Once Upon a Time in Hollywood – Once Upon a Time in Hollywood: Tarantinos Meisterwerk
Der Film Once Upon a Time in Hollywood ist auch am 15.03.2026 weiterhin ein zentrales Thema in der Filmwelt und begeistert Zuschauer in der DACH-Region. Quentin Tarantinos neunter Film ist eine komplexe Hommage an das Hollywood der späten 1960er Jahre, eine Ära des Umbruchs und der verlorenen Unschuld. Mit einer Starbesetzung, einem meisterhaften Drehbuch und einer alternativen Geschichtsschreibung hat der Film seit seiner Veröffentlichung 2019 Kultstatus erreicht.
Der Film entführt die Zuschauer in das Jahr 1969 und folgt dem abgehalfterten Western-Serienstar Rick Dalton, gespielt von Leonardo DiCaprio, und seinem langjährigen Stuntdouble und Freund Cliff Booth, verkörpert von Brad Pitt. Während Dalton mit seiner schwindenden Karriere und Selbstzweifeln kämpft, navigiert Booth mit stoischer Gelassenheit durch ein sich wandelndes Hollywood. Ihre Geschichte verwebt sich mit der der aufstrebenden Schauspielerin Sharon Tate, gespielt von Margot Robbie, und den düsteren Ereignissen um die Manson Family.
Tarantino zeichnet ein detailverliebtes Porträt einer vergangenen Epoche, das sowohl eine Liebeserklärung an das Kino als auch eine melancholische Reflexion über Vergänglichkeit ist. Die sorgfältige Rekonstruktion des Los Angeles von 1969, inklusive der Mode, der Musik und der Autos, schafft eine immersive Atmosphäre. Insbesondere die Darstellung der Freundschaft zwischen Dalton und Booth bildet das emotionale Herzstück des Films.
Die Handlung von Once Upon a Time in Hollywood konzentriert sich auf wenige Tage im Leben von Rick Dalton und Cliff Booth. Dalton, einst ein gefeierter Star der fiktiven Westernserie „Bounty Law“, sieht sich nun gezwungen, in Gastrollen als Bösewicht aufzutreten, was sein Selbstvertrauen untergräbt. Leonardo DiCaprios Darstellung von Daltons Verletzlichkeit und seinen emotionalen Ausbrüchen zählt zu den Höhepunkten seiner Karriere. Eine besonders denkwürdige Szene, in der Dalton in seinem Trailer einen Nervenzusammenbruch erleidet, war laut Tarantino nicht im Drehbuch vorgesehen und entstand aus DiCaprios Improvisation.
Cliff Booth hingegen ist das coole, unerschütterliche Gegenstück zu Dalton. Als Kriegsveteran und Stuntman lebt er nach seinem eigenen Kodex und strahlt eine mühelose Selbstsicherheit aus. Brad Pitt erhielt für seine Darstellung des Cliff Booth den Oscar als Bester Nebendarsteller. Die Figur ist teilweise realen Stuntmen der damaligen Zeit nachempfunden. Die Dynamik zwischen dem unsicheren Star, der von Leonardo DiCaprio meisterhaft gespielt wird, und seinem loyalen, aber undurchsichtigen Double ist ein zentrales Thema des Films.
Neben dem dynamischen Duo DiCaprio und Pitt glänzt Once Upon a Time in Hollywood mit einer beeindruckenden Ensemble-Besetzung. Margot Robbie verkörpert Sharon Tate mit einer ansteckenden Lebensfreude und Unschuld, was die Tragik ihres realen Schicksals noch verstärkt. Tarantino beschrieb den Film als Liebesbrief an Tate, der ihr ein anderes, hoffnungsvolleres Ende schenken sollte. Weitere namhafte Schauspieler wie Al Pacino, Kurt Russell, Dakota Fanning und der verstorbene Luke Perry in seiner letzten Rolle komplettieren den Cast.
Der Film ist untrennbar mit den brutalen Morden verbunden, die von Mitgliedern der Manson Family in der Nacht vom 8. auf den 9. August 1969 verübt wurden. Die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski, und vier weitere Personen wurden in ihrem Haus am Cielo Drive auf bestialische Weise ermordet. Diese Tat erschütterte Hollywood und markierte symbolisch das Ende der unbeschwerten Hippie-Ära des „Summer of Love“. Tarantino nutzt diese realen Ereignisse als Hintergrundfolie für seine fiktive Erzählung und schafft dadurch eine ständige unterschwellige Spannung.
Charles Manson, der Anführer der sektenähnlichen Kommune, hatte seine meist jungen Anhänger durch Drogen, Manipulation und eine wirre Ideologie, die er „Helter Skelter“ nannte, an sich gebunden. Er hatte die Morde angeordnet, um einen Rassenkrieg zu provozieren. Der Film zeigt Mitglieder der „Family“, wie sie auf der Spahn Movie Ranch leben, einem alten Filmdrehort, den Cliff Booth zufällig besucht. Die Darstellung der Manson-Anhänger ist beunruhigend und unterstreicht die bedrohliche Atmosphäre jener Zeit.
Wie schon in „Inglourious Basterds“ weicht Tarantino auch in Once Upon a Time in Hollywood entscheidend von den historischen Fakten ab und erschafft eine alternative Realität. Im Finale des Films dringen die Mitglieder der Manson-Family nicht in das Haus von Sharon Tate ein, sondern in das von Rick Dalton. Dort treffen sie auf einen wehrhaften Cliff Booth und seinen Pitbull Brandy sowie einen mit einem Flammenwerfer bewaffneten Rick Dalton. Das Resultat ist eine ebenso brutale wie kathartische Abrechnung, in der die Mörder selbst zur Strecke gebracht werden und Sharon Tate überlebt.
Diese uchronische Wendung ist der Kern von Tarantinos Märchen, wie es der Titel andeutet. Es ist der Versuch, die Geschichte umzuschreiben und der Tragödie einen fiktiven, positiven Ausgang zu geben. Der Film wird so zu einer fantasievollen Hommage, die nicht die Gewalt verherrlicht, sondern die Unschuld zu bewahren versucht, die durch die realen Morde verloren ging. Es ist ein Thema, das Filmfans immer wieder fasziniert, ähnlich wie die Frage nach den Stars, die trotz großer Leistungen nie einen Oscar gewonnen haben.
Once Upon a Time in Hollywood wurde bei seiner Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes 2019 gefeiert und erhielt weltweit überwiegend positive Kritiken. Gelobt wurden insbesondere Tarantinos Regie und Drehbuch, die Leistungen der Hauptdarsteller, die Kameraarbeit von Robert Richardson und das detailgetreue Produktionsdesign. Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter drei Golden Globes (Bester Film – Komödie/Musical, Bestes Drehbuch, Bester Nebendarsteller für Brad Pitt) und zwei Oscars (Bester Nebendarsteller für Brad Pitt, Bestes Szenenbild). Insgesamt war der Film für zehn Oscars nominiert, unter anderem als Bester Film und für die Beste Regie. Vertrauenswürdige Informationen zu den Auszeichnungen finden sich auf der offiziellen Seite der Academy Awards.
Ein wesentliches Element, das zur authentischen Atmosphäre von Once Upon a Time in Hollywood beiträgt, ist der von Tarantino persönlich zusammengestellte Soundtrack. Der Film ist durchzogen von Songs aus der damaligen Zeit, die oft direkt aus dem Autoradio zu kommen scheinen und das Lebensgefühl von 1969 transportieren. Künstler wie Deep Purple, Neil Diamond und Paul Revere & The Raiders sind vertreten. Ergänzt wird die Musikauswahl durch originale Radio-Werbespots und Jingles des Senders KHJ, was die Zeitreise perfekt macht. Die Musik ist nicht nur Untermalung, sondern ein integraler Bestandteil der Erzählung. Eine detaillierte Titelliste ist beispielsweise auf Wikipedia verfügbar.
| Merkmal | Detail | Quelle |
|---|---|---|
| Regie & Drehbuch | Quentin Tarantino | |
| Hauptdarsteller | Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie | |
| Erscheinungsjahr | 2019 | |
| Länge | 161 Minuten | |
| Genre | Drama, Komödie | |
| Budget | ca. 90–96 Mio. USD | |
| Einspielergebnis | ca. 374 Mio. USD | |
| Wichtige Auszeichnung | Oscar für Besten Nebendarsteller (Brad Pitt) |
Der Film vermischt Fiktion und Realität. Die Hauptfiguren Rick Dalton und Cliff Booth sind fiktiv, aber ihre Geschichte spielt vor dem realen Hintergrund der Manson-Morde und des Hollywoods von 1969. Viele reale Personen wie Sharon Tate, Roman Polanski und Steve McQueen werden im Film dargestellt.
Sharon Tate war eine aufstrebende US-amerikanische Schauspielerin und Model in den 1960er Jahren. Sie war mit dem Regisseur Roman Polanski verheiratet und galt als Stilikone. Tragischerweise wurde sie im Alter von 26 Jahren, hochschwanger, von Mitgliedern der Manson Family ermordet.
Ja, Brad Pitt gewann für seine Rolle als Stuntman Cliff Booth bei der Oscarverleihung 2020 den Preis als Bester Nebendarsteller. Es war sein erster Oscar für eine schauspielerische Leistung.
Das Ende des Films ist eine fiktive Umkehrung der realen Ereignisse. Anstatt Sharon Tate und ihre Freunde zu ermorden, greifen die Manson-Anhänger das Haus von Rick Dalton an und werden von ihm und Cliff Booth getötet. Sharon Tate überlebt in dieser alternativen Zeitlinie.
Ja, eine Fortsetzung mit dem Titel „The Adventures of Cliff Booth“ ist angekündigt. David Fincher soll Regie führen, basierend auf einem Drehbuch von Tarantino. Brad Pitt wird erneut die Hauptrolle übernehmen. Ein erster Teaser-Trailer erschien im Februar 2026.
Once Upon a Time in Hollywood ist weit mehr als nur ein Film über das Filmemachen. Es ist eine melancholische, oft humorvolle und letztlich hoffnungsvolle Auseinandersetzung mit einer Ära, die von großen Träumen und tiefen Abgründen geprägt war. Quentin Tarantino gelingt es, eine fesselnde Geschichte über Freundschaft, Loyalität und die Launen des Schicksals zu erzählen, während er gleichzeitig dem alten Hollywood und einem seiner tragischsten Opfer ein Denkmal setzt. Die meisterhaften schauspielerischen Leistungen, das brillante Drehbuch und die detailverliebte Inszenierung machen den Film zu einem unvergesslichen Kinoerlebnis und einem modernen Klassiker.
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