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Saleh Mohammadi: Iranischer Ringer nach Protesten

Saleh Mohammadi, ein iranischer Ringer, ist im Iran im Zusammenhang mit den landesweiten Anti-Regierungs-Protesten hingerichtet worden. Zusammen mit ihm wurden zwei weitere Männer, Mehdi Ghasemi und Saeed Davoudi, am Donnerstag in der nördlichen Provinz Qom gehängt, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Die Hinrichtungen haben international Kritik hervorgerufen.

Symbolbild: Saleh Mohammadi (Bild: Picsum)

Hintergrund: Proteste im Iran und die Hinrichtungen

Die landesweiten Proteste im Iran begannen im Dezember 2025 und eskalierten im Januar 2026. Auslöser waren Unzufriedenheit mit der politischen und wirtschaftlichen Situation sowie Forderungen nach mehr Freiheit und Demokratie. Die iranischen Behörden reagierten mit einem harten Vorgehen gegen die Demonstranten. Menschenrechtsgruppen berichten von Tausenden von Toten und Verhafteten. Die iranische Justiz wirft den Protestierenden hingegen vor, für Gewalt verantwortlich zu sein.

Die nun vollstreckten Hinrichtungen von Saleh Mohammadi, Mehdi Ghasemi und Saeed Davoudi sind die ersten, die im Zusammenhang mit den genannten Protesten durchgeführt wurden. Ihnen wurde vorgeworfen, im Januar zwei Polizisten in Qom getötet zu haben. Die Verurteilungen erfolgten aufgrund des Tatbestands „moharebeh“ – Kriegführung gegen Gott –, der im Iran häufig für politische Gegner und Protestierende angewendet wird. Laut Amnesty International werden im Iran immer wieder Todesurteile nach unfairen Prozessen verhängt. (Lesen Sie auch: Wta Live Ranking: Eala kämpft in Miami…)

Die Hinrichtung von Saleh Mohammadi und die Vorwürfe

Die Hinrichtung von Saleh Mohammadi, der als Mitglied der iranischen Nationalmannschaft im Ringen aktiv war, hat besondere Aufmerksamkeit erregt. Quellen von CBS, dem US-Partner der BBC, bestätigten seine Identität. Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch kritisieren, dass die Geständnisse der drei Männer unter Folter erzwungen worden seien und die Prozesse nicht fair waren. Euronews berichtet, dass die Männer ohne fairen Prozess hingerichtet wurden und ihre Geständnisse unter Folter erzwungen worden seien.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die mit den Revolutionsgarden verbunden ist, berichtete, dass Mohammadi, Ghasemi und Davoudi wegen Mordes an zwei Polizisten und „operativer Aktionen“ zugunsten Israels und der Vereinigten Staaten verurteilt wurden. Die Anklage des „moharebeh“ wird im Iran oft gegen Dissidenten und politische Gegner erhoben.

Reaktionen und internationale Kritik

Die Hinrichtungen haben international Kritik und Besorgnis ausgelöst. Menschenrechtsorganisationen und westliche Regierungen verurteilten die Hinrichtungen und forderten den Iran auf, die Todesstrafe auszusetzen und faire Gerichtsverfahren zu gewährleisten. Viele werfen dem Iran vor, die Todesstrafe als Mittel zur Unterdrückung politischer Opposition zu missbrauchen. Die BBC berichtet, dass die Prozesse gegen die Männer nicht fair gewesen seien und Geständnisse unter Folter erzwungen wurden. (Lesen Sie auch: Julia Ebner warnt vor Hass und Desinformation…)

Die Europäische Union hat die Hinrichtungen ebenfalls scharf verurteilt und den Iran aufgefordert, die Menschenrechte zu respektieren. Das Auswärtige Amt hat sich ebenfalls kritisch geäußert.

Saleh Mohammadi: Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Hinrichtung von Saleh Mohammadi und den anderen Männern könnte die Spannungen im Iran weiter verschärfen und die Proteste neu entfachen. Es wird befürchtet, dass die iranische Regierung mit weiteren Hinrichtungen versuchen könnte, die Opposition einzuschüchtern. Gleichzeitig wächst der internationale Druck auf den Iran, die Menschenrechte zu respektieren und die Todesstrafe abzuschaffen.

Die Entwicklungen im Iran werden von der internationalen Gemeinschaft weiterhin genau beobachtet. (Lesen Sie auch: Toni Polster im Rampenlicht: Stadioneröffnung)

Symbolbild: Saleh Mohammadi (Bild: Picsum)

Überblick: Todesurteile im Iran

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Hinrichtungen im Iran in den letzten Jahren:

Jahr Anzahl der Hinrichtungen
2022 Mindestens 576
2021 Mindestens 314
2020 Mindestens 246

Quelle: Amnesty International

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Symbolbild: Saleh Mohammadi (Bild: Picsum)
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