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Kap Verde TUI: verklagt: Massenklage wegen Erkrankungen

Der Reiseveranstalter TUI steht im Zentrum einer Massenklage, nachdem sich über 1700 britische Urlauber auf den Kapverdischen Inseln mit Magen-Darm-Erkrankungen infiziert haben. Die Kläger werfen TUI vor, ihre Gesundheit durch mangelnde Hygiene und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen gefährdet zu haben. Mehrere Todesfälle werden ebenfalls untersucht.

Symbolbild: Kap Verde Tui (Bild: Picsum)

Hintergrund: Kap Verde als beliebtes Reiseziel

Kap Verde, ein Inselstaat vor der Westküste Afrikas, hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel für Pauschalreisende entwickelt. Die Inseln locken mit ganzjährig warmem Wetter, schönen Stränden und einer vielfältigen Kultur. TUI ist einer der größten Reiseveranstalter, der Reisen nach Kap Verde anbietet. Seit 2022 hat TUI mehr als eine Million Urlauber auf die Inseln gebracht. (Lesen Sie auch: GBU-57 MOP: Amerikas Super-Bunkerbrecher im Detail 2026)

Aktuelle Entwicklung: Massenklage gegen TUI

Nachdem in den letzten Jahren vermehrt Berichte über Erkrankungen von Urlaubern auf Kap Verde aufkamen, haben sich nun über 1700 Betroffene zu einer Massenklage gegen TUI zusammengeschlossen. Die Anwaltskanzlei Irwin Mitchell, die die Kläger vertritt, berichtet, dass sie auch aktuell noch von Menschen kontaktiert wird, die während ihres Kap Verde Urlaubs erkrankt sind. Die Anwälte gehen davon aus, dass in den letzten Jahren mindestens acht Briten nach einem Urlaub auf den Inseln gestorben sind. Irwin Mitchell ist spezialisiert auf Personenschäden im In- und Ausland.

Die Klage stützt sich auf den Vorwurf, dass TUI seine Sorgfaltspflicht verletzt hat, indem das Unternehmen die Gesundheit und Sicherheit seiner Kunden nicht ausreichend geschützt habe. Konkret werfen die Kläger TUI unter anderem vor: (Lesen Sie auch: Vinícius Jr.: Real Madrids Superstar zwischen Genie…)

  • Mangelnde Hygiene in den Hotels und Restaurants
  • Kontaminiertes Essen und Trinkwasser
  • Unzureichende Informationen über Gesundheitsrisiken

Todesfälle geben Rätsel auf

Besonders beunruhigend sind die Berichte über mehrere Todesfälle von Urlaubern, die kurz nach ihrer Rückkehr aus Kap Verde verstorben sind. Laut einem Bericht der Sunday Times starben zwischen August und November letzten Jahres vier britische Touristen, nachdem sie während ihres Aufenthalts in Resorts auf der Inselgruppe Magen-Darm-Symptome entwickelt hatten. Zu den Verstorbenen gehören Elena Walsh, Karen Pooley, Mark Ashley und ein 52-jähriger Vater von zwei Kindern aus Chester, dessen Name nicht öffentlich genannt wurde. Die genauen Todesursachen sind noch unklar, aber es wird vermutet, dass es einen Zusammenhang mit den Erkrankungswellen in den Hotels geben könnte. Die Gesundheitsbehörden prüfen einen möglichen bakteriellen Zusammenhang, während Fragen zu Hotelaufenthalten und Krankheitsausbrüchen unter Besuchern offen bleiben, wie tovima.com berichtet.

Reaktionen und Stimmen

TUI hat sich zu den Vorwürfen geäußert und erklärt, dass das Unternehmen die Angelegenheit sehr ernst nehme. TUI sei „zutiefst betrübt über die Berichte über diese tragischen Verluste“ und die Gesundheit und Sicherheit der Kunden habe höchste Priorität. Das Unternehmen untersucht die Ansprüche und hat betont, dass es „noch keinen Zugang zu dem vollständigen Gesundheitsbericht von Kap Verde hat, der noch unveröffentlicht ist“. (Lesen Sie auch: Witwer 2026: Finanzen, Trauer und neuer Lebensmut)

Jatinder Paul, Anwalt bei Irwin Mitchell, sagte gegenüber BBC Breakfast: „In all meinen Jahren, in denen ich diese Arbeit mache, habe ich noch keinen Fall dieser Größenordnung gesehen, und leider sind so viele Menschen infolge der Krankheiten gestorben. Wir verfolgen alle unsere Fälle gegen TUI. Sie hatten die Verantwortung, unsere Mandanten auf eine Pauschalreise mitzunehmen, die ihnen keine Krankheit verursachen würde“, so BBC News.

Was bedeutet das für Reisende?

Die Massenklage gegen TUI und die ungeklärten Todesfälle werfen ein Schlaglicht auf die potenziellen Gesundheitsrisiken bei Reisen nach Kap Verde. Urlauber sollten sich vor ihrer Reise über mögliche Risiken informieren und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.Sollte das Unternehmen für die Erkrankungen der Urlauber verantwortlich gemacht werden, drohen hohe Schadenersatzforderungen. Der Fall könnte auch Auswirkungen auf andere Reiseveranstalter haben, die Reisen nach Kap Verde anbieten. Für Urlauber bedeutet die aktuelle Situation vor allem Unsicherheit. Es ist ratsam, sich vor der Buchung einer Reise nach Kap Verde gründlich zu informieren und die Entwicklung der Ereignisse aufmerksam zu verfolgen. (Lesen Sie auch: Sebastian Barthold: Karriere, Wechsel & Gehalt beim…)

Symbolbild: Kap Verde Tui (Bild: Picsum)
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