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Siegfried Mazet: Der Biathlon-Erfolgscoach im Fokus 2026

Siegfried Mazet prägt den Biathlon-Sport seit Jahren wie kaum ein zweiter Trainer. Als Schießtrainer formte der Franzose Legenden wie Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bø zu Seriensiegern und gilt als einer der Väter des Erfolgs der norwegischen Dominanz. Stand 24.02.2026 steht fest, dass seine Ära in Norwegen nach den Olympischen Spielen 2026 endet, was die Biathlon-Welt in Aufruhr versetzt.

Siegfried Mazet ist ein französischer Biathlontrainer, der als Architekt der Erfolge von Top-Athleten wie Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bø gilt. Nach acht Jahren als Schießtrainer des französischen Teams wechselte er 2016 zur norwegischen Männermannschaft. Dort revolutionierte er das Schießtraining und führte das Team zu über 150 Weltcupsiegen. Im August 2025 kündigte er an, seinen Posten nach der Olympiasaison 2025/2026 aufzugeben, was Spekulationen über seine Zukunft anfacht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trainer-Legende: Siegfried Mazet, geboren am 10. Dezember 1977, ist ein hoch angesehener französischer Biathlon-Schießtrainer.
  • Erfolge mit Frankreich: Von 2008 bis 2016 war er maßgeblich an den Erfolgen von Martin Fourcade beteiligt, der fünfmal in Folge den Gesamtweltcup gewann.
  • Ära in Norwegen: 2016 wechselte er zum norwegischen Männerteam und formte Athleten wie Johannes Thingnes Bø zu Dominatoren des Sports.
  • Beeindruckende Bilanz: Unter seiner Führung holte das norwegische Team über 150 Weltcupsiege und zahlreiche Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.
  • Angekündigter Abschied: Mazet wird seine Tätigkeit als norwegischer Cheftrainer nach der Olympia-Saison 2025/2026 beenden.
  • Zukunft in Frankreich: Es wird erwartet, dass Mazet nach seinem Abschied aus Norwegen eine führende Trainerrolle im französischen Team im Hinblick auf die Heim-Olympischen Spiele 2030 übernehmen wird.
  • Philosophie: Sein Training fokussiert sich auf eine Mischung aus hoher Schießgeschwindigkeit, Präzision und mentaler Stärke, wobei er den Athleten als ganzen Menschen betrachtet.

Wer ist Siegfried Mazet?

Siegfried Mazet, geboren am 10. Dezember 1977 in Bourg-de-Péage, Frankreich, war selbst aktiver Biathlet, bevor er seine wahre Berufung im Coaching fand. Nach einer wenig erfolgreichen eigenen Karriere im Europacup absolvierte er eine spezialisierte Trainerausbildung. Seine Trainerlaufbahn begann 2007 beim französischen Juniorenteam, bevor er 2008 zum Schießtrainer der Männermannschaft befördert wurde. Dort begann eine Ära, die den Biathlonsport nachhaltig verändern sollte. Er ist bekannt für seinen analytischen Blick und die Fähigkeit, enge, vertrauensvolle Beziehungen zu seinen Athleten aufzubauen.

Siegfried Mazets Erfolgsbilanz in Frankreich und Norwegen

Die Karriere von Siegfried Mazet ist eine Aneinanderreihung von Erfolgen. Während seiner Zeit beim französischen Verband von 2008 bis 2016 formte er Martin Fourcade zu einem der größten Biathleten aller Zeiten. Fourcade gewann unter seiner Anleitung siebenmal in Folge den Gesamtweltcup, zahlreiche Weltmeistertitel und Olympiasiege. Mazet wurde ein wesentlicher Anteil an diesen Triumphen zugeschrieben.

Der Wechsel nach Norwegen 2016 markierte den Beginn einer neuen Dominanz. Das norwegische Team, insbesondere Johannes Thingnes Bø, profitierte enorm von Mazets Expertise. Bø verbesserte unter seiner Anleitung sowohl seine Trefferquote als auch seine Schießgeschwindigkeit signifikant und löste Fourcade als Gesamtweltcupsieger ab. Die norwegische Mannschaft entwickelte sich unter seiner Führung zur unangefochtenen Nummer eins im Männer-Biathlon. Die unglaubliche Bilanz umfasst über 150 Weltcupsiege und 40 Goldmedaillen bei Großereignissen. Über die Jahre hat sich seine Herangehensweise weiterentwickelt, wie er in unserem Porträt über Simon Gosejohann erwähnte, ist Anpassungsfähigkeit der Schlüssel zum Erfolg.

Der überraschende Wechsel nach Norwegen 2016

Im Frühjahr 2016 sorgte Siegfried Mazet für einen Paukenschlag in der Biathlon-Szene, als er seinen Wechsel von Frankreich nach Norwegen bekannt gab. Dieser Schritt wurde von vielen als überraschend empfunden, insbesondere von seinem damaligen Schützling Martin Fourcade, der dies in seiner Autobiografie als „Verrat“ bezeichnete. Als Gründe für den Wechsel nannte Mazet neben einer deutlichen finanziellen Verbesserung auch den Wunsch nach einer neuen Herausforderung. Er wollte im Ausland arbeiten und seine Fähigkeiten in einem neuen Umfeld unter Beweis stellen. Dieser kontroverse Schritt zahlte sich sportlich voll aus und begründete die norwegische Dominanz der folgenden Jahre.

Was macht Siegfried Mazet so erfolgreich? Die Philosophie des Trainers

Der Erfolg von Siegfried Mazet im Biathlon basiert auf einer klaren Philosophie, die weit über technische Schießdetails hinausgeht. Er sieht den Athleten als Ganzes und legt Wert auf eine starke persönliche Beziehung und gegenseitiges Vertrauen. Seine Trainingsmethodik zielt darauf ab, die Athleten zu „denkenden Biathleten“ zu machen, die nicht nur schnell laufen und gut schießen, sondern die Disziplinen als eine Einheit verstehen. Er lehrt sie, strategisch zu denken und am Schießstand je nach Rennsituation flexibel zu agieren – mal schnell, mal kontrolliert.

Ein Kern seiner Arbeit ist es, den Fokus vom reinen Ergebnis wegzulenken und den Druck zu reduzieren. Er erinnert seine Athleten daran, ihre privilegierte Position zu schätzen und den Wettkampf zu genießen. Diese mentale Stärke, gepaart mit technischer Perfektion und taktischer Finesse, macht die von ihm trainierten Sportler so außergewöhnlich. Seine Fähigkeit, sich ständig weiterzuentwickeln und von seinen Athleten zu lernen, ist ein weiterer Eckpfeiler seines Erfolgs. Diese Prinzipien erinnern an die Disziplin, die auch für finanzielle Entscheidungen wichtig ist, wie sie in unserem Ratgeber zur Nutzung von Trade Republic beschrieben wird.

Video-Empfehlung: Einblick in Mazets Arbeit

Um einen tieferen Einblick in die Trainingsmethoden und die Persönlichkeit von Siegfried Mazet zu bekommen, empfehlen wir das Interview auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Internationalen Biathlon Union (IBU). Es zeigt seine Herangehensweise und die enge Zusammenarbeit mit den Athleten.

(Video-Vorschlag: Ein aktuelles Interview oder eine Reportage über Siegfried Mazet vom IBU- oder Eurosport-Kanal)

Abschied aus Norwegen und Zukunftspläne ab 2026

Im August 2025 gab der norwegische Biathlonverband bekannt, dass Siegfried Mazet seine Rolle als Cheftrainer der Männermannschaft nach den Olympischen Spielen 2026 beenden wird. Nach fast einem Jahrzehnt sei es Zeit, den Staffelstab weiterzugeben. Die Entscheidung wurde auch durch die angekündigten Karriereenden der Bø-Brüder beeinflusst, die für ihn Schlüsselfiguren im Team waren.

Die Biathlon-Welt spekuliert seitdem intensiv über seine Zukunft. Aktuelle Berichte vom Februar 2026 deuten stark darauf hin, dass Mazet nach Frankreich zurückkehren wird. Laut der französischen Sportzeitung L’Équipe soll er in Kürze offiziell als neuer Schießtrainer des französischen Teams vorgestellt werden, mit dem klaren Ziel, die Mannschaft auf die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen vorzubereiten. Mazet selbst hat sein Interesse an dieser Aufgabe bekundet und sieht seine Geschichte im Biathlon noch nicht als beendet an.

Karrierestationen und Erfolge im Überblick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Stationen und Erfolge in der Trainerkarriere von Siegfried Mazet zusammen.

Zeitraum Team Position Wichtigste betreute Athleten Herausragende Erfolge
2008–2016 Frankreich (Männer) Schießtrainer Martin Fourcade, Simon Fourcade, Vincent Jay 7x Gesamtweltcup (M. Fourcade), Olympiasiege, WM-Titel
2016–2026 Norwegen (Männer) Schießtrainer / Cheftrainer Johannes Thingnes Bø, Tarjei Bø, Sturla Holm Lægreid 5x Gesamtweltcup (J.T. Bø), über 150 Weltcupsiege, 40 Goldmedaillen (WM/Olympia)
Ab 2026 (erwartet) Frankreich (Männer) Schießtrainer Vorbereitung auf Olympia 2030

Häufig gestellte Fragen zum Biathlon-Trainer Siegfried Mazet

Warum verlässt Siegfried Mazet das norwegische Team?

Siegfried Mazet wird das norwegische Team nach den Olympischen Spielen 2026 nach zehn Jahren verlassen. Er gab an, dass es Zeit für eine neue Herausforderung sei und er den Staffelstab weitergeben möchte. Die angekündigten Karriereenden der Bø-Brüder haben seine Entscheidung zusätzlich beeinflusst.

Was macht Siegfried Mazet nach 2026?

Es wird erwartet, dass Siegfried Mazet nach Frankreich zurückkehrt und dort die Position des Schießtrainers der Männermannschaft übernimmt. Sein Hauptfokus wird die Vorbereitung des Teams auf die Olympischen Winterspiele 2030 sein, die in den französischen Alpen stattfinden.

Welche berühmten Athleten hat Siegfried Mazet trainiert?

Siegfried Mazet hat einige der größten Biathleten der Geschichte trainiert. Dazu gehören der französische Seriensieger Martin Fourcade sowie die norwegischen Dominatoren Johannes Thingnes Bø, Tarjei Bø und Sturla Holm Lægreid.

Was ist die Trainingsphilosophie von Siegfried Mazet?

Mazets Philosophie basiert auf einer ganzheitlichen Betreuung der Athleten, starkem Vertrauen und der Entwicklung taktischer Intelligenz. Er will Biathleten formen, die die Einheit von Laufen und Schießen verstehen und am Schießstand strategische Entscheidungen treffen können. Mentale Stärke und Freude am Sport sind für ihn ebenso wichtig wie technische Perfektion.

Wie war die Beziehung zwischen Mazet und Martin Fourcade nach dem Wechsel?

Martin Fourcade war von Mazets Wechsel nach Norwegen 2016 sehr enttäuscht und bezeichnete es als „Verrat“. Die Beziehung war anfangs angespannt. Fourcade erklärte jedoch bei seinem Karriereende 2020, dass er keinen Groll mehr hege. Für weitere Informationen zu prominenten Persönlichkeiten besuchen Sie unsere Seite über Alice Schwarzer.

Fazit: Eine Trainerlegende vor dem nächsten Kapitel

Siegfried Mazet hat sich als einer der einflussreichsten Trainer im modernen Biathlon etabliert. Seine Fähigkeit, Top-Athleten nicht nur technisch, sondern auch mental zur Weltspitze zu formen, ist unbestritten. Er hinterlässt in Norwegen nach einer Dekade voller Rekorde ein großes Erbe. Der bevorstehende Abschied nach den Olympischen Spielen 2026 und die wahrscheinliche Rückkehr nach Frankreich markieren nicht das Ende, sondern den Beginn eines neuen, spannenden Kapitels. Die Biathlon-Welt wird genau beobachten, ob es Siegfried Mazet gelingt, auch sein Heimatland pünktlich zu den Heimspielen 2030 zu alter Stärke zurückzuführen. Seine Karriere ist ein Beleg dafür, dass hinter jedem großen Athleten oft ein ebenso großer Trainer steht.

Externe Trustlinks:
Offizielle Webseite der International Biathlon Union (IBU)
Siegfried Mazet auf Wikipedia


Autor: Maximilian Weber
Maximilian Weber ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Wintersport. Seit über 10 Jahren berichtet er über Biathlon und begleitet die Karrieren von Athleten und Trainern. Seine Analysen basieren auf tiefgehenden Recherchen und exklusiven Einblicken hinter die Kulissen.

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