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Aktenzeichen XY ungelöst ist eine deutsche True-Crime-Fernsehsendung, die seit 1967 im ZDF ausgestrahlt wird und in Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden reale Kriminalfälle behandelt. Ziel der von Rudi Cerne moderierten Sendung ist die Aufklärung von Verbrechen durch die Mithilfe der Zuschauer. Laut offizieller ZDF-Statistik vom Januar 2026 konnten von 5.176 behandelten Fällen 1.991 aufgeklärt werden, was einer Erfolgsquote von 38,5 Prozent entspricht.
Seit Jahrzehnten ist Aktenzeichen XY ungelöst am 25.02.2026 eine feste Institution im deutschen Fernsehen und ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Medien und Strafverfolgungsbehörden. Die vom ZDF ausgestrahlte Sendung, die von Rudi Cerne moderiert wird, hat sich zur Aufgabe gemacht, unaufgeklärte Kriminalfälle mit Hilfe von Hinweisen aus der Bevölkerung zu lösen. Dieses Konzept hat sich als erstaunlich wirksam erwiesen und dem Format über die Jahre eine treue Zuschauerschaft und hohe Einschaltquoten gesichert.
Die Idee zu „Aktenzeichen XY ungelöst“ stammt vom Journalisten Eduard Zimmermann, der die Sendung am 20. Oktober 1967 erstmals moderierte. Sein Ziel war es, den „Bildschirm zur Verbrechensbekämpfung einzusetzen“ – ein damals revolutionärer Ansatz. Das Grundkonzept ist bis heute unverändert: In Zusammenarbeit mit Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaften werden ungelöste Verbrechen, oft sogenannte „Cold Cases“, in Form von kurzen Filmrekonstruktionen vorgestellt. Dabei werden nur Fälle von erheblicher krimineller Bedeutung wie Mord, Raub oder schwere Sexualdelikte behandelt, bei denen die Polizei ihre herkömmlichen Ermittlungsmethoden ausgeschöpft hat. Seit 2002 führt der ehemalige Eiskunstläufer und Sportjournalist Rudi Cerne als Moderator durch die Sendung und ist zum Gesicht des Formats geworden.
In der heutigen Ausgabe von „Aktenzeichen XY ungelöst“ stehen wieder mehrere brisante Fälle im Fokus, bei denen die Ermittler auf entscheidende Hinweise hoffen. Ein zentraler Fall ist ein sogenannter „Cold Case“ aus Köln: Der Mord an der 16-jährigen Seckin Caglar im Oktober 1991 ist bis heute unaufgeklärt. Die Auszubildende wurde auf ihrem Heimweg vergewaltigt und ermordet. Die Ermittler hoffen, dass sich nach fast 35 Jahren Zeugen melden, deren Lebensumstände sich geändert haben und die nun bereit sind, ihr Schweigen zu brechen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer Serie von Sexualdelikten in Hamburg und Neumünster. Ein bislang unbekannter Täter soll zwischen 2020 und 2024 drei junge Frauen überfallen haben. Trotz gesicherter DNA-Spuren und eines Phantombildes konnte der Mann bisher nicht identifiziert werden, weshalb die Ermittler von einem Serientäter ausgehen und auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sind. Weitere in der Sendung behandelte Fälle umfassen einen Banküberfall in Villingen-Schwenningen und das mysteriöse Verschwinden eines Mannes, von dessen Konto eine Woche später Geld abgehoben wurde.
Die Wirksamkeit der Sendung lässt sich eindrucksvoll in Zahlen belegen. Laut der offiziellen Statistik des ZDF (Stand: 12. Januar 2026) wurden in 621 Sendungen insgesamt 5.176 Kriminalfälle behandelt. Davon konnten 1.991 Fälle aufgeklärt werden, was einer beachtlichen Erfolgsquote von 38,5 Prozent entspricht. Dies ist besonders bemerkenswert, da es sich oft um hoffnungslose Fälle handelt, bei denen die Polizei nicht mehr weiterkommt.
Die Statistik zeigt zudem, dass Tötungsdelikte den größten Anteil der behandelten Fälle ausmachen. Von 1.683 vorgestellten Mordfällen konnten 684 (rund 40,6 %) geklärt werden. Auch bei der gezielten Personenfahndung ist die Sendung sehr erfolgreich: In 2.189 Fällen führte die Ausstrahlung zur Festnahme von 1.377 Tätern. Die internationale Zusammenarbeit, vor allem mit Österreich und der Schweiz, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Fälle aus insgesamt 16 weiteren Ländern wurden bereits bei „Aktenzeichen XY“ vorgestellt.
Das Herzstück von „Aktenzeichen XY ungelöst“ ist die aktive Mithilfe der Zuschauer. Während und nach der Live-Sendung ist ein Aufnahmestudio besetzt, in dem Polizeibeamte Hinweise telefonisch entgegennehmen. Jede Beobachtung, mag sie auch noch so unbedeutend erscheinen, kann für die Ermittler das entscheidende Puzzleteil sein. Die Ermittler stellen in der Sendung gezielte Fragen an die Öffentlichkeit, um möglichst konkrete und hilfreiche Informationen zu erhalten. Zuschauer können ihre Hinweise über die in der Sendung eingeblendete Telefonnummer oder online über die Webseite des ZDF abgeben. Diskretion ist dabei selbstverständlich gewährleistet.
Trotz des unbestreitbaren Erfolgs sah sich „Aktenzeichen XY ungelöst“ im Laufe seiner langen Geschichte auch immer wieder Kritik ausgesetzt. Insbesondere in den Anfangsjahren wurde der Sendung vorgeworfen, zum Denunziantentum aufzurufen und eine Art „Menschenjagd per Bildschirm“ zu inszenieren. Die Macher der Sendung wiesen diese Vorwürfe stets zurück und betonten die enge Zusammenarbeit mit den Justizbehörden und die klaren rechtlichen Rahmenbedingungen. Eine neuere Dokumentation des ZDF setzte sich kritisch mit dem Weltbild des Gründers Eduard Zimmermann auseinander und warf ihm vor, ein sehr konservatives und teils verzerrendes Bild von Kriminalität gezeichnet zu haben. Insbesondere die Darstellung von Gewalt gegen Frauen sei problematisch gewesen, da oft der Täter im öffentlichen Raum suggeriert wurde, obwohl die meisten Taten im nahen sozialen Umfeld stattfinden.
Um auch ein jüngeres, internetaffines Publikum zu erreichen, hat „Aktenzeichen XY ungelöst“ sein Angebot in den letzten Jahren erweitert. Seit November 2025 bündelt das ZDF seine True-Crime-Formate auf dem YouTube-Kanal „ZDF True Crime“. Dort finden sich Inhalte aus dem XY-Kosmos und weitere Kriminalreportagen. Zudem gibt es den erfolgreichen Podcast „Aktenzeichen XY… Unvergessene Verbrechen“. Darin sprechen Rudi Cerne und seine Co-Moderatoren mit Ermittlern, Angehörigen und Experten über gelöste Kriminalfälle und Cold Cases und geben so tiefere Einblicke in die Ermittlungsarbeit.
Die Aufklärung von Kriminalfällen bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Ähnlich wie bei den Ermittlungen in einem Cold Case in Koblenz zeigt sich auch bei „Aktenzeichen XY“, wie wichtig neue Spuren auch nach Jahrzehnten sein können. Die Sendung thematisiert dabei nicht nur Gewaltverbrechen, sondern auch Betrugsmaschen, ein Thema, das auch bei der Diskussion um ein Gesetz gegen Shrinkflation eine Rolle spielt, wo es um den Schutz von Verbrauchern geht.
| Datum | Uhrzeit | Sender | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Mittwoch, 25. Februar 2026 | 20:15 Uhr | ZDF | Live-Ausstrahlung |
| Mittwoch, 25. Februar 2026 | 23:10 Uhr | ZDFneo | Wiederholung |
| Mittwoch, 18. März 2026 | 20:15 Uhr | ZDF | Nächste Live-Ausstrahlung |
| Mittwoch, 08. April 2026 | 20:15 Uhr | ZDF | Live-Ausstrahlung |
Die nächste neue Folge von „Aktenzeichen XY ungelöst“ wird am Mittwoch, den 18. März 2026, um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Die Sendung wird monatlich, in der Regel am Mittwochabend, gesendet.
Laut einer ZDF-Statistik vom Januar 2026 liegt die Aufklärungsquote aller in der Sendung behandelten Fälle bei 38,5 Prozent. Von den über 5.100 Fällen konnten fast 2.000 aufgeklärt werden.
Seit dem Jahr 2002 wird die Sendung von Rudi Cerne moderiert. Er folgte auf die Gründer-Moderatoren Eduard Zimmermann (1967-1997) und dessen Nachfolger Butz Peters (1997-2001).
Ja, die Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung in der ZDF-Mediathek als Stream verfügbar. Dort bleiben sie in der Regel für einen begrenzten Zeitraum abrufbar.
Während der Live-Sendung können Hinweise telefonisch an das Aufnahmestudio gegeben werden. Die Telefonnummer wird während der Ausstrahlung eingeblendet. Alternativ können Hinweise auch jederzeit bei jeder Polizeidienststelle oder über die Online-Angebote der Polizei und des ZDF gemeldet werden.
Auch nach über 50 Jahren bleibt Aktenzeichen XY ungelöst ein relevantes und erfolgreiches Format im Kampf gegen das Verbrechen. Die Sendung zeigt eindrücklich, wie die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Medien und Bevölkerung zur Aufklärung selbst schwierigster Fälle beitragen kann. Durch die Erweiterung um digitale Angebote wie Podcasts und einen YouTube-Kanal stellt sich das Format zudem zukunftssicher auf und beweist seine ungebrochene gesellschaftliche Bedeutung. Die hohe Aufklärungsquote ist dabei nicht nur eine beeindruckende Statistik, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung für die Opfer und ihre Angehörigen. Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen Seite des ZDF.
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