Fall Inga – Fall Inga Gehricke: Neue BKA-Fahndung zum 11. Jahrestag
Der Fall Inga Gehricke, eines der rätselhaftesten Vermisstenfälle Deutschlands, erfährt am 01.05.2026, kurz vor dem 11. Jahrestag ihres Verschwindens, neue Aufmerksamkeit. Die damals Fünfjährige verschwand am 2. Mai 2015 spurlos während eines Familienausflugs in Sachsen-Anhalt. Nun, elf Jahre später, bereiten die Ermittler eine neue, bundesweite Fahndungsoffensive vor, um das Schicksal des Mädchens doch noch aufzuklären.
Der Fall Inga Gehricke ist die Geschichte einer bis heute andauernden, quälenden Ungewissheit für die Familie und eines der größten ungelösten Kriminalrätsel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Trotz Tausender Hinweise, riesiger Suchaktionen und einer Belohnung von 50.000 Euro fehlt von Inga jede Spur. Die Ermittlungen wurden zwischenzeitlich eingestellt, doch seit 2023 rollt eine neue Cold-Case-Einheit den Fall wieder auf.
Der 2. Mai 2015 war ein milder Frühlingstag. Die Familie Gehricke aus Schönebeck besuchte mit ihren vier Kindern Freunde auf dem Wilhelmshof, einer diakonischen Einrichtung für Suchtkranke bei Uchtspringe. Das Gelände ist weitläufig und von einem riesigen Waldgebiet umgeben. Am Abend sollte gemeinsam gegrillt werden.
Gegen 18:30 Uhr half die fünfjährige Inga dabei, Getränke von einem Wohnhaus zum etwa 100 Meter entfernten Grillplatz zu tragen. Auf dem Rückweg zum Haus verlor sich ihre Spur. Als ihre Mutter Victoria Gehricke gegen 18:45 Uhr bemerkte, dass ihre Tochter fehlte, begann eine verzweifelte Suche auf dem Gelände. Doch Inga war wie vom Erdboden verschluckt. Es folgte eine der größten Suchaktionen in der Geschichte Sachsen-Anhalts: Hunderte Polizisten, Feuerwehrleute und freiwillige Helfer durchkämmten tagelang den Wald, Teiche wurden ausgepumpt und Hubschrauber mit Wärmebildkameras eingesetzt – ohne Erfolg.
Zunächst bildete die Polizei die Ermittlungsgruppe „Wald“ und ging über 2.000 Spuren und Hinweisen nach. Weltweite Sichtungen wurden überprüft, doch keine führte zu Inga. Die Ermittler prüften auch Zusammenhänge mit anderen Kriminalfällen, beispielsweise mit dem Verschwinden der britischen Madeleine McCann. Mangels einer heißen Spur wurden die offiziellen Ermittlungen im Fall Inga 2019 zunächst eingestellt.
Die Wende kam im April 2023: Auf Druck der Familie und ihrer Anwälte wurde der Fall neu aufgerollt. Die Polizeiinspektion Halle übernahm und setzte eine neue, unbelastete Ermittlungsgruppe auf den Cold Case an. Deren Hauptaufgabe ist es, die rund 40.000 Seiten Akten zu digitalisieren und mit moderner Analysesoftware neue Zusammenhänge zu finden. Aus den ursprünglich 2.000 Spuren wurden so inzwischen rund 4.000 Ermittlungsansätze. Zudem wurden im Frühjahr 2026 erneut Suchaktionen im Waldgebiet bei Wilhelmshof durchgeführt.
Elf Jahre nach dem Verschwinden geben die Ermittler die Hoffnung nicht auf. Für Mai 2026 ist eine neue, großangelegte Öffentlichkeitsfahndung in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BKA) geplant. Die Sprecherin der Polizeiinspektion Halle, Antje Hoppen, bestätigte, dass man sich aktuell in der Abstimmung und Planung befinde.
Die Offensive soll rund um den 11. Jahrestag des Verschwindens und den „Tag der vermissten Kinder“ am 25. Mai stattfinden. Geplant sind unter anderem:
Ziel ist es, den Fall Inga wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und mögliche Mitwisser, die nach all den Jahren vielleicht doch ihr Schweigen brechen, zu erreichen. Jeder noch so kleine Hinweis könnte entscheidend sein, um das Schicksal des Mädchens, das heute 16 Jahre alt wäre, zu klären. Mit der neuen Offensive wird auch das politische Gewicht des Falles deutlich, der Parallelen zur Arbeit am Europäischen Parlament im Bereich grenzüberschreitender Kriminalitätsbekämpfung aufweist.
Im Laufe der Jahre wurde immer wieder Kritik an der Arbeit der ursprünglich zuständigen Polizei und Staatsanwaltschaft in Stendal laut. Die Anwälte der Familie warfen den Behörden vor, gravierende Fehler gemacht und entscheidenden Spuren nicht konsequent genug nachgegangen zu sein. Ein Vorwurf lautet, dass man sich zu sehr auf die Theorie eines „im Wald verlaufenen Kindes“ konzentriert und die Möglichkeit einer Entführung vom Hofgelände anfangs vernachlässigt habe. Die Übernahme des Falles durch die Spezialisten in Halle im Jahr 2023 war eine direkte Konsequenz aus diesem wachsenden Misstrauen.
Im Jahr 2020 geriet der Fall Inga erneut in die Schlagzeilen, als Christian B., der Hauptverdächtige im Fall der 2007 in Portugal verschwundenen Madeleine McCann, auch mit Ingas Verschwinden in Verbindung gebracht wurde. Es gab tatsächlich eine geografische Nähe: B. lebte zeitweise nur rund 80 Kilometer von Stendal entfernt. Die Ermittler gingen diesem Verdacht nach, konnten ihn jedoch entkräften. Die Auswertung von Mobilfunkdaten ergab, dass sich Christian B. am Tag von Ingas Verschwinden nicht in der Nähe des Tatortes aufgehalten hatte. Diese Spur wurde daher von den Ermittlern wieder verworfen.
Die Familie von Inga hat in ihrer unermüdlichen Suche nichts unversucht gelassen. Im Jahr 2024 starteten sie in Kooperation mit einem Getränkehersteller eine besondere Aktion: Ingas Foto, ergänzt durch ein computergeneriertes Bild, das sie im heutigen Alter zeigt, wurde auf Zehntausende Smoothie-Flaschen gedruckt. „Ich fühle, dass mein Kind noch lebt“, sagte Mutter Victoria Gehricke damals. Gleichzeitig erhöhte die Familie die Belohnung für entscheidende Hinweise auf 50.000 Euro. Diese Aktionen, ähnlich wie die Berichterstattung über Sportler wie Yann Sommer, halten das Thema in der Öffentlichkeit präsent und zeigen die unerschütterliche Hoffnung der Angehörigen.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 02.05.2015 | Die 5-jährige Inga verschwindet vom Wilhelmshof bei Stendal. |
| Mai 2015 | Eine der größten Suchaktionen in Sachsen-Anhalt beginnt. Die Ermittlungsgruppe „Wald“ wird gegründet. |
| 2019 | Die Ermittlungen werden mangels neuer Spuren offiziell eingestellt. |
| 2020 | Eine mögliche Verbindung zum Fall Maddie McCann und Christian B. wird geprüft und verworfen. |
| April 2023 | Die Polizeiinspektion Halle übernimmt den Fall und gründet eine neue Cold-Case-Ermittlungsgruppe. |
| 2024 | Familie startet eine Suchaktion mit Fotos auf Smoothie-Flaschen; die Belohnung wird auf 50.000 € erhöht. |
| März 2026 | Die Polizei führt erneute Suchmaßnahmen im Waldgebiet durch. |
| Mai 2026 | Eine neue, bundesweite Fahndungsoffensive mit dem BKA ist geplant. |
Auch elf Jahre nach dem tragischen Verschwinden gibt es im Fall Inga Gehricke keine endgültige Antwort. Die quälende Ungewissheit für die Familie bleibt. Doch die Übernahme durch die Cold-Case-Einheit in Halle und die bevorstehende Fahndungsoffensive mit dem BKA zeigen, dass die Behörden den Fall nicht zu den Akten gelegt haben. Mit modernen Methoden und dem erneuten Appell an die Öffentlichkeit besteht die leise Hoffnung, dass das Rätsel um Inga doch noch gelöst werden kann. Die Geschichte von Inga ist eine Mahnung und ein Symbol für die vielen anderen vermissten Kinder, für die es am Ende vielleicht doch noch Aufklärung geben kann. Weitere Informationen und eine Chronologie stellt auch die private Initiative inga-suche.de zur Verfügung.
Die damals fünfjährige Inga Gehricke verschwand am 2. Mai 2015 während eines Besuchs bei Freunden auf dem Wilhelmshof bei Stendal, Sachsen-Anhalt. Sie wurde zuletzt auf einem ca. 100 Meter langen Weg zwischen einem Wohnhaus und einem Grillplatz gesehen und ist seitdem spurlos verschwunden.
Ja, für Mai 2026 planen die Polizei Halle und das Bundeskriminalamt (BKA) eine neue, bundesweite Öffentlichkeitsfahndung. Diese umfasst Plakataktionen und einen geplanten TV-Beitrag bei „Aktenzeichen XY… ungelöst“, um neue Hinweise zu generieren.
Inga Gehricke wurde am 18. August 2009 geboren. Im Mai 2026 ist sie 16 Jahre alt.
Seit April 2023 ist eine spezielle Cold-Case-Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Halle (Saale) für den Fall zuständig. Sie hat die Ermittlungen von der Polizei Stendal übernommen, um den Fall mit neuen Methoden und einem unbelasteten Blick neu aufzurollen.
Für Hinweise, die zur Aufklärung des Schicksals von Inga Gehricke führen, ist eine Belohnung von 50.000 Euro ausgesetzt.
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Seit 11 Jahren fehlt von Inga Gehricke jede Spur. Zum Jahrestag ihres Verschwindens starten BKA und Polizei eine neue, bundesweite Fahndungsoffensive. Kann das Rätsel um das damals 5-jährige Mädchen doch noch gelöst werden? Alle Hintergründe und die aktuellen Entwicklungen von 2026. #FallInga #Vermisst #ColdCase #IngaGehricke #Fahndung #AktenzeichenXY
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Neue Hoffnung im Fall Inga? Zum 11. Jahrestag ihres Verschwindens startet das BKA eine neue Fahndung. Geplant sind Plakataktionen und ein TV-Aufruf bei #AktenzeichenXY. Was die Ermittler 2026 planen und warum der Cold Case neu aufgerollt wurde. #IngaGehricke #Vermisst
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