Harold Kreis – Harold Kreis: Deutschlands Eishockey-Maestro im Porträt
Der Name Harold Kreis ist untrennbar mit dem Aufschwung des deutschen Eishockeys verbunden. Als Bundestrainer führte der Deutsch-Kanadier die DEB-Auswahl im Jahr 2023 sensationell zur ersten WM-Silbermedaille seit 70 Jahren und hat sich als ruhiger, aber bestimmter Anführer etabliert. Am 15.02.2026 blickt die Eishockey-Nation gespannt auf die Olympischen Spiele in Mailand, wo Kreis und sein Team den nächsten historischen Erfolg anstreben.
Harold Kreis ist seit März 2023 Bundestrainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Der 1959 in Winnipeg, Kanada, geborene ehemalige Verteidiger prägte als Spieler über fast zwei Jahrzehnte die Mannheimer ERC und wurde zur Vereinslegende. Seine Trainerkarriere führte ihn über Stationen in der Schweiz und Deutschland schließlich an die Spitze des DEB, wo er mit dem Gewinn der WM-Silbermedaille 2023 einen historischen Erfolg feierte.
Geboren am 19. Januar 1959 in Winnipeg, Kanada, als Sohn deutscher Eltern, fand Harold Kreis 1978 seinen Weg nach Deutschland. Der Mannheimer ERC suchte damals gezielt nach Spielern mit deutschen Vorfahren, um die Ausländerbeschränkungen zu umgehen. Dies war der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere. Fast zwei Jahrzehnte lang trug er das Trikot der Mannheimer, davon 13 Jahre als Kapitän. Er galt als unermüdlicher Verteidiger, der für seine Fairness und seine Führungsqualitäten bekannt war. Seine Karriere krönte er mit zwei deutschen Meisterschaften (1980 und 1997). Als Anerkennung seiner Verdienste wird seine Trikotnummer 3 bei den Adlern Mannheim nicht mehr vergeben.
Nach seinem Karriereende 1997 wechselte Kreis nahtlos auf die Trainerbank. Zunächst als Assistenztrainer in Mannheim, sammelte er später als Cheftrainer wertvolle Erfahrungen in der Schweiz, wo er mit dem HC Lugano und den ZSC Lions jeweils Schweizer Meister wurde. In der DEL trainierte er unter anderem die Düsseldorfer EG und die Adler Mannheim, bevor er Bundestrainer wurde. Diese vielfältigen Stationen formten ihn zu dem strategischen Denker, der er heute ist.
Im März 2023 übernahm Harold Kreis die deutsche Nationalmannschaft von Toni Söderholm. Die Erwartungen waren hoch, doch was folgte, übertraf alle Prognosen. Bei der IIHF-Weltmeisterschaft 2023 in Finnland und Lettland führte er ein Team, das von vielen Experten nicht zum engsten Favoritenkreis gezählt wurde, bis ins Finale. Auf dem Weg dorthin besiegte die DEB-Auswahl unter anderem die Schweiz und die hochfavorisierten USA. Auch wenn das Finale gegen Rekordweltmeister Kanada verloren ging, war der Gewinn der Silbermedaille der größte WM-Erfolg für das deutsche Eishockey seit 70 Jahren. Dieser Triumph war nicht nur ein sportlicher Meilenstein, sondern löste auch eine neue Eishockey-Euphorie in Deutschland aus, ähnlich wie es bereits unser Artikel über den Eiskunstlauf-Krimi bei Olympia beschrieb.
Die Spielphilosophie von Harold Kreis basiert auf einer soliden defensiven Struktur, schnellem Umschaltspiel und einer klaren Rollenverteilung. Er legt großen Wert auf Disziplin und taktische Flexibilität. Seine Teams sind dafür bekannt, hart zu arbeiten und sich strikt an den Gameplan zu halten. Kreis selbst sieht sich weniger als autoritären Boss, sondern eher als einen „Projektleiter“, der die Stärken seines Trainerteams und seiner Spieler bündelt. Er fördert eine offene Kommunikationskultur, in der auch Konflikte als Chance zur Weiterentwicklung gesehen werden. Diese Herangehensweise, die auf Vertrauen und Eigenverantwortung setzt, kommt bei den Spielern gut an und ist ein wesentlicher Baustein des Erfolgs.
Für die Olympischen Spiele 2026 in Mailand kann Harold Kreis auf eine Reihe von deutschen Top-Spielern aus der NHL zurückgreifen, allen voran Superstar Leon Draisaitl. Kreis betont jedoch, dass die Namen allein keinen Erfolg garantieren. Es gehe darum, aus diesen herausragenden Einzelkönnern ein funktionierendes Kollektiv zu formen. Die Integration der Nordamerika-Profis in das bestehende Teamgefüge ist eine seiner zentralen Aufgaben, um bei Olympia eine Medaille anzugreifen.
Abseits der Eisfläche ist Harold Kreis ein Familienmensch. Er lebt mit seiner zweiten Ehefrau Silvia in Ladenburg, unweit von Mannheim, seiner langjährigen sportlichen Heimat. Aus seiner ersten Ehe hat er zwei erwachsene Kinder. Kreis gilt als bodenständig und reflektiert. Er spricht oft darüber, wie wichtig ihm Werte wie Ehrlichkeit, Vertrauen und Respekt sind – Prinzipien, die er auch in seine Arbeit als Trainer einfließen lässt. Sein ruhiger und besonnener Charakter bildet einen Gegenpol zur oft hektischen und lauten Welt des Profi-Eishockeys. Die Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und privatem Glück scheint ein Schlüssel zu seiner konstanten Leistungsfähigkeit zu sein, ein Thema, das auch bei anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie in unserem Beitrag über die Beziehung von Susan Sideropoulos, eine Rolle spielt.
Die unmittelbare Zukunft für Harold Kreis und das DEB-Team ist klar definiert. Der volle Fokus liegt auf den Olympischen Winterspielen 2026. Nach einer Niederlage gegen Lettland im zweiten Turnierspiel steht das Team bereits unter Druck, die maximale Leistung abzurufen. Doch Kreis warnt vor überzogenen Erwartungen, da die Konkurrenz mit voller NHL-Stärke antreten wird. Langfristig hat der DEB die Weichen bereits gestellt: Der Vertrag mit Kreis wurde bis nach der Heim-Weltmeisterschaft 2027 verlängert, die in Düsseldorf und Mannheim stattfinden wird. Dies ist ein starkes Zeichen für Kontinuität und das Vertrauen in die Fähigkeiten des Bundestrainers, das deutsche Eishockey nachhaltig in der Weltspitze zu etablieren.
Um einen tieferen Einblick in die Persönlichkeit von Harold Kreis zu bekommen, empfehlen wir das YouTube-Video von Magenta Sport: „Harold Kreis: Der neue Bundestrainer im Check“. Es beleuchtet seinen Werdegang und seine Philosophie.
| Rolle | Verein/Team | Zeitraum | Größte Erfolge |
|---|---|---|---|
| Spieler | Mannheimer ERC / Adler Mannheim | 1978–1997 | Deutscher Meister 1980 & 1997, Spieler des Jahres 1983 |
| Trainer | HC Lugano | 2006 | Schweizer Meister |
| Trainer | ZSC Lions | 2008 | Schweizer Meister |
| Trainer | DEG Metro Stars | 2009 | Deutscher Vizemeister |
| Trainer | Adler Mannheim | 2012 | Deutscher Vizemeister |
| Bundestrainer | Deutsche Nationalmannschaft | 2023–heute | WM-Silbermedaille 2023 |
Harold Kreis ist mehr als nur der Bundestrainer – er ist eine prägende Figur, die das deutsche Eishockey als Spieler und Trainer über Jahrzehnte mitgestaltet hat. Seine ruhige, analytische und werteorientierte Führung hat der Nationalmannschaft zu historischem Erfolg verholfen. Mit der Vertragsverlängerung bis 2027 und den anstehenden Highlights wie den Olympischen Spielen 2026 und der Heim-WM hat der DEB ein klares Zeichen für Stabilität und Vertrauen gesetzt. Die Eishockey-Fans dürfen gespannt sein, welche Kapitel die Legende Harold Kreis der deutschen Sportgeschichte noch hinzufügen wird. Seine Karriere ist ein Beleg dafür, dass kontinuierliche Arbeit, strategisches Denken und menschliche Führung die Grundpfeiler für außergewöhnlichen Erfolg sind. Für weitere Informationen zur DEB-Nationalmannschaft können Sie die offizielle Webseite des Deutschen Eishockey-Bundes besuchen. Zusätzliche Karrierestatistiken finden sich auf Elite Prospects.
Über den Autor
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