Susen Tiedtke – Susen Tiedtke: Erfolge, Schicksal & was sie heute macht
Die ehemalige deutsche Weitspringerin Susen Tiedtke zählte in den 90er-Jahren zur Weltspitze und wurde am 31.03.2026 wieder zu einem vieldiskutierten Thema. Bekannt für ihre sportlichen Erfolge und ihr medienwirksames Auftreten, prägte sie eine Ära der deutschen Leichtathletik. Doch ihre Karriere war nicht nur von Siegen, sondern auch von Kontroversen und persönlichen Schicksalsschlägen gezeichnet. Dieser Artikel beleuchtet den Weg einer Athletin, die vom Turn-Talent in der DDR zur international gefeierten Weitspringerin wurde und heute einen völlig neuen Lebensweg eingeschlagen hat.
Susen Tiedtke ist eine ehemalige deutsche Weitspringerin, die in den 1990er Jahren zur Weltspitze gehörte. Sie gewann Medaillen bei Hallenweltmeisterschaften und nahm an zwei Olympischen Spielen teil. Ihre Karriere wurde durch eine Doping-Sperre überschattet, nach der sie jedoch ein erfolgreiches Comeback feierte. Heute arbeitet sie als Heilpraktikerin.
Geboren am 23. Januar 1969 in Ost-Berlin, begann die sportliche Laufbahn von Susen Tiedtke nicht in der Leichtathletik, sondern im Kunstturnen. Mit großem Talent gesegnet, wurde sie bereits 1982 im Alter von nur 13 Jahren DDR-Meisterin am Schwebebalken. Sie gehörte sogar zum Olympiakader für die Spiele 1984 in Los Angeles, konnte aber aufgrund des Boykotts der Ostblockstaaten nicht teilnehmen. Da sie mit einer Körpergröße von über 1,70 Meter für das Turnen zu groß wurde, wechselte sie schließlich zur Leichtathletik. Nach einem kurzen Versuch im Stabhochsprung fand sie im Weitsprung ihre wahre Berufung.
In den frühen 1990er Jahren etablierte sich Susen Tiedtke schnell in der Weltspitze des Weitsprungs. Ihre Freiluft-Bestleistung von 7,00 Metern sprang sie bereits 1991. National stand sie jedoch oft im Schatten der überragenden Heike Drechsler, hinter der sie bei Deutschen Meisterschaften mehrfach den zweiten Platz belegte. Dennoch konnte sie 1993 und 1997, in Abwesenheit Drechslers, den deutschen Meistertitel gewinnen. Ihre größten internationalen Erfolge feierte sie in der Halle: Bei den Hallenweltmeisterschaften 1993 in Toronto gewann sie die Silbermedaille, zwei Jahre später in Barcelona folgte die Bronzemedaille. Bei den Olympischen Spielen erreichte sie 1992 in Barcelona den achten und 2000 in Sydney den fünften Platz.
Ein dunkles Kapitel in der Karriere von Susen Tiedtke ereignete sich im März 1995. Nur einen Tag nach dem Gewinn ihrer Bronzemedaille bei der Hallen-WM in Barcelona wurde sie bei einer Dopingkontrolle positiv auf das Anabolikum Oral-Turinabol getestet. Diese Substanz war eng mit dem staatlich organisierten Dopingsystem der ehemaligen DDR verknüpft. Folglich wurde eine zweijährige Sperre gegen sie verhängt. Tiedtke hat die Einnahme von verbotenen Substanzen stets bestritten und sprach von möglicher Manipulation. Trotz dieses Rückschlags kämpfte sie sich zurück und schaffte ein beeindruckendes Comeback. Nach Ablauf der Sperre knüpfte sie an ihre früheren Leistungen an und qualifizierte sich für die Olympischen Spiele 2000, wo sie mit dem fünften Platz ihre beste Olympia-Platzierung erreichte. Für weitere Informationen zu Doping im Sport bietet die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) umfassende Ressourcen.
Neben ihren sportlichen Leistungen sorgte Susen Tiedtke auch durch ihr Auftreten für Schlagzeilen. Von Journalisten wurde sie wiederholt zur schönsten Athletin bei Wettkämpfen gekürt und erhielt Spitznamen wie „Miss WM“ oder „Miss Leichtathletik“. Dieses Image als „Glamour-Girl“ der deutschen Leichtathletik kultivierte sie bewusst. Im August 2001 posierte sie für eine vielbeachtete Fotostrecke im deutschen „Playboy“. Diese Entscheidung unterstrich ihr Selbstverständnis als Athletin, die auch abseits der Sandgrube die Öffentlichkeit suchte und ihre Popularität zu nutzen wusste.
Im Jahr 2002 erklärte Susen Tiedtke ihren Rücktritt vom aktiven Leistungssport. Ein kurzes Comeback-Versuch 2003 mit dem Ziel Olympia 2004 scheiterte. Bereits während ihrer Zeit in den USA hatte sie Wirtschaft und Finanzen studiert, schlug nach der Karriere aber einen anderen Weg ein. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Physiotherapeutin und später zur Heilpraktikerin. Heute führt sie ihre eigene Naturheilpraxis in Berlin und hat sich unter anderem auf eine von ihrem Vater entwickelte Schmerztherapie spezialisiert. Die offizielle Webseite der Stadt Berlin bietet weitere Informationen zu Gesundheitsdienstleistern in der Region. Privat war Tiedtke von 1993 bis 1998 mit dem US-amerikanischen Weitspringer Joe Greene verheiratet und trug in dieser Zeit den Namen Tiedtke-Greene. 2005 heiratete sie den ehemaligen deutschen Tennisprofi Hendrik Dreekmann, mit dem sie zwei Kinder hat. Die Ehe wurde später geschieden. Ein Thema, das in ihrer Karriere immer wieder eine Rolle spielte, war die Rivalität mit Heike Drechsler, ein Aspekt, der die deutsche Leichtathletikszene über Jahre prägte. Ähnliche sportliche Dynamiken finden sich auch bei anderen Athleten wie Yann Sommer im Fußball.
Abseits der Öffentlichkeit musste Susen Tiedtke schwere persönliche Schicksalsschläge verkraften. Wie erst im März 2026 bekannt wurde, verstarb ihr Sohn Max, der aus der Ehe mit Hendrik Dreekmann stammte, im Alter von nur 17 Jahren. Diese tragische Nachricht löste große Anteilnahme aus und rückte das Leben der ehemaligen Spitzensportlerin erneut in den Fokus des öffentlichen Interesses. Solche Ereignisse zeigen, wie schnell sich das Leben ändern kann, ähnlich wie bei unerwarteten Schließungen von wichtigen Einrichtungen wie der Postbank in Hameln, die ebenfalls viele Menschen betreffen.
| Jahr | Wettbewerb | Ort | Platzierung | Disziplin |
|---|---|---|---|---|
| 1982 | DDR-Meisterschaften Turnen | – | 1. | Schwebebalken |
| 1991 | Weltmeisterschaften | Tokio | 5. | Weitsprung |
| 1992 | Olympische Spiele | Barcelona | 8. | Weitsprung |
| 1993 | Hallenweltmeisterschaften | Toronto | 2. | Weitsprung |
| 1995 | Hallenweltmeisterschaften | Barcelona | 3. | Weitsprung |
| 1997 | Weltmeisterschaften | Athen | 6. | Weitsprung |
| 2000 | Olympische Spiele | Sydney | 5. | Weitsprung |
Susen Tiedtke arbeitet heute als ausgebildete Physiotherapeutin und Heilpraktikerin und führt eine eigene Naturheilpraxis in Berlin.
Ihre persönliche Bestleistung im Weitsprung im Freien beträgt 7,00 Meter, aufgestellt 1991. In der Halle sprang sie 6,90 Meter weit (1995).
Ja, Susen Tiedtke hat zwei Kinder aus ihrer Ehe mit dem ehemaligen Tennisprofi Hendrik Dreekmann. Ihr Sohn Max verstarb tragischerweise im Alter von 17 Jahren.
Susen Tiedtke wurde 1995 für zwei Jahre gesperrt, nachdem bei ihr das anabole Steroid Oral-Turinabol nachgewiesen wurde. Sie hat die Einnahme stets bestritten.
Ja, sie nahm an zwei Olympischen Spielen teil: 1992 in Barcelona (Platz 8) und 2000 in Sydney (Platz 5).
Die Karriere von Susen Tiedtke ist ein beeindruckendes Beispiel für sportlichen Ehrgeiz, mediale Präsenz und die Fähigkeit, nach tiefen Rückschlägen wieder aufzustehen. Von der talentierten Turnerin in der DDR entwickelte sie sich zu einer der besten Weitspringerinnen der Welt. Ihr Weg war geprägt von großen Erfolgen, der ständigen Konkurrenz zu Heike Drechsler, aber auch von der kontroversen Dopingsperre. Nach dem Ende ihrer sportlichen Laufbahn hat sie sich erfolgreich eine neue Existenz als Heilpraktikerin aufgebaut. Die jüngsten, tragischen Nachrichten zeigen jedoch, dass das Leben auch abseits des Rampenlichts schwere Prüfungen bereithält. Susen Tiedtke bleibt eine unvergessene Persönlichkeit des deutschen Sports.
Facebook/Instagram: Susen Tiedtke: Vom Turn-Wunderkind zur Weitsprung-Ikone und Heilpraktikerin. Wir blicken auf eine Karriere voller Höhen, Tiefen und einem tragischen Schicksalsschlag. #SusenTiedtke #Leichtathletik #Weitsprung #Olympia #Sportgeschichte
Twitter/X: Die bewegende Geschichte von Susen Tiedtke: DDR-Meisterin, Olympia-Fünfte, Doping-Skandal und ein Neuanfang als Heilpraktikerin. Was wurde aus der „Miss Leichtathletik“? #SusenTiedtke #Leichtathletik
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