axel schulz boxer – Axel Schulz Boxer: Karriere, Kämpfe und sein Leben heute
Der ehemalige deutsche Profi Axel Schulz als Boxer ist auch am 17.03.2026 eine der prägendsten Figuren des deutschen Sports. Obwohl er nie einen WM-Titel gewann, eroberte er mit seinem Kämpferherz und unglücklichen Niederlagen die Sympathien der Nation. Seine Fights in den 1990er Jahren lösten an der Seite von Henry Maske einen Box-Boom in Deutschland aus und sind bis heute unvergessen.
Axel Schulz ist ein ehemaliger deutscher Schwergewichtsboxer, der von 1990 bis 1999 und kurzzeitig 2006 aktiv war. Berühmt wurde er durch seine drei knappen und umstrittenen Kämpfe um die IBF-Weltmeisterschaft. Trotz seines sportlichen Erfolgs ohne Titelgewinn wurde er zum Publikumsliebling und ist heute als Unternehmer und TV-Persönlichkeit erfolgreich.
Geboren am 9. November 1968 in Bad Saarow-Pieskow, begann Axel Schulz seine Boxkarriere im Sportsystem der DDR. Zunächst trainierte er bei der SG GASELAN Fürstenwalde, bevor er 1982 zum ASK Vorwärts Frankfurt (Oder) wechselte. Unter Trainern wie Ulli Wegner und später Manfred Wolke feierte er beachtliche Erfolge im Amateurbereich. Er wurde unter anderem Junioren-Europameister 1986 und DDR-Meister 1988. Seine Amateurkarriere krönte er 1989 mit einer Silbermedaille bei den Europameisterschaften und einer Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften.
Nach der Wende wechselte Schulz ins Profilager zum Promoter Wilfried Sauerland und löste gemeinsam mit Henry Maske in den 1990er Jahren einen deutschlandweiten Boxboom aus. Bereits 1992 sicherte er sich den Titel des Deutschen Meisters im Schwergewicht. Es folgten zwei Kämpfe um die Europameisterschaft gegen Henry Akinwande, wobei der erste unentschieden endete und Schulz im Rückkampf seine erste Profiniederlage hinnehmen musste. Ein entscheidender Sieg auf dem Weg zu einem WM-Kampf gelang ihm 1994 gegen den früheren WBA-Weltmeister James “Bonecrusher” Smith.
Obwohl Axel Schulz nie Weltmeister wurde, sind es gerade seine drei WM-Kämpfe, die ihn zur Legende machten. Jeder dieser Kämpfe war von Dramatik, Kontroversen und dem Gefühl geprägt, dass dem Deutschen der verdiente Lohn verwehrt wurde.
Am 22. April 1995 trat der damals als Außenseiter gehandelte Axel Schulz in Las Vegas gegen die lebende Legende George Foreman um den IBF-Weltmeistertitel an. Foreman hatte den Titel kurz zuvor sensationell von Michael Moorer gewonnen. Schulz lieferte einen herausragenden Kampf und brachte den alternden Champion an den Rand einer Niederlage. Viele Beobachter sahen den Deutschen als klaren Sieger, doch die Punktrichter entschieden umstritten auf einen Sieg für Foreman per Mehrheitsentscheidung. Trotz der Niederlage machte ihn dieses Fehlurteil über Nacht zum Star und zum „Weltmeister der Herzen“. Foreman verweigerte einen Rückkampf und legte stattdessen den Titel nieder.
Die nächste WM-Chance für den Axel Schulz Boxer kam am 9. Dezember 1995 in Stuttgart gegen den Südafrikaner Francois „The White Buffalo“ Botha um den nun vakanten IBF-Titel. Auch dieser Kampf endete mit einer umstrittenen Punktniederlage für Schulz. Die Enttäuschung im Publikum war riesig und führte zu Tumulten. Später wurde Botha des Dopings überführt, der Kampf wurde annulliert und in einen „No Contest“ (ohne Wertung) geändert, doch der Titel blieb vakant. Für Schulz war es der zweite unglückliche Anlauf auf die WM-Krone.
Aller guten Dinge sind drei, dachten sich die Fans, als Axel Schulz am 22. Juni 1996 in Dortmund seine dritte Titelchance bekam. Gegner um den erneut vakanten IBF-Gürtel war der Ex-Weltmeister Michael Moorer. Schulz zeigte eine gute Leistung, unterlag aber erneut knapp nach Punkten durch eine Split Decision (geteilte Punktentscheidung). Auch wenn dieser Kampf ohne Skandale auskam, blieb der große Traum vom WM-Titel für den populären Boxer unerfüllt.
Nach den drei WM-Kämpfen bestritt Schulz noch einige Aufbaukämpfe, unter anderem einen Sieg gegen Kevin McBride. Am 25. September 1999 kämpfte er gegen den aufstrebenden Wladimir Klitschko um die Europameisterschaft und verlor durch technischen K.o. Nach dieser Niederlage beendete er zunächst seine Karriere. Überraschend wagte er am 25. November 2006 ein Comeback gegen den Amerikaner Brian Minto, verlor diesen Kampf jedoch ebenfalls durch TKO und hängte die Boxhandschuhe endgültig an den Nagel. Kurz nach diesem Kampf erlitt Schulz einen Schlaganfall.
Auch nach seiner aktiven Karriere ist Axel Schulz eine bekannte Persönlichkeit in Deutschland. Er hat sich als erfolgreicher Unternehmer etabliert. Insbesondere im Bereich Grillen hat er sich einen Namen gemacht und vertreibt unter seiner Marke „Axel’s“ Grillzubehör, Saucen und Fleischprodukte. Zudem ist er als TV-Kommentator, Moderator und Experte für Boxen tätig. Jüngst trat er als Werbegesicht für ein Grill-Startup in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ auf, wo er ein Grillbrett namens „Butjer“ präsentierte. Obwohl kein Deal zustande kam, sorgte sein Auftritt für mediale Aufmerksamkeit.
Axel Schulz war seit März 2006 mit seiner Frau Patricia verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter, Amelina und Paulina. Im August 2021 gab Schulz die Trennung von seiner Frau nach 15 Jahren Ehe bekannt. Neben seinen geschäftlichen Aktivitäten engagiert sich Schulz auch für wohltätige Zwecke und ist ein gern gesehener Gast bei Charity-Veranstaltungen. Er entdeckte zudem vor etwa 15 Jahren seine Leidenschaft für das Golfen. Trotz seiner Niederlagen im Ring ist der Axel Schulz Boxer ein Phänomen geblieben, das durch seine authentische Art und sein Kämpferherz bis heute die Menschen begeistert.
Das Wichtigste in Kürze:
Für weitere Informationen zur deutschen Sportgeschichte können Sie die Seite des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) besuchen. Details zu seiner Kampfstatistik finden sich auf BoxRec. Einblicke in andere Sportlerkarrieren, wie die von Joachim Löw, oder aktuelle Sport-News, wie zum Spiel der Celtics gegen die Suns, finden Sie ebenfalls bei uns.
| Datum | Gegner | Ort | Titel | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 22. April 1995 | George Foreman | Las Vegas, USA | IBF-Schwergewicht | Niederlage nach Punkten (Mehrheitsentscheidung) |
| 9. Dezember 1995 | Francois Botha | Stuttgart, Deutschland | IBF-Schwergewicht (vakant) | No Contest (ursprünglich Punktniederlage für Schulz, später wegen Dopings von Botha annulliert) |
| 22. Juni 1996 | Michael Moorer | Dortmund, Deutschland | IBF-Schwergewicht (vakant) | Niederlage nach Punkten (Geteilte Entscheidung) |
Die Karriere des Axel Schulz Boxer ist ein Paradebeispiel dafür, dass nicht nur Titel über die Beliebtheit eines Sportlers entscheiden. Mit seinem unbändigen Willen, seiner Fairness und den dramatischen, oft unglücklichen Umständen seiner größten Kämpfe hat er sich einen festen Platz in den Herzen der deutschen Sportfans erobert. Auch Jahrzehnte nach seinem Karriereende ist er eine relevante öffentliche Figur, die es geschafft hat, den Ruhm aus dem Ring in eine erfolgreiche zweite Karriere als Unternehmer zu überführen.
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