König Harald – König Harald: Norwegens Monarch im Porträt (2026)
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Dr. Andreas Gassen, der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), steht am 23.02.2026 erneut im Zentrum der gesundheitspolitischen Debatte. Als mächtiger Vertreter von rund 185.000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten in Deutschland ist er bekannt für klare Worte und kontroverse Vorschläge. Aktuell fordert er einen radikalen Schnitt bei den Krankenkassenleistungen, was ihm sowohl Zuspruch als auch heftige Kritik einbringt.
Der Name Andreas Gassen ist untrennbar mit der deutschen Gesundheitspolitik verbunden. Als Chef der KBV prägt er seit über einem Jahrzehnt die Debatten und scheut dabei keine Konfrontation mit Politik, Krankenkassen oder Patientenvertretern. Seine jüngsten Vorschläge zur Sanierung der Kassenfinanzen zeigen einmal mehr seine Bereitschaft, auch unpopuläre Maßnahmen zu fordern.
Andreas Gassen wurde am 5. Juli 1962 in Köln geboren. Er studierte von 1982 bis 1988 Humanmedizin an der Universität Düsseldorf, wo er auch promovierte. Seine medizinische Laufbahn führte ihn über eine Tätigkeit als leitender Oberarzt im Marienkrankenhaus Düsseldorf-Kaiserswerth zur Niederlassung in einer eigenen Gemeinschaftspraxis im Jahr 1996. Er ist Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rheumatologie.
Schon früh engagierte sich Gassen in der Berufspolitik. Über verschiedene Funktionen in der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und im Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) stieg er stetig auf. Im März 2014 wurde er schließlich zum Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gewählt. Diese Position macht ihn zu einem der einflussreichsten Akteure im deutschen Gesundheitswesen. Die öffentliche Wahrnehmung von einflussreichen Personen, wie auch im Fall von Carola Clüsener, ist oft von deren öffentlichen Äußerungen und Positionen geprägt.
Angesichts eines drohenden Milliardendefizits bei den gesetzlichen Krankenkassen hat Andreas Gassen im Februar 2026 eine drastische Maßnahme vorgeschlagen: die ersatzlose Streichung aller sogenannten Satzungsleistungen. Dabei handelt es sich um freiwillige Zusatzleistungen, die Kassen ihren Mitgliedern über den gesetzlichen Rahmen hinaus anbieten.
„Wenn nicht genug Geld für den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung da ist und gespart werden muss, sind ‚Nice to have‘-Leistungen als Erstes zu streichen“, so Gassen gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er argumentiert, es sei nicht vermittelbar, dass Kassen einerseits Honorare für ärztliche Kernleistungen kürzen wollen, aber gleichzeitig hohe Summen für werbewirksame Extras ausgeben. Das Sparpotenzial beziffert er auf fast eine Milliarde Euro pro Jahr.
Zu den betroffenen Leistungen gehören unter anderem:
Der Vorschlag löste umgehend eine heftige Debatte aus. Während einige Experten den Vorstoß als notwendigen Schritt zur Konzentration auf das medizinisch Notwendige begrüßen, kritisieren Krankenkassen und Patientenvertreter ihn als Angriff auf den Wettbewerb und die Prävention.
Nicht nur mit seinem Sparvorschlag sorgt Andreas Gassen für Schlagzeilen. Bereits im Januar 2026 zog er scharfe Kritik auf sich, als er sich den Bedenken von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezüglich der telefonischen Krankschreibung anschloss. Gassen deutete an, dass diese unkomplizierte Möglichkeit zur Krankmeldung zu einem hohen Krankenstand beitragen könnte. Daraufhin distanzierten sich mehrere Landes-KVen und der Deutsche Hausärzteverband von ihrem Bundesvorsitzenden. Sie bezeichneten die Telefon-AU als wichtiges Instrument zur Entlastung der Praxen und zur Reduzierung von Infektionsrisiken.
Die aktuellen Debatten sind typisch für den Kurs, den Andreas Gassen seit Jahren fährt. Seine Amtszeit ist von wiederkehrenden Konfliktthemen geprägt, bei denen er konsequent die Interessen der niedergelassenen Ärzteschaft vertritt.
Ein zentraler Punkt in Gassens Argumentation ist die angebliche Übernutzung des Gesundheitssystems. Er prägte den Begriff der „Gesundheitskarte als Flatrate“ und kritisierte wiederholt eine „irrsinnige Anspruchshaltung“ von Patienten, die ohne medizinische Notwendigkeit oder Koordination verschiedene Fachärzte aufsuchen. Um dies zu steuern, brachte er schon 2019 Strafzahlungen oder Wahltarife ins Spiel: Wer sich auf einen koordinierenden Hausarzt beschränkt, solle weniger Beiträge zahlen.
Gassen ist ein scharfer Kritiker der Gesundheitspolitik der aktuellen und vergangenen Bundesregierungen. Er wirft der Politik handwerkliche Fehler bei Gesetzen vor und beklagt eine chronische Unterfinanzierung des ambulanten Sektors. Insbesondere die Belastung der GKV durch versicherungsfremde Leistungen, wie die Gesundheitskosten für Bürgergeld-Empfänger, prangert er regelmäßig an. Diese wirtschaftlichen Spannungen sind nicht nur im Gesundheitswesen, sondern auch in anderen Sektoren wie dem Maschinenbau durch Zölle spürbar.
Die Standpunkte von Andreas Gassen stehen oft im direkten Gegensatz zu denen anderer Akteure im Gesundheitswesen, insbesondere des GKV-Spitzenverbandes.
| Thema | Position Andreas Gassen (KBV) | Gegenposition (z.B. GKV-Spitzenverband) |
|---|---|---|
| Finanzierung | Streichung von Satzungsleistungen, volle Kostenerstattung für versicherungsfremde Leistungen durch den Bund. | Beibehaltung der Satzungsleistungen für Wettbewerb und Prävention, Forderung nach mehr Effizienz und ggf. Honorarkürzungen bei Ärzten. |
| Patientensteuerung | Einführung von Wahltarifen oder Gebühren zur Steuerung der Inanspruchnahme, Stärkung des Hausarztprinzips. | Ablehnung von „Strafzahlungen“ für Patienten, stattdessen Verbesserung von Serviceangeboten wie Terminservicestellen. |
| Telefonische AU | Sieht Missbrauchspotenzial und unterstützt eine kritische Überprüfung. | Wird als sinnvolle Entlastung für Praxen und Patienten verteidigt. |
| Wartezeiten | Im internationalen Vergleich kurz; Preis für die freie Arztwahl in Deutschland. | Kritik an langen Wartezeiten für Kassenpatienten und Forderung nach gerechterer Terminvergabe. |
Die Vergütung der Spitzenfunktionäre im Gesundheitswesen ist öffentlich einsehbar. Laut den Pflichtveröffentlichungen für das Jahr 2024 erhielt Andreas Gassen ein festes Jahresgehalt von 367.168 Euro. Inklusive variabler Anteile und weiterer Aufwendungen wie für die Altersvorsorge belief sich seine Gesamtvergütung auf 457.809 Euro. Damit zählt er zu den bestbezahlten Funktionären im deutschen Gesundheitswesen.
Für tiefere Einblicke in die Argumentation von Andreas Gassen empfiehlt sich ein aktuelles Interview. Hier ein Beispiel von YouTube, in dem er seine Sicht auf die Herausforderungen im Gesundheitssystem darlegt.
Andreas Gassen bleibt eine der prägendsten und gleichzeitig umstrittensten Figuren der deutschen Gesundheitspolitik. Seine Vorschläge sind oft radikal und zielen darauf ab, die Position der Ärzteschaft zu stärken und das System aus seiner Sicht zukunftsfest zu machen. Während er von vielen Ärzten als konsequenter Interessenvertreter geschätzt wird, stoßen seine Positionen bei Krankenkassen, Patientenvertretern und Teilen der Politik regelmäßig auf Ablehnung. Die Debatte um die Streichung der Satzungsleistungen zeigt, dass Andreas Gassen auch im Jahr 2026 nicht davor zurückschreckt, Grundsatzfragen aufzuwerfen und das System herauszufordern. Seine Rolle und sein Einfluss, detailliert auch auf Wikipedia nachzulesen, werden die gesundheitspolitische Agenda in Deutschland weiterhin maßgeblich mitbestimmen.
Informationen zum Autor:
[Ihr Name/Redaktion] ist ein erfahrener Online-Redakteur mit Spezialisierung auf Gesundheitspolitik und gesellschaftliche Debatten. Seit Jahren analysiert er die Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen und die Positionen wichtiger Akteure wie Dr. Andreas Gassen.
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KBV-Chef Andreas Gassen will Kassen-Extras wie Zahnreinigung & Homöopathie komplett streichen! Sein Plan soll 1 Mrd. € sparen. Radikaler Schnitt oder notwendige Reform? Alle Fakten zum polarisierenden Vorschlag. #AndreasGassen #KBV #Gesundheitspolitik
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Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, fordert angesichts der Finanzkrise der GKV ein Ende aller freiwilligen Satzungsleistungen. Dieser Vorstoß könnte den Wettbewerb der Kassen fundamental verändern und eine Milliarde Euro einsparen. Wir analysieren die Hintergründe, die Argumente und die möglichen Folgen für Versicherte und das Gesundheitssystem. #Gesundheit #GKV #Krankenkasse #AndreasGassen #KBV #Reform
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Schluss mit Zahnreinigung & Co. auf Kassenkosten? 🩺 Das fordert jetzt Kassenärzte-Chef Andreas Gassen. Er will ALLE freiwilligen Zusatzleistungen der Krankenkassen streichen, um das System zu retten. Ist das der richtige Weg oder ein Angriff auf die Versicherten? Lest die ganze Analyse und sagt uns eure Meinung in den Kommentaren! 👇 #Gesundheitspolitik #AndreasGassen #Sparen #Krankenkasse #Debatte
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