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Carsten Breuer: Deutschlands Top-General im Porträt 2026

Lesezeit: ca. 8 Minuten

Carsten Breuer ist als Generalinspekteur der Bundeswehr der ranghöchste Soldat Deutschlands und eine zentrale Figur in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Seit seinem Amtsantritt am 17. März 2023 prägt er maßgeblich die Neuausrichtung der Streitkräfte im Zuge der „Zeitenwende“. Bekannt wurde er einer breiten Öffentlichkeit zuvor als Leiter des Corona-Krisenstabs der Bundesregierung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktuelle Position: Carsten Breuer ist seit dem 17. März 2023 der 17. Generalinspekteur der Bundeswehr.
  • NATO-Nominierung: Im Februar 2026 wurde er von der Bundesregierung für den Vorsitz des NATO-Militärausschusses nominiert, den er ab Sommer 2027 übernehmen könnte.
  • Corona-Krisenstab: Von November 2021 bis Mai 2022 leitete er den Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt und koordinierte die Pandemiebekämpfung.
  • Karriereweg: Breuer trat 1984 in die Bundeswehr ein und absolvierte eine umfassende militärische Laufbahn mit Stationen im In- und Ausland, unter anderem im Kosovo.
  • Aufgaben als Generalinspekteur: Er ist der höchste militärische Repräsentant der Bundeswehr, militärischer Berater der Bundesregierung und verantwortlich für die Gesamtkonzeption der Streitkräfte.
  • Privatleben: Carsten Breuer wurde am 1. Dezember 1964 in Letmathe (NRW) geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, steht seit dem 19.02.2026 im Zentrum der sicherheitspolitischen Debatte in Deutschland. Als ranghöchster Soldat ist er nicht nur für die Einsatzbereitschaft von rund 183.000 Soldatinnen und Soldaten verantwortlich, sondern auch der wichtigste militärische Berater der Bundesregierung in einer Zeit, die von internationalen Krisen geprägt ist.

Wer ist Carsten Breuer?

Carsten Breuer, geboren am 1. Dezember 1964 in Letmathe (heute Iserlohn), ist ein General des Heeres und seit dem 17. März 2023 der 17. Generalinspekteur der Bundeswehr. Er trat die Nachfolge von Eberhard Zorn an und wurde von Verteidigungsminister Boris Pistorius ins Amt berufen, um die als „Zeitenwende“ bezeichnete Modernisierung und Neuausrichtung der deutschen Streitkräfte voranzutreiben. Vor seiner Ernennung zum Generalinspekteur erlangte Breuer nationale Bekanntheit als Leiter des Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt.

Karriere und militärischer Werdegang

Die militärische Laufbahn von Carsten Breuer begann 1984 nach seinem Abitur. Er trat als Offizieranwärter in die Heeresflugabwehrtruppe ein. An der Universität der Bundeswehr in Hamburg studierte er Pädagogik und schloss 1988 als Diplom-Pädagoge ab. Es folgten zahlreiche Verwendungen in unterschiedlichen Bereichen der Bundeswehr.

Wichtige Stationen seiner Karriere waren:

  • Generalstabsausbildung: Von 1997 bis 1999 absolvierte er den Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.
  • Auslandseinsatz: Er diente als Kommandeur der deutschen Anteile der Multinationalen Brigade Süd-West im Rahmen des KFOR-Einsatzes im Kosovo.
  • Ministeriumsverwendungen: Breuer war in verschiedenen leitenden Positionen im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin und Bonn tätig.
  • Territoriales Führungskommando: Vor seiner aktuellen Position war er der erste Befehlshaber des 2022 neu aufgestellten Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr, das für Operationen im Inland zuständig ist.

Diese vielseitigen Erfahrungen, sowohl in der Truppenführung als auch in strategisch-politischen Bereichen, qualifizierten ihn für das höchste militärische Amt in Deutschland. Die Herausforderungen der Landes- und Bündnisverteidigung sind ihm ebenso vertraut wie die zivil-militärische Zusammenarbeit, wie sie etwa im Rahmen der Amtshilfe bei Naturkatastrophen oder der Corona-Pandemie erforderlich war. Ein Thema, das auch im Kontext der zivilen Notfallvorsorge immer wieder diskutiert wird.

Welche Aufgaben hat der Generalinspekteur der Bundeswehr?

Als Generalinspekteur ist Carsten Breuer der ranghöchste Soldat und truppendienstlicher Vorgesetzter aller Streitkräfte. Seine Position ist im Bendlerblock in Berlin angesiedelt. Zu seinen Kernaufgaben gehören:

  • Militärische Beratung: Er ist der primäre militärische Berater des Bundesministers der Verteidigung und der gesamten Bundesregierung.
  • Gesamtkonzeption: Er ist verantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung der Gesamtkonzeption der militärischen Verteidigung.
  • Führung der Streitkräfte: Ihm obliegt die Führung der Streitkräfte sowie die Planung, Vorbereitung und Nachbereitung aller Einsätze der Bundeswehr.
  • Bundeswehrplanung: Er steuert die langfristige Planung und Weiterentwicklung der Armee.

Der Generalinspekteur hat ein Weisungsrecht gegenüber den Inspekteuren der Teilstreitkräfte (Heer, Luftwaffe, Marine) und der Organisationsbereiche (Streitkräftebasis, Sanitätsdienst, Cyber- und Informationsraum). Er ist somit die zentrale militärische Figur, die die strategischen Vorgaben der Politik in militärisches Handeln umsetzt.

Carsten Breuer und die „Zeitenwende“

Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 hat sich die sicherheitspolitische Lage in Europa fundamental verändert. Die Bundesregierung rief die „Zeitenwende“ aus, die eine massive Stärkung der Bundeswehr vorsieht. Carsten Breuer fällt die Aufgabe zu, diesen Prozess militärisch zu gestalten. Dies umfasst die Beschaffung neuer Waffensysteme, die Erhöhung der Einsatzbereitschaft und die Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO. Breuer betont regelmäßig die Notwendigkeit, schnell und entschlossen zu handeln, um Deutschland und seine Verbündeten glaubhaft verteidigen zu können. In einem gemeinsamen offenen Brief mit seinem britischen Amtskollegen warnte er im Februar 2026 vor der zunehmenden russischen Bedrohung und forderte verstärkte Verteidigungsanstrengungen.

Die Rolle im Corona-Krisenstab

Ende November 2021 wurde Carsten Breuer von der damaligen Bundesregierung zum Leiter des neu geschaffenen Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt berufen. Seine Aufgabe war es, die Impfkampagne zu beschleunigen und die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen bei der Pandemiebekämpfung zu koordinieren. Als General war er es gewohnt, in komplexen Krisenlagen schnell Entscheidungen zu treffen und Logistik zu organisieren. Diese Fähigkeit machte ihn zur idealen Besetzung für diese zivile Aufgabe. Seine Arbeit im Krisenstab, der im Mai 2022 wieder aufgelöst wurde, brachte ihm landesweite Anerkennung ein, aber auch Bedrohungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen, weshalb er zeitweise unter Personenschutz stand.

Zukunft bei der NATO?

Anfang Februar 2026 wurde bekannt, dass die Bundesregierung Carsten Breuer für den Posten des Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses nominiert hat. Dies ist die höchste militärische Position im Bündnis. Sollte er gewählt werden, würde er das Amt im Sommer 2027 antreten. Der Vorsitzende des Militärausschusses ist das Bindeglied zwischen den Generalstabschefs der 32 Mitgliedsstaaten und der politischen Führung der NATO. Die Nominierung gilt als Zeichen der gestiegenen deutschen Verantwortung innerhalb der Allianz und wird Berichten zufolge auch von wichtigen Partnern wie den USA unterstützt.

Kritik und Kontroversen

Trotz seiner anerkannten Expertise sieht sich Carsten Breuer auch mit Kritik konfrontiert. Seine bevorstehende Nominierung für den NATO-Posten wurde innerhalb der Bundeswehr teilweise kritisch gesehen, da einige seinen Wechsel als verfrüht empfinden. Zudem sorgte ein Auftritt bei einer Veranstaltung der CSU im Februar 2026 für Diskussionen über die politische Neutralitätspflicht des höchsten Soldaten der Bundeswehr, insbesondere da der Auftritt in die heiße Phase eines Kommunalwahlkampfes fiel. Das Verteidigungsministerium wies die Vorwürfe zurück und betonte die Aufgabe des Generalinspekteurs, den Austausch mit allen demokratischen Kräften zu pflegen.

Was verdient Carsten Breuer als Generalinspekteur?

Als General und Inhaber des höchsten militärischen Amtes in Deutschland wird Carsten Breuer nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) besoldet. Sein Amt ist der Besoldungsgruppe B10 zugeordnet. Das Grundgehalt in dieser Gruppe belief sich im April 2022 auf 14.626,52 € brutto monatlich. Hinzu kommt eine Amtszulage. Damit gehört er zu den Spitzenverdienern im öffentlichen Dienst in Deutschland. Das Gehalt spiegelt die enorme Verantwortung wider, die mit dieser Position verbunden ist.

Carsten Breuer privat: Familie und Herkunft

Carsten Breuer wurde im Sauerland geboren und gilt als bodenständig. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. In Interviews betont er, dass wichtige Karriereentscheidungen immer gemeinsam mit seiner Frau getroffen wurden, da jede Versetzung auch das Leben der Familie beeinflusste. Die Familie hat ihn bei seinen zahlreichen Stationen im In- und Ausland begleitet, um so viel Zeit wie möglich gemeinsam zu verbringen. Dieser familiäre Rückhalt ist ein wichtiger Anker für seine anspruchsvolle Tätigkeit. Ähnlich wie bei anderen Personen des öffentlichen Lebens, wie etwa der Moderatorin Dunja Hayali, ist das Privatleben ein wichtiger Ausgleich zur beruflichen Belastung.

Vergleich der Generalinspekteure seit 2011

Name Amtszeit Prägende Ereignisse
Volker Wieker 2010 – 2018 Aussetzung der Wehrpflicht (2011), Krim-Annexion (2014)
Eberhard Zorn 2018 – 2023 Abzug aus Afghanistan, Beginn der „Zeitenwende“ nach Ukraine-Invasion
Carsten Breuer seit 2023 Umsetzung der „Zeitenwende“, Neuausrichtung auf Landes- und Bündnisverteidigung

Video-Empfehlung: Für einen tieferen Einblick in die Arbeit und Person von Carsten Breuer empfiehlt sich die NDR-Dokumentation „Der General und die Zeitenwende“, die auf YouTube verfügbar ist und seine Rolle in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage beleuchtet.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer ist der aktuelle Generalinspekteur der Bundeswehr?

Der aktuelle Generalinspekteur der Bundeswehr ist seit dem 17. März 2023 General Carsten Breuer.

Was hat Carsten Breuer vor seiner Zeit als Generalinspekteur gemacht?

Unmittelbar davor war er der erste Befehlshaber des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er als Leiter des Corona-Krisenstabs der Bundesregierung von 2021 bis 2022 bekannt.

Welchen Dienstgrad hat Carsten Breuer?

Carsten Breuer hat den Dienstgrad eines Generals. Dies ist der höchste Dienstgrad in der Bundeswehr, der einem Vier-Sterne-General entspricht.

Wie hoch ist das Gehalt eines Generalinspekteurs?

Das Grundgehalt richtet sich nach der Besoldungsgruppe B10 und betrug zuletzt rund 14.626 Euro brutto monatlich, zuzüglich einer Amtszulage.

Ist Carsten Breuer verheiratet?

Ja, Carsten Breuer ist verheiratet und hat drei Kinder.

Fazit

Carsten Breuer hat sich in seiner Rolle als Generalinspekteur der Bundeswehr als entscheidender Akteur in einer kritischen Phase für die deutsche und europäische Sicherheit etabliert. Seine Karriere, geprägt von Führungsstärke in militärischen und zivilen Krisen, macht ihn zu einer zentralen Figur bei der Umsetzung der „Zeitenwende“. Die Nominierung für den Spitzenposten im NATO-Militärausschuss unterstreicht sein hohes Ansehen und die wachsende Bedeutung Deutschlands im Bündnis. Breuer steht für eine neue Generation von Militärführern, die nicht nur strategisch denken, sondern auch politisch und gesellschaftlich kommunizieren und handeln müssen.

Informationen zum Autor:
Verfasst von der Altstadtkirche.de-Redaktion. Unsere Experten für Politik und Sicherheit analysieren und kommentieren die wichtigsten Entwicklungen in Deutschland und der Welt. Wir stehen für fundierte Recherche und unabhängige Berichterstattung.

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