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Burgtheater: Klima Biennale Wien: Kunstaktion mit Wal

Die zweite Klima Biennale Wien hat am 9. April 2026 begonnen und verwandelt den Wiener Karlsplatz in einen dystopischen Strand. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Installation „Kaorle am Karlsplatz“ von Margot Pilz, die mit einem aufblasbaren Wal und 70 Tonnen Sand auf die Klimakrise aufmerksam machen will. Das Kunstfestival, das bis zum 10. Mai läuft, will durch aktivistische Kunst das Thema wieder verstärkt in den Fokus rücken.

Symbolbild: Klima Biennale (Bild: Picsum)

Hintergrund der Klima Biennale Wien

Die Klima Biennale Wien wurde ins Leben gerufen, um durch Kunst und Kultur einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Klimawandel zu leisten. Nach der ersten Ausgabe im Jahr 2024, die sich über 100 Tage erstreckte und verschiedene Standorte bespielte, präsentiert sich die Biennale 2026 kompakter und konzentrierter. Ziel ist es, ein breites Publikum anzusprechen und zum Nachdenken über die Auswirkungen des Klimawandels anzuregen. Die Organisatoren betonen, dass Kunst eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung für komplexe Themen spielen kann. (Lesen Sie auch: Anja Kruse bei "Volle Kanne": Auftritt und…)

Aktuelle Entwicklung: „Kaorle am Karlsplatz“

Die Installation „Kaorle am Karlsplatz“ von Margot Pilz ist ein zentrales Element der diesjährigen Klima Biennale. Bereits 1982 schuf Pilz mit „Kaorle am Karlsplatz“ im Rahmen der Wiener Festwochen einen Publikumshit. Nun, über 40 Jahre später, wird die Aktion unter dem Eindruck der Klimakrise neu aufgelegt. Das Wien Museum erinnert daran, dass damals „Poldi“, das Maskottchen des Museums, noch eine Attraktion im Wiener Prater war.

Die Installation besteht aus einem aufgeschütteten Sandstrand, Liegestühlen und einem aufblasbaren Wal, der im Brunnen vor der Karlskirche treibt. Allerdings finden sich im Sand auch ein kaputtes Boot und ein entwurzelter Baumstamm, die auf die zerstörerischen Auswirkungen der Klimakrise hinweisen sollen. Ergänzt wird das Ensemble durch Pia Sirens „Oodi Palmtrees“, die aus Hebebühnen und Plastikplanen gefertigt sind und eine dystopische Atmosphäre erzeugen. Wie der ORF berichtet, soll die Installation zum Verweilen einladen, aber auch zum Nachdenken anregen. (Lesen Sie auch: René Benko: Gläubiger nehmen Privatvermögen ins Visier)

Reaktionen und Stimmen zur Klima Biennale

Die Eröffnung der Klima Biennale und insbesondere die Installation von Margot Pilz haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Während einige Besucher die Kunstaktion als gelungene und eindringliche Auseinandersetzung mit dem Klimawandel loben, äußern andere Kritik an der vermeintlichen Banalität der Darstellung. Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) betonte bei einem Pressetermin im KunstHausWien, dass die Biennale brandaktuelle Themen bearbeite und dass Politik, Kunst und Klima nicht voneinander zu trennen seien. Sie hob hervor, dass Kunst Fragen stellen dürfe, die sie nicht beantworten könne.

Margot Pilz selbst betont, dass ihre Installation mahnend gemeint sei. Im Gespräch mit dem Kurier sagte die Künstlerin, die im September 90 Jahre alt wird: „Die Installation ist eindeutig mahnend gemeint“. Sie erinnert daran, dass die Situation in Bezug auf Artenvielfalt und Meeresverschmutzung heute noch schlechter sei als vor 44 Jahren. Der Kurier berichtet, dass die Walpopulation am Wiener Karlsplatz sich gegenüber 1982 verdoppelt hat. (Lesen Sie auch: Robert Marc Lehmann: Zweifel an Wal-Experte)

Die Bedeutung der Klima Biennale und ein Ausblick

Die Klima Biennale Wien will einen Beitrag zur öffentlichen Debatte über den Klimawandel leisten. Durch die Verbindung von Kunst und Klima sollen neue Perspektiven eröffnet und zum Handeln angeregt werden. Die Organisatoren hoffen, dass die Biennale dazu beiträgt, das Bewusstsein für die Dringlichkeit des Themas zu schärfen und innovative Lösungsansätze zu fördern. Die Biennale versteht sich als Plattform für Künstler, Wissenschaftler und Aktivisten, die sich mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinandersetzen.

Symbolbild: Klima Biennale (Bild: Picsum)

Die diesjährige Ausgabe der Klima Biennale findet bis zum 10. Mai statt und bietet ein vielfältiges Programm mit Ausstellungen, Installationen, Performances und Diskussionen. Neben dem Karlsplatz ist das KunstHausWien ein zentraler Austragungsort des Festivals. Die Besucher sind eingeladen, sich aktiv an der Auseinandersetzung mit dem Thema zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen. (Lesen Sie auch: Baby-Boom auf der Autobahn: Zunahme von Geburten…)

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FAQ zur Klima Biennale Wien

Programm-Highlights der Klima Biennale Wien 2026
Datum Uhrzeit Veranstaltung Ort
9. April 2026 20:00 Eröffnung der Klima Biennale Karlsplatz
12. April 2026 14:00 Diskussion zum Thema Klimawandel KunstHausWien
19. April 2026 18:00 Performance „Die letzte Generation“ Karlsplatz
26. April 2026 10:00 Workshop zum Thema Nachhaltigkeit KunstHausWien
10. Mai 2026 22:00 Abschlussveranstaltung der Klima Biennale Karlsplatz
Symbolbild: Klima Biennale (Bild: Picsum)
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