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Herzliche Einladung:



Pforzheimer Zeitung vom 12.12.2018






Themengottesdienst zur liturgischen Farbe Violett

Besonderes zum Advent, Gottesdienst am 02.12.2018

Wir haben schon gehört, dass Violett die Farbe der Fastenzeiten im Advent und in der Passionszeit ist. Das Fasten dient der Vorbereitung auf die großen Feste Weihnachten und Ostern.
Ab heute, ab dem ersten Advent, bereiten wir uns auf das Weihnachtsfest, an dem wir die Geburt von Jesus feiern, vor. Mit der Adventszeit verbunden sind viele Bräuche – auf zwei davon, die weit verbreitet sind, will ich näher eingehen. Plätzchen (oder wie der Badener sagt: „Breedle“) backen und das Aufstellen oder Aufhängen eines Adventskalenders gehört für einen Großteil der Menschen dazu. Doch auch diese Bräuche haben ihren Ursprung in der Fastenzeit.
Heutzutage üblich ist es, dass man das typische Adventsgebäck im Advent auch isst – am Buß-und Bettag beginnt man mit Backen, um am 1. Advent alle Sorten fertig zu haben. Ursprünglich wurden Breedle aber in der Fastenzeit gebacken – die Hühner legten weiterhin jeden Tag ein Ei, die Kühe mussten gemolken, die Milch zu Butter, Quark und Käse verarbeitet werden. Aufgrund der Fastenzeit durften diese Lebensmittel aber nicht gegessen werden. Damit sie nicht verdarben, wurden sie weiter verarbeitet – zu Springerle, Buttergebackenem, Lebkuchen oder Quarkstollen. So hatte man für die Weihnachtsfestzeit schon im Voraus gebacken und konnte an den Festtagen ein bisschen weniger arbeiten. Auch heute noch gibt es Gegenden, in denen das Breedle backen erst mit dem ersten Advent beginnt; am Tag des Backens gibt es für jedes Familienmitglied ein Versucherle; das Gebäck wird gut verschlossen bis Heilig Abend aufbewahrt – und dann bis 6. Januar gegessen.
Die Tradition der Adventskalender lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen, der erste selbstgebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahr 1851. Die ersten Formen kamen aus dem protestantischen Umfeld. So hängten Familien nach und nach 24 Bilder an die Wand. Einfacher war eine Variante mit 24 an die Wand oder Tür gemalten Kreidestrichen, bei der die Kinder täglich einen Strich wegwischen durften. In katholischen Haushalten wurden hingegen Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag einer, bis zum Heiligen Abend.
Adventskalender zählen entweder in Bezug auf das Kirchenjahr oder auf den bürgerlichen Kalender. Adventskalender, die sich auf das Kirchenjahr beziehen, umfassen den ganzen Advent bis Weihnachten oder sogar bis zum 6. Januar, während kalendarische Adventskalender am 1. Dezember beginnen und am 24. Dezember, dem Heiligen Abend, enden. Adventskalender sollen, ähnlich wie der Adventskranz, die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest „verkürzen“, für die Kinder die Fastenzeit erträglich machen.
Ein Adventskalender, den es schon seit etwa 50 Jahren gibt, ist der Bastelkalender „Der Weg zur Krippe“. Jeden Tag kann eine Krippenfigur gebastelt werden und dazu gibt es jeweils einen kurzen Text – vom Engel Gabriel am 1. Dezember bis zum Jesuskind am 24. Dezember.
Aus diesem Adventskalender hören wir die Geschichte der Krippe. Sie zeigt uns, dass Weihnachten und Ostern zusammen gehören, ebenso die Vorbereitungszeiten Advent und Passion. In beiden Zeiten sehen Sie an Altar und Kanzel die violetten Paramente.
Vor langer Zeit wuchsen in einem fernen Wald zwei Bäume, die waren aus der gleichen Wurzel entsprungen. Sie wollten sich nie trennen, sie waren vom gleichen Holz und gehörten zusammen. Die jungen Bäumchen wuchsen heran, und je stärker sie wurden, umso mehr fürchteten sie den Holzfäller, denn sie waren so gerade gewachsen, dass der ganze Wald voll Stolz auf sie blickte.
,,Ihr", sagten die alten Bäume, ,,Ihr seid zu etwas Besonderem bestimmt. Jung sterben müsst ihr, das ist wahr. Aber kein Holz wird so viel Fluch und so viel Segen auf sich tragen wie ihr beide, kein Holz in der ganzen Welt, getrennt und doch vereint durch Gott selber."
Mehr sagten sie nicht. Es war ein merkwürdiger Spruch. Die jungen Bäume dachten darüber nach und wussten nicht, ob sie sich freuen oder traurig sein sollten.
Eines Tages kam der Holzfäller und schlug zuerst den einen. Es wurde ein Futtertrog daraus gemacht, eine Krippe, aus der die Tiere fressen. Die stand nun in dem Stall, wo Maria lag und nichts hatte, wo sie das Kind hinlegen konnte. Da legte sie es in die Krippe.
Der zweite Baum wuchs heran, bis er ein starker Stamm wurde. Und dann wurde ein großes Kreuz daraus gemacht, das Kreuz, an dem Jesus starb, als er herangewachsen war.

Auf dem Altarparament ist ein Band von Stechpalmenblättern, auch Christdorn genannt, eingestickt.
In England und Skandinavien sind Stechpalmenzweige als Adventsschmuck beliebt. Aber Stechpalmen werden auch am Palmsonntag als Ersatz für Palmzweige verwendet; die Blätter weisen auf die Dornenkrone Christi hin; die roten Beeren sollen die Blutstropfen symbolisieren.
So sind die Buß- und Fastenzeiten Advent und Passionszeit vielfältig miteinander verbunden.

Hinweise zur Farbe Violett allgemein und zu Violett als liturgische Farbe finden Sie im Predigtenarchiv.




Der neue Gemeindebrief ist da!

Den aktuellen Gemeindebrief Nr. 40 (Dezember 2018 bis März 2019) können Sie hier herunterladen.
Dieses ist der letzte Gemeindebrief der Altstadtgemeinde.





Nächste Gottesdienste:

16.12.2018: 09.30 Uhr: Gottesdienst mit Kindergarten Altstädter Kinderbrücke und Altstadtchor, Pfarrerin Martina Walter






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