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Kurt Krieger: Möbel-Milliardär, Höffner-Gründer & News

Der Unternehmer Kurt Krieger ist, Stand 26.02.2026, eine der prägendsten Figuren im deutschen Möbelhandel und als Gründer der Höffner-Kette bekannt. Der Milliardär, der auch durch Großprojekte in der Immobilienbranche auf sich aufmerksam macht, geriet zuletzt durch eine Parteispende in die Schlagzeilen. Seine Unternehmensgruppe, zu der auch Marken wie Möbel Kraft und Sconto gehören, befindet sich zudem in einem personellen Umbruch.

Kurt Krieger ist ein deutscher Unternehmer und Milliardär, der 1967 die Namensrechte der traditionsreichen Möbelmarke Höffner erwarb und diese zu einer der größten Möbelhandelsketten Deutschlands ausbaute. Sein Vermögen wird vom US-Magazin „Forbes“ auf rund 1,1 Milliarden Euro geschätzt. Neben dem Möbelhandel ist Krieger ein bedeutender Immobilieninvestor, insbesondere in seiner Heimatstadt Berlin.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gründer des Höffner-Imperiums: Kurt Krieger erwarb 1967 die Rechte am Namen Höffner und baute das Unternehmen zu einem der führenden Möbelhändler in Deutschland aus.
  • Milliardenvermögen: Sein Vermögen wurde zuletzt vom US-Magazin „Forbes“ auf 1,1 Milliarden Euro geschätzt (Stand Februar 2026).
  • Krieger Gruppe: Zu seinem Konzern gehören neben Höffner auch die Marken Möbel Kraft und der Discounter Sconto.
  • Aktuelle Schlagzeilen: Im Februar 2026 wurde eine Spende Kriegers in Höhe von 18.000 Euro an die AfD aus dem Jahr 2024 öffentlich, was für mediales Aufsehen sorgte.
  • Nachfolgeregelung: Ende 2025 wurde ein Wechsel in der Geschäftsführung bekannt: Tochter Sonja Krieger zieht sich zurück, Sohn Konrad Krieger übernimmt mehr Verantwortung.
  • Immobilienprojekte: Krieger ist als Investor für große Stadtentwicklungsprojekte bekannt, wie das „Pankower Tor“ in Berlin, dessen Baubeginn sich auf frühestens 2026 verschieben könnte.
  • Biografie: Geboren am 2. April 1948 in Berlin-Schöneberg, studierte er Betriebswirtschaftslehre und baute sein Unternehmen insbesondere nach der Wiedervereinigung stark aus.

Wer ist Kurt Krieger?

Kurt Krieger wurde am 2. April 1948 in Berlin-Schöneberg geboren. Seine Familie war bereits in der Möbelbranche tätig; sein Großvater Wilhelm Krieger hatte 1910 eine Möbeltischlerei gegründet. Nach dem Abitur 1967 absolvierte Krieger zunächst ein Bankpraktikum und begann seine unternehmerische Tätigkeit. Parallel dazu studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin und schloss das Studium 1975 ab.

Der entscheidende Schritt seiner Karriere erfolgte 1967, als er für 25.000 Mark die Namensrechte des 1874 gegründeten, aber nach dem Krieg nicht mehr im Westen aktiven Möbelhauses Höffner erwarb und es in Berlin-Wedding neu gründete. Dies legte den Grundstein für sein späteres Möbelimperium. Krieger ist bekannt dafür, öffentlich eher selten in Erscheinung zu treten, gilt aber als entscheidungsstarker und visionärer Unternehmer. Privat ist er mit der Sopranistin Barbara Krieger verheiratet und hat zwei Töchter sowie einen Sohn.

Das Höffner-Imperium von Kurt Krieger

Das Herzstück von Kurt Kriegers unternehmerischem Erfolg ist die Krieger Gruppe, zu der mehrere bekannte Möbelmarken gehören. Die Expansion trieb er insbesondere nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 voran, als er schnell in die neuen Bundesländer expandierte. Ein frühes und strategisch wichtiges Projekt war dabei die Eröffnung eines Möbelhauses in Günthersdorf bei Leipzig.

Höffner, Kraft und Sconto

Die drei Hauptsäulen des Möbelgeschäfts sind:

  • Möbel Höffner: Als Kernmarke ist Höffner ein Vollsortimenter mit zahlreichen großen Einrichtungshäusern in ganz Deutschland. Das Unternehmen ist bekannt für seine breite Produktpalette, die von Möbeln bis hin zu Haushaltswaren reicht.
  • Möbel Kraft: Das traditionsreiche Familienunternehmen Möbel Kraft drohte Anfang der 2000er Jahre insolvent zu werden. Kurt Krieger stieg 2004 ein und übernahm das Unternehmen schrittweise, bis es 2021 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft wurde. Zuletzt sorgte die Ankündigung, die Filiale in Halle-Peißen zu schließen, für Kundenproteste, woraufhin Krieger die Entscheidung im Februar 2026 revidierte.
  • Sconto: Als Möbel-Discounter bedient Sconto das preissensible Segment des Marktes und ergänzt somit das Portfolio der Krieger Gruppe.

Zudem wurden im Laufe der Jahre weitere Unternehmen wie die Möbel-Walther-Kette (2002) und die Finke-Gruppe (2018) übernommen und in die Holding integriert. Der Gesamtumsatz der Gruppe wurde bereits 2017 auf über zwei Milliarden Euro geschätzt.

Kurt Kriegers Vermögen und Investitionen

Durch den jahrzehntelangen Erfolg im Möbelhandel hat Kurt Krieger ein beachtliches Vermögen angehäuft. Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte sein Nettovermögen im April 2022 auf 1,4 Milliarden US-Dollar. Aktuellere Schätzungen von Anfang 2026 beziffern es auf rund 1,1 Milliarden Euro. Damit zählt er zu den reichsten Deutschen.

Neben dem Möbelhandel ist die Immobilienentwicklung Kriegers zweites großes Standbein. Er besitzt zahlreiche Einkaufszentren, vor allem in Ostdeutschland, wie den Elbe Park in Dresden und das Chemnitz Center. Sein bekanntestes Projekt ist jedoch die geplante Entwicklung des „Pankower Tors“ auf einem ehemaligen Rangierbahnhof-Gelände in Berlin. Solche Investitionen sind Teil seiner langfristigen Strategie, die über den reinen Handel hinausgeht. Beim Glasfaser Ausbau in Deutschland könnten solche neuen Stadtquartiere eine wichtige Rolle spielen.

Aktuelle Kontroverse: Die AfD-Spende

Im Februar 2026 sorgte die Veröffentlichung des Rechenschaftsberichts der Bundestagsverwaltung für erhebliches mediales Aufsehen. Daraus ging hervor, dass ein Unternehmen von Kurt Krieger, die CMC Center Management GmbH, im Jahr 2024 eine Spende in Höhe von insgesamt 18.000 Euro an die Alternative für Deutschland (AfD) getätigt hat. Das Geld floss unter anderem an den AfD-Kreisverband Chemnitz, wo Krieger 2023 das ehemalige Kaufhof-Gebäude erworben hatte.

Krieger selbst bestätigte die Spende und erklärte gegenüber Medien, sein Unternehmen sei „politisch völlig neutral“. Er betonte, dass es in allen Parteien „dufte Typen“ gebe und nicht alles falsch sei, was die AfD oder auch die Linke sage. Gleichzeitig wies er eine nationalsozialistische Gesinnung entschieden von sich und verwies auf sein früheres Engagement bei den Falken. Die Spende löste eine öffentliche Debatte aus, insbesondere weil sie in einem politisch aufgeheizten Klima bekannt wurde.

Familie und Nachfolge im Unternehmen Krieger

Die Weichen für die Zukunft der Krieger Gruppe werden aktuell neu gestellt. Lange Zeit galt Tochter Sonja Krieger als die designierte Nachfolgerin an der Unternehmensspitze. Sie war bereits seit Jahren in der Geschäftsführung tätig. Überraschend wurde jedoch im Dezember 2025 bekannt gegeben, dass sich Sonja Krieger aus der operativen Leitung zurückziehen wird, um laufende Projekte im Jahr 2026 abzuschließen.

Ihren Platz an der Seite von Kurt Krieger übernimmt dessen jüngster Sohn, Konrad Krieger. Konrad Krieger war zuvor als Geschäftsführer der Krieger Liegenschaften GmbH für die Immobiliengeschäfte der Gruppe verantwortlich. Dieser Schritt wird als bedeutende Weichenstellung für die Zukunft des Familienunternehmens gesehen. Die Regelung der Nachfolge ist ein kritisches Thema, das auch in anderen Wirtschaftsbereichen, wie der Debatte um vorzeitig in Rente gehen, eine Rolle spielt.

Die Krieger Gruppe im Überblick
Bereich Beschreibung / Marken Quelle
Gründer & Inhaber Kurt Krieger (*1948)
Kern-Unternehmen Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG
Weitere Möbelmarken Möbel Kraft, Sconto, ehem. Finke, ehem. Möbel Walther
Geschätzter Umsatz Über 2 Mrd. Euro (Stand 2017)
Mitarbeiterzahl ca. 10.000
Zukünftige Führung Sohn Konrad Krieger übernimmt operative Aufgaben

Immobilienprojekte: Das Pankower Tor

Eines der ambitioniertesten Projekte von Kurt Krieger ist die Entwicklung des „Pankower Tors“ in Berlin. Auf einem rund 34 Hektar großen Areal eines ehemaligen Rangierbahnhofs plant er die Errichtung eines komplett neuen Stadtquartiers. Das Gelände erwarb er bereits 2010. Die Pläne sehen den Bau von 2.000 bis 2.500 Wohnungen, zwei Kitas, einer Schule, einem Park sowie Einzelhandelsflächen vor, darunter auch ein bis zwei neue Möbelhäuser.

Das Projekt war jedoch über Jahre von Auseinandersetzungen mit dem Bezirk und Verzögerungen geprägt, unter anderem wegen Naturschutzauflagen und Fragen des Denkmalschutzes. Nachdem im März 2025 die Verträge zwischen Investor und der Stadt unterzeichnet wurden, schien der Weg frei. Jüngste Prognosen von Ende 2025 deuten jedoch darauf hin, dass ein Baubeginn frühestens 2026 oder 2027 realistisch ist. Die Gesamtinvestition für das Projekt wird auf eine Milliarde Euro geschätzt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Kurt Krieger

Wer ist Kurt Krieger?

Kurt Krieger, geboren 1948 in Berlin, ist ein deutscher Unternehmer und Milliardär. Er ist der Gründer und Inhaber der Möbelhauskette Höffner, zu der auch Marken wie Möbel Kraft und Sconto gehören.

Wie hoch ist das Vermögen von Kurt Krieger?

Das US-Magazin „Forbes“ schätzte das Vermögen von Kurt Krieger Anfang 2026 auf rund 1,1 Milliarden Euro. Er zählt damit zu den reichsten Menschen in Deutschland.

Warum ist Kurt Krieger aktuell in den Nachrichten?

Im Februar 2026 wurde bekannt, dass Kurt Krieger bzw. sein Unternehmen im Jahr 2024 eine Spende von 18.000 Euro an die politische Partei AfD getätigt hat, was eine öffentliche Debatte auslöste.

Welche Möbelhäuser gehören zu Kurt Krieger?

Zur Unternehmensgruppe von Kurt Krieger gehören die Möbelhauskette Höffner, das Traditionsunternehmen Möbel Kraft und der Möbel-Discounter Sconto.

Wer wird Nachfolger von Kurt Krieger?

Ende 2025 wurde bekannt, dass Kurt Kriegers jüngster Sohn, Konrad Krieger, zukünftig eine zentrale Rolle in der Geschäftsführung übernehmen wird. Seine Tochter Sonja Krieger, die lange als Nachfolgerin galt, zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück.

Fazit

Kurt Krieger bleibt auch im Jahr 2026 eine Schlüsselfigur der deutschen Wirtschaft. Als Patriarch eines milliardenschweren Möbelimperiums und als einflussreicher Immobilieninvestor prägt er seit Jahrzehnten den Handel und die Stadtentwicklung. Die jüngsten Entwicklungen – von der kontroversen AfD-Spende bis hin zur Neuausrichtung der Unternehmensnachfolge – zeigen, dass sowohl der Unternehmer als auch sein Lebenswerk weiterhin im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen und für Diskussionen sorgen. Die Zukunft der Krieger Gruppe unter der schrittweisen Übergabe an die nächste Generation wird dabei entscheidend sein.

Über Jonas Schmidt

Jonas Schmidt ist ein erfahrener Online-Redakteur und SEO-Experte mit einem tiefen Verständnis für die deutsche Wirtschaftslandschaft. Er analysiert seit über 10 Jahren die Strategien und Entwicklungen prägender Unternehmerpersönlichkeiten. Seine Berichterstattung basiert stets auf sorgfältig geprüften Fakten und vertrauenswürdigen Quellen, um den Lesern von altstadtkirche.de verlässliche und fundierte Informationen zu bieten.

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