alexis pinturault – Alexis Pinturault beendet Karriere: Abschied einer Legende
Der französische Ski-Superstar Alexis Pinturault hat am 14. März 2026 offiziell sein Karriereende zum Ende der laufenden Saison bekannt gegeben. Mit 34 Weltcupsiegen, dem Gewinn des Gesamtweltcups 2021 und zahlreichen Medaillen bei Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen verlässt einer der vielseitigsten und erfolgreichsten Athleten der letzten Dekade die große Bühne des alpinen Skisports. Seine Entscheidung wurde von Verletzungen in den letzten Jahren beeinflusst.
Die Nachricht schlug in der Ski-Welt ein: Am Samstag, den 14. März 2026, gab Alexis Pinturault in seinem Heimatort Courchevel seinen Rücktritt bekannt. „Ich habe lange darüber nachgedacht, vor allem nach der Rückkehr von der Verletzung“, erklärte der bald 35-Jährige. „Ich wusste schon zu Beginn der Saison, dass es meine letzte ist, wollte es aber nicht zu früh sagen.“ Diese Entscheidung markiert das Ende einer Ära für den französischen Skisport, denn mit Pinturault tritt der erfolgreichste alpine Skifahrer des Landes ab.
Insbesondere die schweren Verletzungen der vergangenen Jahre haben zu diesem Entschluss beigetragen. Im Januar 2024 erlitt er einen Kreuzbandriss in Wengen, und nur ein Jahr später folgte eine weitere schwere Knieverletzung nach einem Sturz in Kitzbühel. Obwohl er sich immer wieder zurückkämpfte, erreichte er nicht mehr das dominante Niveau vergangener Tage. Folglich sei der Punkt erreicht, an dem man keinen Grund mehr finde weiterzumachen, so Pinturault.
Die Karriere von Alexis Pinturault ist gespickt mit beeindruckenden Erfolgen, die ihn zu einem der Großen seines Sports machen. Er war über ein Jahrzehnt eine prägende Figur im Ski-Weltcup und zeichnete sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus. Kaum ein anderer Athlet war in so vielen Disziplinen derart konkurrenzfähig. Was am heutigen 15. März als feststehendes Karriereende diskutiert wird, ist das Ergebnis einer langen und erfolgreichen Laufbahn.
Der Höhepunkt seiner Karriere war zweifellos der Gewinn des Gesamtweltcups in der Saison 2020/21. Nach jahrelangem Duell mit Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen konnte er sich endlich den Traum von der großen Kristallkugel erfüllen. Zudem unterstrich er seine Dominanz in der Alpinen Kombination mit dem Gewinn von sechs kleinen Kristallkugeln in dieser Disziplin. Auch im Riesenslalom sicherte er sich 2021 die Disziplinenwertung.
Auch bei Großereignissen war auf Alexis Pinturault stets Verlass. Insgesamt sammelte er acht WM-Medaillen, darunter drei goldene. Er krönte sich 2017 mit dem Team zum Weltmeister und holte 2019 sowie 2023 Gold in der Kombination. Bei den Olympischen Winterspielen gewann er drei Medaillen: Bronze im Riesenslalom 2014 in Sotschi sowie Silber in der Kombination und erneut Bronze im Riesenslalom 2018 in Pyeongchang.
Mit 34 Siegen im Weltcup ist Pinturault der erfolgreichste französische Skirennläufer der Geschichte. Bemerkenswert ist dabei, dass er in fünf verschiedenen Disziplinen gewinnen konnte: Riesenslalom (18), Alpine Kombination (10), Slalom (3), Parallel-Events (2) und Super-G (1). Diese Statistik belegt eindrucksvoll seine außergewöhnliche Vielseitigkeit, die ihn zu einem der letzten großen Allrounder im Skizirkus machte.
Geboren wurde Alexis Pinturault am 20. März 1991 in Moûtiers, aufgewachsen ist er jedoch im berühmten Skiort Courchevel. Dort legte seine Familie den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft in der Hotellerie. Seine Mutter Hege stammt aus Norwegen, weshalb er auch die norwegische Staatsbürgerschaft besitzt und viele Sommer seiner Kindheit dort verbrachte. Diese Verbindung zu zwei großen Wintersportnationen prägte ihn.
Die Familie Pinturault betreibt in Courchevel das renommierte Fünf-Sterne-Hotel „Annapurna“, das seine Großeltern 1974 eröffneten. Diese unternehmerischen Wurzeln und die enge Verbundenheit zu seinem Heimatort waren immer ein wichtiger Teil seiner Identität. Der WM-Titel 2023 in der Kombination ausgerechnet auf heimischem Schnee in Courchevel war daher ein besonders emotionaler Moment für ihn und seine Familie.
Einen wichtigen Anker abseits der Piste fand Alexis Pinturault in seiner Frau Romane, die er 2017 heiratete. Sie ist nicht nur seine Partnerin, sondern auch für seine Presse- und Kommunikationsarbeit zuständig und eine ständige Begleiterin im Weltcup-Zirkus. Im Januar 2024 krönte die Geburt ihres ersten Kindes das private Glück. Diese neue Rolle als Vater hat seine Perspektive auf das Leben und den Profisport sicherlich zusätzlich beeinflusst.
Die Zielgerade seiner Karriere war für Alexis Pinturault von Rückschlägen geprägt. Ein schwerer Sturz im Super-G von Wengen im Januar 2024 zog einen Kreuzbandriss im linken Knie nach sich. Nach einer langen Reha-Phase kämpfte er sich zurück, doch das Pech blieb ihm treu. Im Januar 2025 stürzte er im Super-G von Kitzbühel erneut schwer und zog sich eine Fraktur des Schienbeinplateaus sowie eine Meniskusverletzung im rechten Knie zu. Diese wiederholten schweren Verletzungen forderten nicht nur körperlich, sondern auch mental ihren Tribut und machten eine Rückkehr an die absolute Weltspitze zunehmend schwieriger.
| Wettbewerb | Titel / Medaille | Anzahl | Jahre |
|---|---|---|---|
| Gesamtweltcup | Große Kristallkugel | 1 | 2020/21 |
| Weltmeisterschaften | Gold | 3 | 2017 (Team), 2019 (Kombi), 2023 (Kombi) |
| Weltmeisterschaften | Silber & Bronze | 5 | 2021 (Silber), 2015, 2019, 2021, 2023 (Bronze) |
| Olympische Spiele | Silber | 1 | 2018 (Kombi) |
| Olympische Spiele | Bronze | 2 | 2014 (Riesenslalom), 2018 (Riesenslalom) |
| Weltcupsiege | Siege | 34 | 2012 – 2023 |
Über seine konkreten Zukunftspläne hat sich Alexis Pinturault noch nicht detailliert geäußert. „Ich möchte meine Karriere beenden und mich etwas Neuem widmen“, sagte er bei seiner Rücktrittserklärung. Es ist anzunehmen, dass er mehr Zeit mit seiner jungen Familie verbringen wird. Eine Rolle im familieneigenen Hotelbetrieb in Courchevel scheint ebenfalls eine naheliegende Option zu sein. Ob er dem Skisport in einer anderen Funktion, beispielsweise als Trainer oder Experte, erhalten bleibt, wird die Zukunft zeigen. Vielleicht fiebert er auch nur noch bei den Lottozahlen vom 14.03.26 mit, dem Tag seiner großen Ankündigung. Eines ist jedoch sicher: Mit seinem analytischen Verstand und seiner immensen Erfahrung hätte er dem Sport viel zu geben.
Alexis Pinturault nannte die Folgen mehrerer schwerer Knieverletzungen in den Jahren 2024 und 2025 sowie einen Mangel an Motivation als Hauptgründe für sein Karriereende. Er erklärte, es sei der richtige Zeitpunkt, ein neues Kapitel in seinem Leben aufzuschlagen.
Alexis Pinturault hat in seiner Karriere insgesamt 34 Weltcuprennen gewonnen. Damit ist er der erfolgreichste französische alpine Skirennläufer in der Geschichte des Weltcups.
Sein größter Erfolg war der Gewinn des Gesamtweltcups in der Saison 2020/21. Darüber hinaus wurde er dreimal Weltmeister und gewann drei olympische Medaillen.
Obwohl er ein herausragender Allrounder war, feierte er seine meisten Erfolge im Riesenslalom (18 Weltcupsiege) und in der Alpinen Kombination, in der er sechsmal die Disziplinenwertung gewann.
Ja, Alexis Pinturault ist seit 2017 mit seiner Frau Romane verheiratet. Im Januar 2024 wurde das Paar zum ersten Mal Eltern.
Mit dem Karriereende von Alexis Pinturault verliert der alpine Skisport eine seiner prägendsten Figuren der letzten 15 Jahre. Sein Talent, seine Vielseitigkeit und sein unermüdlicher Ehrgeiz machten ihn zu einem Vorbild und einem der komplettesten Skifahrer seiner Generation. Sein Sieg im Gesamtweltcup 2021 bleibt unvergessen, ebenso wie seine zahlreichen Triumphe bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Frankreich verliert sein Aushängeschild, der Skizirkus einen wahren Champion. Merci, Alexis!
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