Der neueste Tatort aus Frankfurt mit dem Titel „Fackel“, der am 22. März 2026 in der ARD seine Premiere feierte, steht im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Im Fokus des Krimis steht ein Hochhausbrand und die damit einhergehende Frage nach Verantwortlichkeit. Doch schon kurz nach der Ausstrahlung werden Stimmen laut, die den Film kritisch beurteilen.
Der Tatort „Fackel“ greift ein Thema auf, das in der Vergangenheit bereits mehrfach für Schlagzeilen gesorgt hat: die Sicherheit von Hochhäusern und die potenziellen Folgen von Baumängeln oder der Verwendung minderwertiger Materialien. Inspiriert wurde die Handlung lose von der Brandkatastrophe des Grenfell Tower in London im Jahr 2017, bei der 72 Menschen ums Leben kamen. Der Film spielt mit der Angst vor solchen Katastrophen und thematisiert die Frage, wie Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden können. (Lesen Sie auch: Aylin Tezel: Tatort-Star, Regisseurin & Multitalent 2026)
Im Tatort „Fackel“ kehrt Kommissar Hamza Kulina (Edin Hasanović) in das Frankfurter Sozialbauviertel zurück, in dem er aufgewachsen ist. Dort trifft er seine Jugendliebe Almila (Seyneb Saleh) wieder, die vor fünf Jahren ihre Mutter bei einem Großbrand in einem Wohnturm verloren hat. Gemeinsam mit seiner Kollegin Maryam Azadi (Melika Foroutan) deckt Kulina Ungereimtheiten bei der damaligen Aufklärung des Brandes auf. Die Ermittlungen führen die Kommissare zu einem Baustoffkonzern mit Verbindungen in die Politik. Wie tagesschau.de berichtet, geraten die Ermittler dabei selbst in Gefahr.
Bereits im Vorfeld der Ausstrahlung gab es Kritik an dem Tatort. Branchenlobbyisten warfen dem Krimi vor, mit Falschbehauptungen zu arbeiten und die Baustoffbranche in ein schlechtes Licht zu rücken. Konkret geht es um die Verwendung des Dämmstoffs Polystyrol, der im Film thematisiert wird. Kritiker bemängeln, dass der Film einseitig argumentiert und die potenziellen Vorteile des Materials außer Acht lässt. (Lesen Sie auch: Almila Bagriacik: Tatort-Star über Karriere & Trennung)
Auch nach der Ausstrahlung des Films gab es gemischte Reaktionen. Einige Zuschauer lobten die Aktualität des Themas und die spannende Inszenierung. Andere kritisierten die teils überzogene Darstellung und die mangelnde Ausgewogenheit. Auf Spiegel Online wird beispielsweise die Stille nach dem Feuersturm gelobt, die eine fast andächtige Ruhe erzeugt, in der man glaubt, die Toten flüstern zu hören.
Eine ungewöhnliche Entscheidung traf der Schweizer Rundfunk SRF, der den Tatort „Fackel“ kurzfristig aus dem Programm nahm und stattdessen einen Horror-Tatort ausstrahlte. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, begründete der Sender die Entscheidung mit der Aktualität des Themas und dem Wunsch, die Zuschauer nicht unnötig zu beunruhigen. Stattdessen zeigte SRF eine Folge, die bereits zuvor wegen eines anderen Ereignisses ausgefallen war. (Lesen Sie auch: Polizeiruf 110 Halle: Finale für Koitzsch &…)
Die Kritik am Tatort „Fackel“ zeigt, wie sensibel das Thema Hochhausbrände und Baumängel ist. Der Film hat eine wichtige Debatte angestoßen, die jedoch auch kontrovers diskutiert wird.Unabhängig davon hat der Tatort erneut bewiesen, dass er ein wichtiges gesellschaftliches Sprachrohr ist, das auch schwierige Themen nicht scheut.
Der Tatort „Fackel“ wurde am 22. März 2026 um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlt. Die Folge ist noch bis zum 22. März 2027 in der ARD Mediathek verfügbar. (Lesen Sie auch: Papa hat keinen Plan heute TV: Sendetermin,…)
| Sender | Datum | Uhrzeit | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| ARD | 22. März 2026 | 20:15 Uhr | Ausgestrahlt |
| ARD Mediathek | Ab 22. März 2026 | – | Verfügbar bis 22. März 2027 |
Die Reaktionen auf den „Tatort: Fackel“ könnten Auswirkungen auf zukünftige Produktionen haben. Einerseits könnte die Kritik dazu führen, dass ähnliche Themen in Zukunft noch sensibler und ausgewogener behandelt werden. Andererseits könnte sie aber auch dazu führen, dass sich die Verantwortlichen scheuen, kontroverse Themen anzusprechen. Es bleibt zu hoffen, dass der Tatort auch weiterhin seinen Anspruch als gesellschaftskritisches Format gerecht wird und sich nicht von Kritik einschüchtern lässt.
Der Tatort „Fackel“ thematisiert einen Hochhausbrand in Frankfurt und die Frage nach der Verantwortung. Kommissar Hamza Kulina kehrt in sein altes Viertel zurück und ermittelt gemeinsam mit seiner Kollegin Maryam Azadi in dem Fall.
Kritiker bemängeln eine einseitige Darstellung des Themas und werfen dem Film vor, die Baustoffbranche in ein schlechtes Licht zu rücken. Zudem gab es Kritik an der teils überzogenen Darstellung und der mangelnden Ausgewogenheit.
Der Schweizer Rundfunk SRF hat den Tatort „Fackel“ kurzfristig aus dem Programm genommen, um die Zuschauer nicht unnötig zu beunruhigen. Stattdessen wurde eine andere Folge gezeigt.
Der Tatort „Fackel“ wurde am 22. März 2026 in der ARD ausgestrahlt und ist noch bis zum 22. März 2027 in der ARD Mediathek verfügbar.
Der Dämmstoff Polystyrol wird im Film thematisiert und kritisch dargestellt. Branchenlobbyisten werfen dem Tatort vor, mit Falschbehauptungen zu arbeiten und die potenziellen Vorteile des Materials außer Acht zu lassen.
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