Bad Times at the El Royale – Bad Times at the El Royale: Analyse & Erklärung des Thrillers
Der Neo-Noir-Thriller Bad Times at the El Royale fesselt auch Jahre nach seiner Veröffentlichung das Publikum. Mit seiner dichten Atmosphäre, einem brillanten Ensemble und einer vielschichtigen Handlung, die zum Nachdenken anregt, ist der Film von Regisseur Drew Goddard ein Paradebeispiel für intelligentes Genrekino. Am 14.02.2026 werfen wir einen genauen Blick auf die Geheimnisse, die sich in dem heruntergekommenen Hotel an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada verbergen, und analysieren, warum der Film heute relevanter denn je ist.
„Bad Times at the El Royale“ ist ein amerikanischer Mystery-Thriller aus dem Jahr 2018, geschrieben und inszeniert von Drew Goddard. Der Film folgt sieben Fremden, jeder mit einem dunklen Geheimnis, die sich 1969 im El Royale treffen, einem Hotel mit zwielichtiger Vergangenheit. Im Verlauf einer schicksalhaften Nacht erhält jeder eine letzte Chance auf Erlösung, bevor alles aus dem Ruder läuft.
Die Handlung von Bad Times at the El Royale spielt im Jahr 1969. Das einst glamouröse Hotel El Royale, das sich exakt auf der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada befindet, hat seine besten Tage hinter sich. An einem schicksalhaften Tag checken sieben Fremde ein: ein Priester mit Gedächtnisproblemen, eine Soulsängerin, ein Staubsaugervertreter, eine undurchsichtige Hippie-Frau und ihre jüngere Schwester, der nervöse Hotelangestellte und später ein charismatischer, aber gefährlicher Sektenführer.
Schnell wird klar, dass keiner der Anwesenden der ist, für den er sich ausgibt. Der Staubsaugervertreter Laramie Seymour Sullivan (Jon Hamm) entpuppt sich als FBI-Agent Dwight Broadbeck, der Wanzen im Hotel aufspüren und entfernen soll. Der Priester, Pater Daniel Flynn (Jeff Bridges), ist in Wahrheit der Bankräuber Dock O’Kelly, der vor zehn Jahren die Beute eines Überfalls unter den Dielenbrettern eines der Zimmer versteckt hat. Die Hippie-Frau Emily Summerspring (Dakota Johnson) hat ihre jüngere Schwester Rose (Cailee Spaeny) aus den Fängen des Kultführers Billy Lee (Chris Hemsworth) entführt.
Ein zentrales Element des Films ist die Entdeckung eines geheimen Beobachtungsgangs hinter den Zimmern. Dieser ermöglicht es dem Hotelpersonal, die Gäste durch Einwegspiegel zu beobachten und aufzuzeichnen. Der einzige Angestellte, Miles Miller (Lewis Pullman), ein Vietnam-Veteran mit einer Heroinsucht, wurde von seinen Vorgesetzten gezwungen, diese Überwachungsfilme nach Washington zu schicken. Ein besonders brisanter Film, den Miles zurückgehalten hat, zeigt eine bekannte, inzwischen verstorbene Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und wird zu einem wichtigen Handlungselement. Die Identität dieser Person wird nie explizit genannt, aber es gibt Spekulationen, dass es sich um eine Figur wie John F. Kennedy, Robert F. Kennedy oder Martin Luther King Jr. handeln könnte. Das Thema der staatlichen Überwachung und des Voyeurismus war in den späten 60er Jahren, der Zeit, in der der Film spielt, hochaktuell.
Die Stärke von Bad Times at the El Royale liegt in seinen komplexen und undurchsichtigen Charakteren. Jeder von ihnen trägt eine schwere Last aus der Vergangenheit mit sich und sucht im El Royale nach einer Form der Erlösung oder einem Ausweg. Die Besetzung liefert durchweg beeindruckende Leistungen.
| Charakter | Gespielt von | Beschreibung |
|---|---|---|
| Pater Daniel Flynn / Dock O’Kelly | Jeff Bridges | Ein alternder Bankräuber, der sich als Priester ausgibt, um seine versteckte Beute zu finden. Er leidet unter beginnender Demenz. |
| Darlene Sweet | Cynthia Erivo | Eine talentierte, aber glücklose Soulsängerin, die auf dem Weg zu einem Auftritt in Reno ist. Sie ist die moralische Seele des Films. |
| Laramie Seymour Sullivan / Dwight Broadbeck | Jon Hamm | Ein geschwätziger FBI-Agent, der undercover als Staubsaugerverkäufer arbeitet, um Überwachungstechnik aus dem Hotel zu entfernen. |
| Emily Summerspring | Dakota Johnson | Eine zynische junge Frau, die ihre jüngere Schwester aus einem gefährlichen Kult befreit hat. |
| Miles Miller | Lewis Pullman | Der einzige Angestellte des Hotels, ein traumatisierter Vietnam-Veteran, der mit seiner Vergangenheit und einer Drogensucht kämpft. |
| Billy Lee | Chris Hemsworth | Der charismatische und sadistische Anführer eines Kults, der im Hotel auftaucht, um seine Anhängerin zurückzuholen. |
| Rose Summerspring | Cailee Spaeny | Emilys jüngere Schwester, die dem Kult von Billy Lee verfallen ist. |
Das Finale des Films ist ein chaotischer und gewalttätiger Höhepunkt. Billy Lee und seine Kultanhänger nehmen die verbliebenen Gäste als Geiseln. In einem perversen Spiel, das an Russisches Roulette erinnert, zwingt er die Gefangenen, ihre dunkelsten Geheimnisse preiszugeben. Die Situation eskaliert, als Darlene sich ihm widersetzt und Miles, der Hotelangestellte, endlich seine Kriegstraumata überwindet und zur Waffe greift.
Miles, ein ausgebildeter Scharfschütze, tötet Billy Lee und seine Gefolgsleute. Dabei wird er jedoch von der wütenden Rose tödlich verwundet, bevor sie selbst von Dock erschossen wird. In seinen letzten Momenten bittet Miles um Vergebung für die Taten, die er im Krieg begangen hat. Dock, obwohl kein echter Priester, spendet ihm die Absolution. Dieser Akt der Gnade ist ein zentraler Moment des Films. Darlene und Dock überleben als Einzige, nehmen das Geld und werfen den kompromittierenden Film ins Feuer, bevor sie das brennende Hotel verlassen. In der letzten Szene sieht man, wie Dock Darlenes Auftritt in Reno besucht, was eine neu gefundene Freundschaft und einen Neuanfang für beide symbolisiert. Das Ende unterstreicht die zentralen Themen von Erlösung und moralischer Wahl.
Das El Royale selbst ist mehr als nur ein Schauplatz; es ist ein Charakter für sich. Die rote Linie, die die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada markiert und mitten durch die Lobby verläuft, ist eine starke Metapher. Sie symbolisiert die Dualität von Gut und Böse, Sünde und Erlösung, Hoffnung und Verzweiflung. Kalifornien, der sonnige Staat, steht für eine scheinbar hoffnungsvolle Zukunft, während Nevada mit dem Glücksspiel für Zufall und Risiko steht. Die Charaktere befinden sich buchstäblich und metaphorisch an einem Scheideweg in ihrem Leben. Das Hotel fungiert als eine Art Fegefeuer, ein Ort, an dem sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden und eine Entscheidung über ihre Zukunft treffen müssen. Die Inspiration für das Hotel war das reale Cal Neva Lodge & Casino, das einst Frank Sinatra gehörte und ebenfalls auf der Staatsgrenze lag. Wie in unserem Artikel über Rosie O Donnell Trump beleuchtet, sind solche Orte oft Schmelztiegel unterschiedlichster Schicksale.
Für einen tieferen Einblick in die Entstehung des Films empfiehlt sich ein Blick hinter die Kulissen. Das folgende YouTube-Video zeigt Interviews mit Regisseur Drew Goddard und den Darstellern, die über die Arbeit am Set und die komplexen Charaktere sprechen.
(Empfehlung: Embed eines offiziellen Behind-the-Scenes-Videos von 20th Century Studios auf YouTube)
Die detailverliebte Ausstattung und das Set-Design, das komplett in einem Studio in Kanada gebaut wurde, trugen maßgeblich zur einzigartigen Atmosphäre des Films bei. Ähnlich wie die Spannung in einer guten Wordle-Runde baut der Film seine Mysterien langsam auf.
Regie führte der amerikanische Drehbuchautor und Regisseur Drew Goddard, der auch für Filme wie „The Cabin in the Woods“ und das Drehbuch zu „Der Marsianer“ bekannt ist.
Das Hotel ist fiktiv, wurde aber vom realen Cal Neva Lodge & Casino am Lake Tahoe inspiriert. Dieses Hotel lag ebenfalls auf der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada und gehörte einst Frank Sinatra. Es war bekannt für seine zwielichtige Vergangenheit und prominente Gäste.
Nur zwei der Hauptcharaktere überleben die Ereignisse der Nacht: die Sängerin Darlene Sweet (Cynthia Erivo) und der Bankräuber Dock O’Kelly (Jeff Bridges), der sich als Priester ausgab.
Der Film zeigt eine kompromittierende Aufnahme einer bekannten, aber inzwischen verstorbenen Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Die Identität wird im Film nie explizit enthüllt, was zu Spekulationen über Figuren wie die Kennedy-Brüder oder Martin Luther King Jr. führt. Am Ende wird der Film verbrannt.
Nein, der Film ist kein klassischer Horrorfilm. Er ist ein Neo-Noir-Mystery-Thriller mit Elementen von Kriminalfilmen und einem Hauch von schwarzem Humor. Es gibt zwar plötzliche Gewaltausbrüche, der Fokus liegt aber auf den Charakteren und der spannungsgeladenen Handlung.
Bad Times at the El Royale ist ein meisterhaft inszenierter und stilvoller Thriller, der weit mehr ist als die Summe seiner Teile. Drew Goddard gelingt es, eine Hommage an das Noir-Kino zu schaffen, die gleichzeitig frisch und modern wirkt. Mit einem herausragenden Ensemble, einer cleveren, nicht-linearen Erzählstruktur und einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit Themen wie Moral und Erlösung, hebt sich der Film deutlich von durchschnittlichen Studioproduktionen ab. Die detailreiche Ausstattung und der unvergessliche Soundtrack machen den Film zu einem cineastischen Erlebnis, das auch bei wiederholtem Sehen neue Facetten offenbart und seine Zuschauer noch lange nach dem Abspann beschäftigt.
Über den Autor: Klaus Müller ist ein erfahrener Online-Redakteur und Filmkritiker mit einer Leidenschaft für das Genrekino. Seit über 15 Jahren analysiert er Filme und Serien für verschiedene Online-Magazine und Fachpublikationen. Sein Fokus liegt auf Neo-Noir, Thrillern und anspruchsvollen Drehbüchern. Er lebt und arbeitet in Berlin.
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