Der geplante Verkauf des Schweizer Kultgewürzes Aromat retten beschäftigt derzeit viele Menschen in der Schweiz. Der Hintergrund: Der britisch-niederländische Konzern Unilever, zu dem der Aromat-Hersteller Knorr gehört, hat sein Food-Geschäft mit dem US-Gewürzhersteller McCormick fusioniert. Ein Unternehmer aus Arlesheim hat nun eine Petition gestartet, um den Verkauf von Aromat an die Amerikaner zu verhindern.
Aromat ist seit 1952 ein fester Bestandteil vieler Schweizer Haushalte. Das Kultgewürz mit der bekannten Knorrli-Figur auf der Dose wird in Thayngen im Kanton Schaffhausen hergestellt. Nun könnte sich das bald ändern, denn der Mutterkonzern von Knorr, Unilever, hat beschlossen, sein Food-Geschäft mit dem US-amerikanischen Gewürzhersteller McCormick zu fusionieren. Dieser Schritt ist Teil einer größeren Strategie von Unilever, sich stärker auf margenstärkere Geschäftsfelder wie Kosmetik und Körperpflege zu konzentrieren. Bereits 2018 gab es Diskussionen um eine mögliche Aufspaltung von Unilever in einen Lebensmittel- sowie einen Waschmittel- und Körperpflegekonzern, wie die FAZ berichtet. (Lesen Sie auch: Crime 101 jetzt auf Prime Video: Lohnt…)
Michael Oehl, ein Unternehmer aus Arlesheim, will den Verkauf von Aromat an McCormick nicht hinnehmen. Er hat eine Petition mit dem Titel „Aromat ghört dr Schwiiz“ (Aromat gehört der Schweiz) lanciert. „Ich will nicht, dass wir unsere Schweizer Traditionen verkaufen“, erklärt Oehl gegenüber dem Blick. Er sieht eine Entwicklung, in der immer mehr Schweizer Traditionsmarken in ausländische Hände geraten, wie beispielsweise Sigg, Toblerone, Sugus oder Ovomaltine. „Irgendwann muss man aufstehen und handeln“, so Oehl.
Die große Frage ist nun, was der Verkauf von Knorr an McCormick für die Produktion von Aromat bedeutet. Wird die Produktion weiterhin in Thayngen stattfinden, oder droht eine Verlagerung ins Ausland? Bisher gibt es keine konkreten Aussagen von Unilever oder McCormick dazu. Es ist jedoch davon auszugehen, dass McCormick als neuer Eigentümer von Knorr eine Strategie entwickeln wird, um die Produktion zu optimieren und Kosten zu senken. Dies könnte möglicherweise auch Auswirkungen auf den Produktionsstandort in Thayngen haben. Der Tages-Anzeiger berichtet, dass der Deal ein Volumen von fast 45 Milliarden Dollar hat. (Lesen Sie auch: Vietnam lockt US-Touristen mit günstigen Preisen)
Die Reaktionen auf den geplanten Verkauf von Aromat an McCormick sind gemischt. Viele Schweizerinnen und Schweizer sind besorgt um den Erhalt einer ihrer liebsten Traditionsmarken. In den sozialen Medien wird der Hashtag #Aromatbleibtschweizerisch rege genutzt. Es gibt aber auch Stimmen, die den Verkauf gelassener sehen. Sie argumentieren, dass Aromat auch unter amerikanischer Führung weiterhin ein Qualitätsprodukt bleiben kann. Entscheidend wird sein, wie McCormick die Marke Aromat in Zukunft positioniert und welche Strategien das Unternehmen verfolgt.
Der Fall Aromat zeigt, wie stark Traditionsmarken mit der nationalen Identität verbunden sind. Für viele Schweizerinnen und Schweizer ist Aromat mehr als nur ein Gewürz. Es ist ein Stück Heimat, ein Symbol für die Schweizer Küche und Lebensart. Der Verlust einer solchen Marke an einen ausländischen Konzern wird daher von vielen als Verlust eines Teils der eigenen Identität empfunden. (Lesen Sie auch: LHC Servette: Genf wirft Lausanne raus: im…)
Die Zukunft von Aromat ist derzeit ungewiss. Es ist davon auszugehen, dass die Übernahme von Knorr durch McCormick in den kommenden Monaten abgeschlossen wird.Es bleibt zu hoffen, dass das Unternehmen die Bedeutung der Marke für die Schweizer Bevölkerung erkennt und die Produktion in Thayngen aufrechterhält. Eine Möglichkeit wäre auch, dass McCormick eine Lizenz für die Produktion von Aromat in der Schweiz vergibt, um die Marke weiterhin mit dem Standort zu verbinden. Klar ist: Die Diskussion um Aromat und den Verkauf von Schweizer Traditionsmarken wird weitergehen.
| Marke | Produkt | Aktueller Eigentümer |
|---|---|---|
| Aromat | Würzmischung | Knorr (Unilever), zukünftig McCormick |
| Toblerone | Schokolade | Mondelez International (USA) |
| Ovomaltine | Malzgetränk | Wander AG (Associated British Foods, UK) |
| Sugus | Kaubonbons | Wrigley (Mars, Inc., USA) |
| Sigg | Trinkflaschen | Hengdeli Holdings Limited (China) |
Viele Schweizer sehen Aromat als Teil ihrer nationalen Identität und befürchten, dass ein Verkauf an einen US-Konzern zu Qualitätsverlusten oder einer Verlagerung der Produktion ins Ausland führen könnte. Sie wollen verhindern, dass eine weitere Traditionsmarke in ausländische Hände gerät. (Lesen Sie auch: TV Programm Heute: "Maybrit Illner" im ZDF:…)
Die Petition wurde von Michael Oehl, einem Unternehmer aus Arlesheim im Kanton Basel-Landschaft, lanciert. Er möchte damit ein Zeichen gegen den Ausverkauf von Schweizer Traditionen setzen und den Verkauf von Aromat an den US-Konzern McCormick verhindern.
Es ist noch unklar, welche Auswirkungen der Verkauf von Knorr an McCormick auf die Produktion von Aromat haben wird. Es besteht die Sorge, dass die Produktion von Thayngen ins Ausland verlagert werden könnte, um Kosten zu senken. Bisher gibt es keine offiziellen Aussagen dazu.
In den letzten Jahren wurden bereits mehrere bekannte Schweizer Marken an ausländische Konzerne verkauft, darunter Toblerone (Mondelez International, USA), Ovomaltine (Associated British Foods, UK), Sugus (Mars, Inc., USA) und Sigg (Hengdeli Holdings Limited, China).
Die Übernahme von Knorr durch McCormick wird voraussichtlich in den kommenden Monaten abgeschlossen.Es bleibt zu hoffen, dass die Marke weiterhin in der Schweiz produziert wird und ihre Qualität erhalten bleibt.
Mehr Informationen zur Unilever Gruppe finden Sie auf der offiziellen Webseite.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
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