären. Es gab DNA-Analysen, Vergleiche mit internationalen Datenbanken und sogar den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware. Bislang führten jedoch alle diese Maßnahmen nicht zum Erfolg.

Xavier Dupont: Was bedeutet das? / Ausblick

Die These des ehemaligen Ermittlers Gilles Galloux, dass Xavier Dupont de Ligonnès noch am Leben ist, könnte dem Fall eine neue Richtung geben. Sollten sich seine Erkenntnisse bestätigen, könnte dies bedeuten, dass die Fahndung nach dem mutmaßlichen Mörder intensiviert wird.Der Fall Xavier Dupont de Ligonnès wird die französische Öffentlichkeit wohl auch in Zukunft beschäftigen. (Lesen Sie auch: Listerien-Alarm: Großer Käse-Rückruf bei Aldi, Netto)

Symbolbild: Xavier Dupont (Bild: Picsum)

Die französische Gendarmerie hat eine Spezialeinheit für ungelöste Fälle eingerichtet, die sich auch mit dem Fall Dupont de Ligonnès befasst.

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